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Ägypten

CSR-Stellenwert

CSR ist in Ägypten bislang von untergeordneter Bedeutung. Diese wächst jedoch stetig, vor allem im Zuge der intensiver werdenden internationalen Diskussion um CSR. CSR wird in Ägypten langsam zu einer Modeerscheinung. Allerdings verfolgen nicht alle ägyptischen Unternehmen das Thema "Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen" mit der notwendigen Konsequenz und Seriosität.

Deutsche Unternehmen in Ägypten engagieren sich für die Gesellschaft, weil für sie CSR angesichts der Aktivitäten ihrer Konzernzentralen in Deutschland nicht fremd ist.
NGOs fordern daher von Unternehmen in Ägypten verstärkt CSR-Maßnahmen nach internationalem Beispiel ein. In den ägyptischen Medien findet CSR jedoch bisher kaum Beachtung.

Die GTZ arbeitet unter dem PPP-Programm mit diesen Unternehmen und Verbänden in Entwicklungs- und Transformationsländern zusammen, um Entwicklungssynergien zu erzeugen. Solche Projekte werden gemeinsam geplant, finanziert und realisiert. Dabei profitieren Unternehmen von Kontakten, Erfahrungen und dem Experten-Netz der GTZ. Gleichzeitig tragen sie mit ihrem Engagement dazu bei, entwicklungspolitische Ziele zu erreichen: Sie schaffen Arbeitsplätze, bringen techologische Innovationen in die Länder des Südens und Ostens und verbessern Produktionsabläufe – sie investieren in Menschen und Umwelt und sichern damit auch den eigenen Geschäftserfolg.

PPP-Vorhaben in Ägypten:

  • Einführung international anerkannter Qualifizierungsstandards in der Schweisstechnik
  • Entwicklung & Implementierung eines ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Managementsystems in der Hotelindustrie
  • Business Intelligence (IT-Konzept) für Baumwollprodukte, Obst und Gemüse 
  • Förderung von Lehr- und Lernmitteln in der Beruflichen Bildung (CBT/WBT-Systeme)
  • Stärkung von Wertschöpfungsketten im Textilbereich (exportorientierte KMU)
  • E-learning zur Stärkung des mittleren Managements der Teppichproduktion, Verkauf und Marketing

Ein CSR-Ausschuss der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer in Kairo (DAIHK) bietet eine Plattform für Unternehmen beider Länder zum Ausstausch von Informationen und Anregungen zu interessanten CSR Initiativen/Projekten. Interessierte Firmen, die aufgrund mangelnder Kapazität alleine kein Projekt realisieren könnten, haben so die Möglichkeit im Verbund mit Gleichgesinnten CSR aktiv zu implementieren.

Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo

CSR-Verständnis

Sowohl Gesellschaft als auch Politik erwarten von Unternehmen in erster Linine, dass sie profitabel wirtschaften und mit ihren Produkten der Gesellschaft dienen.

Politik und Gesellschaft in Ägypten trennen traditionell stark zwischen der wirtschaftlichen Tätigkeit von Unternehmen und deren gesellschaftlicher Verantwortung. Eine engere Verknüpfung von Politik und Wirtschaft ist relativ neu: Viele Inhaber politischer Ämter (Regierung, Parlament) stehen gleichzeitig in hohen Funktionen in Unternehmen und bringen daher verstärkt CSR-Aspekte in die Politik ein.

Der neueren Geschichte Ägyptens, insbesondere der sozialistischen Phase unter Staatspräsident Nasser, entspringt eine hohe Erwartungshaltung der Gesellschaft an die Obrigkeit und den Staat in Richtung sozialer Leistungen und Vorkehrungen. Diese Erwartungen wurden allerdings häufig enttäuscht, was den Zulauf fundamentalistischer Organisationen begünstigte.

