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Algerien

CSR-Stellenwert

In Algerien setzt sich in zunehmendem Maße das Bewusstsein durch, dass die Globalisierung tief greifende Auswirkungen auf die Struktur der algerischen Gesellschaft im Allgemeinen und der Wirtschaft im Besonderen haben wird. Von einer flächendeckenden Übernahme von Verantwortung durch Unternehmen kann in Algerien heute jedoch keine Rede sein.

Auch die algerische Gesellschaft ist sich der wandelnden Strukturen bewusst. Dennoch findet zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein ernsthafter öffentlicher Diskurs darüber statt, ob Unternehmen mehr gesellschaftliche Aufgaben übernehmen sollten.

Ursächlich für die vergleichsweise geringe Erwartungshaltung der algerischen Bevölkerung gegenüber dort ansässigen Unternehmen ist aus algerischer Sicht unter anderem die von 1830 bis 1962 währende koloniale Vergangenheit des Landes. Die Fremdherrschaft Frankreichs führte zur politischen, sozialen und in letzter Konsequenz auch wirtschaftlichen Ausgrenzung weiter Teile der einheimischen Bevölkerung. Unter diesen Voraussetzungen bot sich nur wenig Spielraum für die Herausbildung gesellschaftlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Teilhabe.

Das beschriebene Rollenverständnis bzw. die Wahrnehmung algerischer Unternehmen in der Öffentlichkeit ist darüber hinaus der sozialistischen Vergangenheit des Landes geschuldet. Nach der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1962 schlug Algerien unter den ersten Staatsführern Ben Bella und Boumediene zunächst den Weg des arabisch-islamischen Sozialismus ein und war bis zur Öffnung 1989 ein Einparteienstaat. Folge dieser politischen Entwicklung war die Verstaatlichung algerischer Unternehmen auf der Grundlage planwirtschaftlicher Modelle. Die staatlichen Unternehmen übernahmen in erster Linie die Aufgabe, Güter und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen und Arbeitsplätze anzubieten. Abseits dieser Grundfunktionen wurde ihnen grundsätzlich keine weitere Rolle zugedacht. Weitere Aufgaben im Bereich der sozialen Sicherung, des politischen Diskurses, des Umweltschutzes oder der Adressierung unternehmensexterner gesellschaftlicher Probleme wurden weder erwartet noch eingefordert.

Nach der Kolonialisierung bot auch der Sozialismus der algerischen Bevölkerung wenig Freiraum für persönliche Entfaltung und eigenverantwortliches Handeln. Privates gesellschaftliches Engagement fand ebenso wenig statt wie die Herausbildung gesellschaftlicher Verantwortung auf Seiten der Unternehmen.

Der Übergang zur Marktwirtschaft verläuft nach wie vor schleppend, so dass eine CSR-relevante Unternehmenskultur insgesamt noch geraume Zeit auf sich warten lassen dürfte.

Als unternehmensgetriebene Institutionen, die Unternehmen bei der Umsetzung ihres gesellschaftlichen Engagements unterstützen sind in erster Linie der Cercle d’Action et de Réflexion autour de l’Entreprise (CARE) sowie das Réseau des Entreprises Maghrébines pour l’Environnement (REME) zu nennen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

CSR-Verständnis

Von Unternehmen

Insgesamt setzt sich in Algerien in zunehmendem Maße das Bewusstsein durch, dass die Globalisierung auch dort tief greifende Auswirkungen auf die Struktur der algerischen Gesellschaft im Allgemeinen und der Wirtschaft im Besonderen haben wird. Um international konkurrenzfähig zu sein, sind auch algerische Unternehmen nach Jahren der staatlichen Kontrolle und Planwirtschaft gezwungen, effizient und gewinnorientiert zu wirtschaften. In vielen Fällen führt dies zu Rationalisierungsmaßnahmen und zum Verlust von Arbeitsplätzen in den oftmals maroden, wenig effizienten Staatsbetrieben.

