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Partnermanagement

Bei CSR-Projekten müssen Unternehmen sich häufig auf eine neue Art von Partnern einstellen. Anstatt mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten, kooperieren sie bei CSR-Aktivitäten mit sozialen Organisationen, gemeinnützigen Nicht-Regierungs-Organisationen oder der öffentlichen Verwaltung.

In den letzten Jahren haben sich Unternehmen und NGOs gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern immer mehr angenähert. Konzerne haben dort Hilfsprogramme initiiert und NGOs haben Unternehmen gegründet, um die Bedürfnisse der Ärmsten zu befriedigen (etwa Banken zur Micro-Kredit-Vergabe). Sie verfolgen also die gleichen Ziele. So ist es nur ein logischer Schritt, zu kooperieren und voneinander zu lernen.

Mehr Informationen zu Kooperationen zwischen Unternehmen und Entwicklungsorganisationen des öffentlichen Sektors - so genannten Public Private Partnerships (PPP) - finden sich unter Finanzierung.

Um die Durchführung gemeinsamer Projekte mit NGOs oder öffentlichen Partnern auf eine erfolgreiche und nachhaltige Basis stellen zu können, sollten die folgenden Prinzipien guten Partnermanagements beachtet werden: 

Vorbereitungen

  • Partner müssen ein gemeinsames Ziel verfolgen!
  • Die ausgewählten Partner sollten über Expertise im betreffenden Gebiet verfügen, gute Kontakte zu den entsprechenden Stakeholdern oder Entscheidern besitzen und geordnete Organisationsstrukturen haben.
  • Vor – oder spätestens durch - Verhandlungen sollte Klarheit über die Ziele und Erwartungen von beiden Seiten bestehen. Der Nutzen des Projekts und die Rolle des jeweiligen Partners müssen zweifelsfrei definiert sein.

Organisation

  • Vergangene positive Erfahrungen der Partner vor Ort in der Kooperation mit Unternehmen erleichtert die Zusammenarbeit. 
  • Die Beteiligten müssen sich auf Augenhöhe treffen, in aller Regel auf Vorstandsebene sowohl im Unternehmen als auch bei den Partnern aus dem gesellschaftlichen Bereich.
  • Für die Kooperation müssen klare Regeln gelten, die auf beiden Seiten akzeptiert und eingehalten werden. 
  • Die Partner müssen für eine Kooperation offen und bereit sein. Misstrauen blockiert den Fortschritt der Projekte. Daher ist Transparenz und Ehrlichkeit auf Seite des Unternehmens wesentlich.
  • Großes persönliches Engagement der beteiligten Partner ist ein grundlegender Erfolgsfaktor von intersektoralen Partnerschaften.

Kulturelle Unterschiede

  • Die Unterschiede zwischen der Kultur in Unternehmen und NGOs oder öffentlichen Partnern müssen geachtet werden und als positiver Beitrag in die Projekte eingebracht werden. 
  • Bei Kooperationen im Ausland ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, die interkulturellen Unterschiede zu beherzigen. Dies beinhaltet Kommunikationsstile, die unterschiedliche Wahrnehmung von Zeit oder die anders gewichtete Wertschätzung bestimmter Themen und Prinzipien sowie das Vorherrschen besonderer gesellschaftlicher Konventionen.

Erfolge

  • Die Fortschritte eines Projekts sollten festgehalten und gemessen werden, um Verbesserungspotential aufzuzeigen und Misserfolge zu vermeiden. Der UN Global Compact hat hierfür ein Werkzeug entworfen (Partnership Assessment Tool).
  •  Wichtig ist es, immer wieder zu motivieren, Erfolge zu inszenieren und die Partnerschaft zu feiern.

Ansprechpartnerin

Anna Peters

Anna Peters

Telefon: +49 (0)5241 8181401

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