Insgesamt ist die Akzeptanz sozialer Unterschiede in Ägypten größer als in Europa, daher sind die Erwartungen seitens der Gesellschaft an Unternehmen bzgl. CSR gering.
Dagegen spricht allerdings die Verpflichtung der Sorge und der Unterstützung von Armen (Zakat-Abgabe) aus dem religiösen Bereich des Islam.

Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo

Erwartung an Unternehmen

Die Erwartungen der politischen und gesellschaftlichen Akteure in Ägypten richten sich weniger an deutsche Unternehmen als an den deutschen Staat. Im Gegensatz zu Deutschland existiert in Ägypten keine soziale Marktwirtschaft; die sozialen Aufgaben liegen in der Verantwortung des Staates.

Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo

Rahmenbedingungen

Umsetzung übergeordneter Referenztexte

OECD Ägypten

Ratifizierung: Kein Mitglied
Ansprechpartner vor Ort 
Egyptian National Contact Point
Ministry of Investment
Office of the Minister
3 Salah Salem Street
Nasr City 11562 Cairo – Egypt
Tel: +2 02 2405-5626/27
Fax: +2 02 2405-5635
Email: encp (at) investment.gov (dot) eg

Initiativen der Wirtschaft

GLOBAL COMPACT-Netzwerk
Ansprechpartner vor Ort 
Mr. Walid Nagi
Manager - Corporate Affairs
Mansour Manufacturing & Distribution Group of Companies
Email: walid.nagi (at) mansourgroup (dot) com
GC Office Country Coordinator
Mr. Matthias Stausberg
E-mail: stausberg (at) un (dot) org

WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT

Netzwerk vor Ort seit 2001

Ansprechpartner vor Ort 
Association of Enterprises for Environmental Conservation, AEEC
Hazem Bashat
HSE & SD Adviser
86 Mohie Eldin Abou Ezz St
Dokki 12411
Giza, Egypt
Tel: : +2 02 3 336 7016 / 17
Fax: : +2 02 3 392 5728
Email: hazem.bashat (at) yahoo (dot) com
Website: www.aeec.com.eg

Handlungsfelder

Armut

Eckdaten

  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Gesamt Population: 71,85 Jahre, Männlich: 69,3 Jahre, Weiblich: 74,52 Jahre (2008 est.)
  • Säuglingssterblichkeitsrate: Total: 28,36 Tote/1000 Geburten, Männlich: 30,06 Tote/1000 Geburten, Weiblich: 26,57 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Unterernährung: 4% (2002/04)
  • Zugang zu sauberem Wasser: 98% (2004)
  • Zugang zu sanitären Einrichtungen: 70% (2004)
  • Human Poverty Index: Rank 48 von 108 (2007/2008)
  • Gini Index: 34,4 (2001)
  • Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 20% (2005 est.)

Das Handlungsfeld "Armut" ist vor allem in ländlichen Gegenden eine große Herausforderung, wo allerdings kaum größere ägyptische wie deutsche Unternehmen tätig sind.

Zunehmend wird auch in den Städten Nahrungsmittelknappheit zu einem Thema - ein Ergebnis gestiegener Preise für Grundnahrungsmittel, des in Ägypten besonders starken Bevölkerungswachstums und der alternativen Nutzungsmöglichkeiten von Anbauflächen.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ in Ägypten
http://www.gtz.de/de/aktuell/671.htm

CIM in Ägypten
http://www.cimonline.de/de/weltweit/375.asp

Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer Kairo
http://aegypten.ahk.de/

Friedrich-Naumann-Stiftung
http://www.fnst-freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-1558/_nr-7/_p-1/i.html

Nahdet Al Mahrousa Association
NGO, die sich auf die Arbeit mit Jugendlichen konzentriert
http://www.nahdetmasr.org

 

Unternehmensbeispiele

Kraft Foods Deutschland GmbH

CSR WeltWeit-Fallstudie: Nachhaltiger Kaffeeanbau in Kooperation mit der Rainforest Alliance

Marriott-Hotel, Kairo

Auf persönliche Initiative des deutschen General Managers engagiert sich das Marriott-Hotel mit Armenspeisungen in Kairo.