Von einer flächendeckenden Übernahme von Verantwortung durch Unternehmen kann in Algerien heute noch keine Rede sein.

Mittelfristig könnte v.a. die Präsenz multinationaler Unternehmen in Algerien zu einem Umdenken in Sachen CSR führen. Diese Konzerne sezten hinsichtlich der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung neue Maßstäbe und können somit eine Vorreiterrolle in Algerien übernehmen.

Ausländische Unternehmen leisten Beiträge zum Wohlergehen der Mitarbeiter in erster Linie auf der Grundlage von Effizienzüberlegungen. Um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu erhöhen, werden beispielsweise in verschiedenen Firmen Transporte zum und vom Arbeitsplatz organisiert. Ebenso wie die ärztliche Versorgung vor Ort wird mitunter auch die Mitarbeiterverpflegung übernommen, um ausreichende Ernährung der Mitarbeiter sicherzustellen.

Die multinationalen Konzerne, die sich im Wesentlichen den Grundsätzen der CSR verpflichtet fühlen, könnten algerischen Firmen als Beispiel dienen. Allerdings wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die überwiegende Mehrheit der algerischen Unternehmen finanziell und strukturell zu schlecht aufgestellt ist, um in absehbarer Zeit eine treibende Rolle hin zu größerem gesellschaftlichen Engagement zu übernehmen.

Die Wahrnehmung von gesellschaftlichen Aufgaben durch algerische Unternehmen ist bisher die Ausnahme.

Das zeigt sich etwa im Bereich der Personalpolitik: Für die überwiegende Mehrheit algerischer Unternehmen gilt, dass sie grundsätzlich - von einigen Ausnahmen in staatlichen Unternehmen abgesehen - keine erwähnenswerte Verantwortung für das Wohlergehen der Mitarbeiter über die Gehaltszahlungen hinaus übernehmen. In den Bereichen Mitarbeiterfürsorge, Gesundheitsversorgung und Ausbildung beschränkt sich das Engagement der Unternehmen in der Regel auf gesetzlich vorgegebene Mindeststandards. Die Beiträge der Unternehmen zur Sozialversicherung liegen bei 26%.

Die staatliche Sonatrach (Hydrokarbonsektor) ist in diesem Zusammenhang als Ausnahme von der Regel zu nennen. Algerischen Medien zufolge ist Sonatrach das erste und bis dato einzige algerische Unternehmen, das eine ernstzunehmende CSR-Strategie entwickelt hat und diese auch konsequent umsetzt.

Mitarbeiterfürsorge, Ausbildung und Vergütung spielen hier über die gesetzlichen Vorgaben hinaus eine Rolle. Insbesondere die Erdöl und Erdgas produzierende Société Nationale des Hydrocarbures (Sonatrach) sowie der staatliche Energieversorger Société Nationale de l’Électricité et du Gaz (Sonelgaz) legen Wert auf Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Im Rahmen des ihnen für Weiterbildungszwecke zur Verfügung stehenden Budgets entsenden sie ihre Mitarbeiter für Fortbildungsmaßnahmen an verschiedene Ausbildungsinstitute wie etwa das Institut National de la Productivité et du Développement industriel (INPED) oder das Institut National du Management (INSIM). Das Engagement ist z.T. auf das sozialistische Erbe Algeriens zurückzuführen, aber gleichermaßen auf den sektorspezifischen Fachkräftemangel und überdurchschnittliche Rentabilität.

Andere Unternehmen/Institutionen (z.B. Banque d’Algérie) engagieren sich in Einzelfällen für die Belange der Mitarbeiter. So werden beispielsweise Ferienreisen für die Kinder der Mitarbeiter organisiert oder zusätzliche Vergütungen anlässlich des Opferfestes gewährt, um den Kauf eines Opfertieres zu unterstützen. Einige staatliche Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern darüber hinaus einen Gehaltsvorschuss im Fastenmonat Ramadan und anlässlich anderer religiöser Feiertage. Zu Beginn des Schuljahres unterstützen einige staatliche Firmen jeweils den Kauf von Unterrichtsmaterial für schulpflichtige Kinder ihrer Mitarbeiter.

