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Kraft Foods Deutschland GmbH - Nachhaltiger Kaffeeanbau in Kooperation mit der Rainforest Alliance
Hintergrund der Fallstudie
Problemdarstellung/Situation
Kraft Foods ist seit 100 Jahren im Kaffeegeschäft. Um erfolgreich zu sein, braucht das Unternehmen eine gute und gleichbleibende Qualität der Kaffeebohnen. Kaffee ist nach Erdöl das wichtigste Handelsgut der Welt. Rund 25 Millionen Menschen und ihre Familien sind seit Generationen auf den Anbau von Kaffee angewiesen. Kaffeeanbau ist jedoch, wie auch andere Zweige in der Landwirtschaft, ein unsicheres Geschäft. Kaffeeanbauer sehen sich schwierigen Herausforderungen gegenüber: Überangebot und niedrige Preise, schlechtes Wetter, Schädlingsbefall und Krankheiten, steigende Kosten oder eine schlechte Infrastruktur, welche den Marktzugang erschwert.
Bezug zum Kerngeschäft
Kaffee ist nach wie vor das beliebteste Getränk der Deutschen – pro Tag werden allein in Deutschland 300 Millionen Tassen Kaffee getrunken. Mit Marken wie Jacobs Krönung, Kaffee Hag und Onko zählt Kraft Foods zu den führenden Kaffeeproduzenten weltweit. Seit über 15 Jahren unterstützt Kraft Foods Projekte des nachhaltigen Kaffeeanbaus. Seit 2003 arbeitet das Unternehmen dazu mit der unabhängigen Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance zusammen. Mit fast 30.000 Tonnen Rainforest Alliance-zertifiziertem (TM) Kaffee ist Kraft Foods heute der weltweit größte Abnehmer von nachhaltig angebautem Kaffee.
Ziel des Engagements
Beschreibung der Aktivität
Als einer der führenden Kaffeeproduzenten weltweit ist es für Kraft Foods selbstverständlich, Projekte des nachhaltigen Kaffeeanbaus zu fördern. Seit 2003 arbeiten wir dazu mit der unabhängigen Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance zusammen. Die Zertifizierung der Rainforest Alliance garantiert, dass beim Kaffeeanbau hohe ökologische, soziale und ökonomische Standards eingehalten werden. Dazu zählen zum Beispiel angemessene Löhne für die Farmarbeiter, Zugang zu Trinkwasser und medizinische Versorgung sowie die Gewährleistung einer schulischen Ausbildung für die Kinder der Kaffeefarmer. Kaffeefarmer, die diese Kriterien erfüllen, erhalten das Rainforest Alliance-Siegel. Dadurch können die Farmer höhere Preise für ihre Rohwaren erzielen. Unternehmen wie Kraft Foods zahlen zusätzlich einen Aufpreis in Höhe von 8 bis 12 cts. pro pound (entspricht 453 g) Kaffee an zertifizierte Kaffeefarmer.
Zielgruppe
Kaffeeanbauer und ihre Familien sowie Konsumenten auf der ganzen Welt
Implementierung
Strategie
Der Kaffeesektor ist gekennzeichnet durch kleinbäuerliche Strukturen. Weltweit arbeiten circa 25 Millionen Bauern an einer Gesamternte von circa 100 Millionen Sack Kaffee. Das bedeutet, dass der durchschnittliche Ertrag pro Farmer vier Sack Kaffee beträgt. Jeden einzelnen Farmer zu erreichen, ist sehr aufwändig.
Kraft Foods hat sich deshalb zur Kooperation mit der Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance entschlossen. Die Rainforest Alliance verwaltet unter anderem das Zertifizierungssystem und beherbergt das Sekretariat des „Sustainable Agriculture Network“ (SAN). Im SAN sind gemeinnützige, unabhängige Umweltorganisationen zusammengeschlossen, die die Zertifizierung der Farmen in ihren jeweiligen Ländern übernehmen.
Ressourcen
Kraft Foods unterstützt die Kooperation mit der Rainforest Alliance personell sowie finanziell.
Partner
Rainforest Alliance (RA), Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), United States Agency for International Development (USAID)
Herausforderungen
Der Kaffeeanbau ist, wie auch andere Zweige in der Landwirtschaft, ein unsicheres Geschäft. Kaffeeanbauer sehen sich schwierigen Herausforderungen gegenüber: Überangebot und niedrige Preise, schlechtes Wetter, Schädlingsbefall und Krankheiten, steigende Kosten oder eine schlechte Infrastruktur, welche den Marktzugang erschwert.
Ergebnisse
In 2008 konnte Kraft Foods knapp 30.000 Tonnen nachhaltig erzeugten und Rainforest Alliance Certified(TM)-Kaffee absetzen; eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von diesem Engagement profitieren über 200.000 Kaffeefarmer und ihre Familien, die unter verbesserten Bedingungen auf über 40.000 Hektar nachhaltig bewirtschafteter Anbaufläche arbeiten.
Lessons Learned
Aus den Erfahrungen mit eigenen Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau seit Mitte der 90er Jahre hat Kraft Foods gelernt, dass das Unternehmen nur zusammen mit starken Partnern wirklich etwas bewegen kann. So kam es 2003 zur Kooperation mit der Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance, die sich bereits seit über 20 Jahren für eine ökologische Landnutzung, sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und werteorientiertes Verbraucherverhalten einsetzt.