Mercedes Benz Egypt

Mercedes Benz Egypt richtet derzeit einen Dienst nach dem Vorbild der „Hamburger Tafel“ ein, der Essensspenden von Hotels an Arme verteilt.

Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo und Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

Bildung

Die ägyptische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, Zugangsmöglichkeiten zu Schuldbildung und Qualität der Bildung zu verbessern. Dies stellt angesichts des starken Bevölkerungswachstums und damit ständig steigenden Bedarfs an Bildungseinrichtungen eine enorme Herausforderung an die ägyptische Bildungspolitik dar. Bis 2015 will die ägyptische Regierung sicherstellen, dass alle Kinder in Ägypten die Grundschule abschließen.

Eckdaten

  • Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 4,2% (2006)
  • Schulpflicht: 6 – 13 Jahre
  • Einschulungsquote: 95% der schulpflichtigen Kinder (2004)
  • Alphabetisierung (Definition: ≥15jährige können lesen und schreiben): Gesamtbevölkerung: 71,4%, Männlich: 83%, Weiblich: 59,4% (2005 est.)
  • HDI Education Index. Rang 112 von 177: 0,732 (1 = max., 0 = keine Bildung)

Die für Bildung bereitgestellten Mittel erreichten Anfang des neuen Jahrtausends knapp 20% der gesamten öffentlichen Ausgaben. Besondere Aufmerksamkeit legt die Regierung auf Geschlechtergerechtigkeit in der Bildung. Bis 2004 konnte der Anteil der eingeschulten Mädchen auf 94% gesteigert werden. 

Akteure

Als Mittler für deutsche Unternehmen, die sich in Ausbildung engagieren wollen, bietet sich die DAIHK als Anlaufstelle an.

Die Abteilung für berufliche Aus- und Weiterbildung der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer, das "Forum for Training and Education (FORTE)" , bildet im Rahmen der sog. Mubarak-Kohl-Initiative rund 1.500 Lehrlinge für handwerkliche und industrielle Fertigung aus. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen wirtschaftlich benachteiligter Bevölkerungsschichten, zur Sicherung sozialen Friedens und auch zur Verbesserung der Qualifikation der Arbeitnehmer und zur Implementierung gehobener Qualitätsstandards bei Produkten und Dienstleistungen.

 

Unternehmensbeispiele

Im Rahmen von 14 Jahren bilateraler ägyptisch-deutscher Entwicklungszusammenarbeit ist durch die Einführung dualer Ausbildung im Technischen Sekundarstufenbereich ein wichtiger Beitrag zur Berufsbildungsreform in Ägypten geleistet worden (MKI – Mubarak-Kohl-Initiative). Wesentliche institutionelle Organisationen sind etabliert und im öffentlichen wie im privaten Sektor institutionalisiert. Die Unterstützung durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit läuft derzeit aus (siehe www.MKI-vetEP.com). Die Zahl der Auszubildenden in dualen Berufsausbildungsgängen wächst exponentiell. Der private Sektor etabliert weitere korporative Strukturen; gemeinsam mit dem Erziehungsministerium entwickeln diese neue Berufsbilder.

Wichtige Partner bei der Etablierung von Berufsausbildungen sind deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in Ägypten. Sie engagieren sich in Ausbildung und bieten Ausbildungsplätze an, obwohl nicht sichergestellt ist, dass ihre Auszubildenden tatsächlich nach der Ausbildung im Unternehmen verbleiben. Zu solchen Unternehmen gehören u.a. Mercedes, BMW, Egyptian German Telecommunication Industries (EGTI), VW, Siemens, Allweiler Pumpen, Thyssen Krupp, Marbach, Rahn & Partner.

