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Port International Organics GmbH - Unterstützung der Zivilbevölkerung nach einem Erdbeben in Peru
Background to the casestudy
Problemdarstellung/Situation
Im August 2007 erschütterte ein massives Erdbeben die Mitte und vor allem den Süden Perus. Neben unzähligen Toten und Verletzten waren vor allem eine weitgehend zerstörte Infrastruktur sowie Tausende Familien, die ihre Existenzgrundlage verloren haben, zu verzeichnen.
Bezug zum Kerngeschäft
Die Port International GmbH importiert Bio-Bananen und Fairtrade-Bio-Bananen aus Peru nach Europa. Deren Anbaugebiete liegen im Norden des Landes und waren von dem Erdbeben nicht betroffen. Dennoch war es der Unternehmensleitung ein Anliegen, den peruanischen Lieferanten und ihren Arbeitern die eigene Anteilnahme zu signalisieren zudem viele auch im Norden Perus Opfer im Freundes- oder Bekanntenkreis zu beklagen hatten.
Intension of corporate citizenship
Beschreibung Aktivität
Die Port International GmbH spendete einen Geldbetrag, der unmittelbar nach der Katastrophe zum Kauf von Hilfsgütern (Wasser, Decken, Lebensmittel, Medikamente) verwendet wurde. Von dem verbleibenden Geld wurde zwei Familien der Wiederaufbau ihrer Häuser finanziert.
Zielgruppe
Zum einen geht es bei der Hilfe für Erdbebenopfer in Peru um ein Zeichen der Anteilnahme gegenüber den eigenen peruanischen Lieferanten und deren Arbeitern. Das Engagement soll hier die unternehmerische Bindung zu den Lieferanten festigen. Zum anderen dient diese Maßnahme auch zur Darstellung des Unternehmens gegenüber den eigenen Kunden um den eigenen Ruf als engagiertes Unternehmen weiter zu stärken.
Implementation
Strategie
Die dargestellte Maßnahme ist eine spontane Hilfsaktion gewesen, die neben den regelmäßigen Aktivitäten (Handel mit Fairtrade-Produkten, die über eine Prämie einen Fond zur Entwicklungshilfe speisen; Unterstützung von sozialen Projekten in den Herkunftsländern der importierten Produkte, zumeist am Jahresende als Alternative zu Weihnachtsgeschenken an die Kunden) die unternehmerische Verantwortung nicht nur für die unmittelbar von der Geschäftstätigkeit betroffenen Personen sondern auch gegenüber der Gesamtbevölkerung unterstreichen soll.
Ressourcen
Das Engagement belief sich auf ca. 7.000 Euro. Die Abwicklung der Hilfsmaßnahmen wurde vor Ort von einer dem Unternehmen nahestehenden einheimischen Person vorgenommen. Hierbei ging es neben dem Einkauf und der Verteilung der Hilfsgüter vor allem um den Aufbau der Wohnhäuser, wofür ein Architekt sowie die Beschaffung von Baumaterialien koordiniert werden mussten. In Hamburg waren bezüglich der Kommunikation nach innen und außen das Chef-Sekretariat sowie die Marketingabteilung beteiligt.
Partner
Das Projekt wurde komplett aus eigenen Ressourcen bzw. mit Unterstützung lokaler Helfer durchgeführt. Größere Organisationen waren nicht involviert.
Herausforderungen
Problematisch war zunächst die Haltung der Behörden, die einen Wiederaufbau der Wohnhäuser zunächst nicht gestattete. Erst nach längeren Prüfungen wurden notwendige Genehmigungen ausgestellt. Ein weiteres Problem war, dass nach dem Erdbeben die Preise für Baumaterialien in die Höhe schnellten. Um das vorhandene Budget nicht sinnlos zu vergeuden wurde daher eine weitere Wartezeit eingeführt.
Achievement
Der Erfolg ist, dass zwei Familien wieder ein festes Dach über dem Kopf haben, das ihr Eigentum ist und hoffentlich dem nächsten Erdbeben standhält (entsprechend standfest wurde es geplant).
Lessons learned
Krisenherde sind immer auch Anziehungspunkte für Spekulanten, die aus der Krise Gewinn schlagen möchten. Hier sollte, im Rahmen des für die Betroffenen jeweils zumutbaren, klug mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen werden.