Siemens

CSR WeltWeit-Fallstudie: Discovery Box - Experimentierkasten für die Vorschule

RWE Dea AG

CSR-WeltWeit Fallstudie: Unterstützung sozialer Projekte im Bereich Bildung. Teilprojekt: Renovierung von Klassenräumen

 


Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo

Gesundheit

Eine wesentliche Stütze der allgemeinen Gesundheitsvorsorge der Bürger stellt in Ägypten die "Soziale Krankenversicherung" dar. Zusammen mit den kostenfreien, auf Prophylaxe ausgerichteten, Gesundheitsmaßnahmen des Staates, den staatlichen Krankenhäusern und den Universitätskliniken dient sie der umfassen Betreuung Kranker.

Eckdaten

  • Öffentliche Gesundheitsausgaben (Anteil am BIP): 2,2% (2004)
  • Medizinische Versorgung: 54 Ärzte pro 100 000 Einwohner (2000-2004)
  • Säuglingssterblichkeit: Total: 28,36 Tote/1000 Geburten, Männlich: 30,06 Tote/1000 Geburten, Weiblich: 26,57 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Müttersterblichkeit: 84 Tote/100 000 Geburten (1990-2004)
  • Kinderunterernährung: 6% der unter 5jährigen (1996- 2005)
  • HIV/AIDS Prevalence Rate (>15 Jahre): < 0,1 % (2001)
  • HIV/AIDS Erkrankte: 12 000 Erkrankte (2001)
  • HIV/AIDS Tote: 700 (2003)
  • Lebenserwartung: Gesamt Population: 71,85 Jahre, Männlich: 69,3 Jahre, Weiblich: 74,52 Jahre (2008 est.)

Medizinische Betreuung ist ein in der Verfassung verankertes Grundrecht der Bürger. Forschungsergebnisse haben in Ägypten ergeben, dass eine unentgeltliche Gesundheitsversorgung eine entscheidende Rolle bei der Relativierung der Armut in Ägypten spiele. Eine Verbesserung des Gesundheitsstandes der Bevölkerung sei eine Hauptvoraussetzung für mehr Wirtschaftswachstum und für mehr sozialen Zusammenhalt.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM, etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ in Ägypten
http://www.gtz.de/de/aktuell/671.htm

CIM in Ägypten
http://www.cimonline.de/de/weltweit/375.asp

Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer Kairo
http://aegypten.ahk.de/

Friedrich-Naumann-Stiftung
http://www.fnst-freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-1558/_nr-7/_p-1/i.html

Near East Foundation
Stiftung für die verantwortungsvolle Entwicklung in Ägypten und in den arabischen Ländern. Aktivitäten in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Jugendarbeit.
http://www.neareast.org/

National Council for Childhood and Motherhood (NCCM)
Das Hauptziel des 1989 gegründeten Rates ist die Unterstützung von Müttern und Kindern, um deren Lebensstandards zu verbessern.
http://www.oit.org/public/english/employment/gems/eeo/law/
egypt/i_nccm.htm

Unternehmensbeispiele

BMW Egypt

Krankenhausbau durch BMW Egypt (Bavarian Auto Group)

Siemens

CSR-WeltWeit Fallstudie: Generation 21 - Discovery Box 

RWE Dea AG

CSR-WeltWeit Fallstudie: Unterstützung sozialer Projekte im Bereich Bildung. Teilprojekt: Renovierung von Klassenräumen

Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo und Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

Politische Mitwirkung

Es ist für deutsche Unternehmen nicht ratsam, sich in diesem Gebiet zu engagieren, da dies als Einmischung in innere Angelegenheiten betrachtet werden würde.

Umwelt

Eckdaten

  • Emission CO2: 0,5% vom Weltgesamtausstoß (2004)
  • Emission CO2 pro Kopf: 2,3 t (2004)
  • Energieverbrauch: 84,49 Millionen  kWh (2005)
  • Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 68,3 km3/Jahr (8%/6%/86%); Pro Kopf: 923 m3/Jahr (2000)
  • Wasser-, Solar-, Wind-, Geothermalengerie: 1,9 % des Primärengerieverbrauchs (2005)

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ in Ägypten
http://www.gtz.de/de/aktuell/671.htm

CIM Egypt
http://www.cimonline.de/en/worldwide/375.asp

Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer Kairo
http://aegypten.ahk.de

Friedrich-Naumann-Stiftung
http://www.fnst-freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-1558/_nr-7/_p-1/i.html

Near East Foundation
Stiftung für die verantwortungsvolle Entwicklung in Ägypten und in den arabischen Ländern. Aktivitäten in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Jugendarbeit
http://www.neareast.org

Environmental Protection Fund (EPF)
Die Organisation kurbelt Investitionen im Umweltbereich an, um die Umwelt- und die Sozialpolitik der Regierung zu unterstützen.
http://www.eeaa.gov.eg

Unternehmensbeispiele

BAVARIA EGYPT - Mülltrennung

Bereits 1972 gründete Dr.-Ing. Nader Riad die Bavaria Egypt S.A.E. Heute gehört das Unternehmen zu den führenden Herstellern von Feuerlöschern im Mittleren Osten und ist in Ägypten Marktführer. Im europäischen Raum wird der Konzern durch die Gesellschaft Bavaria International GmbH vertreten. Seit Anfang 1999 gehört Bavaria Brandschutz Industrie GmbH & Co. KG mit Sitz in Waldmünchen zur Unternehmensgruppe.
Bavaria Egypt beachtet konsequent Umweltnormen nach deutschem Vorbild im Rahmen der Produktions- und Arbeitsbedingungen. Neben Arbeitssicherheit gehört dazu die Trennung von Müll und Produktionsabfällen, aber auch andere Initiativen wie z. B. jedem Mitarbeiter im betriebseigenen Dachgarten eine Kübelpflanze zur persönlichen Betreuung anzuvertrauen, um das Bewusstsein für Umwelt und Natur zu stärken.

Rahn & Partner, Orasom, AGEG

Im Rahmen eines PPP-Projektes wird ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Managementsystems zur umweltgerechte Hotelbewirtschaftung in Ägypten entwickelt und installiert (Hotelfachschule El Gouna). Hierzu wird ein ressourcen- und energieeffizientes Managementsystem für die Hotellerie entwickelt, das durch den Aufbau eines landesweiten Ausbildungsprogramms begleitet wird. In Modellhotels (in El Gouna) werden umweltrelevante Schwachstellen analysiert und darauf aufbauend speziell für Ägypten angepasste praktische Handlungsempfehlungen zur umweltgerechten Betriebsführung erarbeitet. Diese werden anschließend praktisch in verschiedenen Hotels implementiert, wobei die landesweite Verbreitung dieser Empfehlungen im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen, mit Hilfe eines Handbuchs und durch die enge Anbindung an die Umweltbehörde und das Tourismusministerium erreicht wird.

Quelle: Deutsche Botschaft, Kairo 

Daten & Fakten

Land: Arabische Republik Ägypten
Hauptstadt: Kairo
Fläche: 1 Mio. km²
Bevölkerung: 72 Mio.
Wirtschaftssystem: Marktwirtschaft mit hoher Staatsquote
Politisches System: Präsidialrepublik
Arbeitslosenquote: 9,1 % (2007 est.)
Inflationsrate (CPIX): 11 % (2007 est.)
BIP: 158,3 Mrd. USD (2007 est.) = 113,53 Mio. Euro
BIP/Kopf: 5 500 USD (PPP, 2007 est.) = 4 354,37 Euro
Religionen: über 90 % Muslime (davon 99 % Sunniten, 1 % Schiiten), ca. 6 % Christen
HDI: Rang 112 von 177 (2007/2008)
CPI: Rang 105 von 179 (2007)
BTI: Status Index: Rang 82 von 125