Über vergleichbare Aktivitäten von privaten Unternehmen liegen keine Erkenntnisse vor.

Vereinzelt engagieren sich Unternehmen mittels Spenden im humanitären und sozialen Bereich. Insgesamt lässt das Engagement allerdings nach Angaben verschiedener Nichtregierungsorganisationen zu wünschen übrig. Allerorts wird von den NGOs eine stärkere Anteilnahme seitens der Wirtschaft erwartet und eingefordert.
Einzig das staatliche Energieunternehmen Sonatrach bildet hier eine Ausnahme. Neben finanziellen Spenden stiftet Sonatrach beispielsweise Computer oder Bücher an Schulen. Das soziale Engagement Sonatrachs beschränkt sich allerdings nicht allein auf diesen Bereich. Es geht vielmehr deutlich über die zehn Prinzipien des Global Compact hinaus. Projekte der Armutsbekämpfung sind ebenso Ausdruck der gesellschaftlichen Verantwortung von Sonatrach wie berufsbildende Maßnahmen, Infrastrukturmaßnahmen in abgelegenen ländlichen Gegenden, Projekt der Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen in den Bereichen Sport und Kultur. Insbesondere im Bereich Umweltschutz wird Sonatrach ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht (Sammlung und Entsorgung von Altöl, Abfallbeseitigung, Emissionsbeschränkungen etc.).


Von Politik

Die Übernahme von mehr Verantwortung von Unternehmen spielt im politischen Diskurs zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine nennenswerte Rolle.

Da algerische Unternehmen nach wie vor weitgehend in staatlicher Hand liegen, erübrigt sich für Algerien die Frage nach der Rolle der algerischen Wirtschaft im politischen Ordnungsprozess. Relevante Informationen stehen aufgrund der engen Verknüpfung zwischen Staat und Wirtschaft in der Regel unmittelbar auch den politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung.

Von Gesellschaft

Die Algerierinnen und Algerier sind sich der Folgen der Globalisierungen und der Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zwar durchaus bewusst, dennoch findet zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein ernsthafter öffentlicher Diskurs darüber statt, ob Unternehmen mehr gesellschaftliche Aufgaben übernehmen sollten. Einzig vereinzelte Medienberichte thematisieren die Notwendigkeit einer Entwicklung in Richtung in CSR. Hier tut sich in besonderem Maße die Tageszeitung El Watan hervor, die sich Anfang 2008 vergleichsweise intensiv mit der Thematik auseinandersetzte

In erster Linie gilt dies für die als unzureichend wahrgenommene Nahrungsmittelversorgung und die stetig steigenden Preise für Güter des täglichen Bedarfs. Die Medien weisen in diesem Zusammenhang in unregelmäßigen Abständen darauf hin, dass auch Unternehmen Verantwortung dafür tragen, dass lebensnotwendige Güter für die breite Masse der Bevölkerung erschwinglich bleiben.

Darüber hinaus werden einzelne CSR-relevante Aspekte bei der Ankündigung von Projekten und Joint Ventures ausländischer Unternehmen seitens der Presse nachgefragt. Von besonderem Interesse sind dabei in der Regel die Anzahl der in Algerien entstehenden Arbeitsplätze sowie potentielle Vorhaben im Bereich Aus- und Weiterbildung.

Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen aus dem sozialen und humanitären Bereich fordern regelmäßig von Unternehmen die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sowie ein größeres soziales Engagement für die Belange sozial Benachteiligter. Wünschenswert wären dabei aus Sicht der NGOs in erster Linie finanzielle Beiträge der Unternehmen im Rahmen der Durchführung konkreter Projekte zugunsten von Witwen, Waisen, sozial benachteiligen Jugendlichen oder Behinderten. Nach Angaben diverser Organisationen werden die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung bis dato nur in unzureichendem Maße gerecht. Nur vereinzelt führen die Anstrengungen der Organisationen zur Unterstützung humanitärer Maßnahmen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

Erwartung an Unternehmen

Die überwiegende Mehrheit der algerischen Unternehmen ist auch rund 20 Jahre nach der politischen und wirtschaftlichen Öffnung Algeriens nach wie vor in staatlicher Hand. Der Privatsektor gewinnt dementsprechend nur langsam an Bedeutung. Die beabsichtigte Privatisierung zahlreicher staatlicher Unternehmen konnte bislang nur unzureichend umgesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund können an die algerische Wirtschaft hinsichtlich der gesellschaftlichen Rolle von Unternehmen nicht die gleichen Maßstäbe angelegt werden wie an funktionierende Marktwirtschaften. Die Aufgabe der staatlichen Betriebe und Unternehmen besteht folglich in erster Linie in der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen im Rahmen der rechtlichen Rahmenordnung. Nach einer Studie des algerischen Bureau International de Travail bietet die Struktur der algerischen Wirtschaft derzeit wenig Spielraum für die Entwicklung effizienter Mechanismen zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch algerische Unternehmen. Erst die Entwicklung und Durchführung tief greifender Wirtschaftsreformen befähige die hiesigen Unternehmen, sich über ihre Grundziele hinaus sozial zu engagieren.

Die algerische Bevölkerung hingegen erwartet von den Staatsunternehmen die Bereitstellung von Arbeitsplätzen: Angesichts der hohen Arbeitslosenquote, insbesondere unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ist dies zwingend geboten, um die soziale Lage im Land mittelfristig zu entschärfen.

Abseits dieser beiden grundlegenden Aufgaben werden den Unternehmen im öffentliche Diskurs, von wenigen Ausnahmen in algerischen Medien abgesehen, keine weiteren Rollen und Funktionen im Hinblick auf gesellschaftliche Verantwortung zugedacht.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

Rahmenbedingungen

Staatliche Regulierungen - CSR-relevante Gesetze und Umsetzung von übergeordneten Referenztexten

Nach Angaben der algerischen Handelskammer (Chambre Algérienne de Commerce et d’Industrie, CACI) gibt es in Algerien zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Gesetze zur Regelung gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen. Das Thema sei in der algerischen Öffentlichkeit nahezu unbekannt und spiele keine nennenswerte Rolle im politischen Diskurs.

Algerien ist seit 1962 Mitglied der ILO und hat bis dato 54 Konventionen ratifiziert, von denen 51 bereits in Kraft sind, darunter acht grundlegende Konventionen. Die Ratifizierung vier weiterer Konventionen (Arbeitnehmervertreter, Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer, Sicherheit und Gesundheit im Bauwesen, private Beschäftigungsagenturen) wurde von Staatspräsident Bouteflika angekündigt. Weitere Informationen zum algerischen Engagement im Rahmen der ILO finden Sie unter www.ilo.org.

Die vier Kernarbeitsnormen (Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit, Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf) werden im algerischen Arbeitsrecht im Gesetz Nr. 90-11 vom 21.04.1990 geregelt.

In Artikel 5 werden die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter festgelegt, u.a. das Recht auf gewerkschaftliche Tätigkeit, Streik und Kollektivverhandlungen, sowie Fragen der sozialen Sicherheit, Hygiene, Medizin und Rentenfragen.

Artikel 6 untersagt kategorisch Diskriminierung im Arbeitsleben und spricht den betroffenen Beschäftigten ausdrücklich das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu.

Das Verbot von Zwangsarbeit wird zwar im Gesetzestext an keiner Stelle explizit erwähnt, ergibt sich jedoch aus diversen Normen, die das Vorliegen eines Arbeitsvertrages vorsehen (Art. 8 ff.).

Das Mindestalter für die Aufnahme einer Tätigkeit liegt bei 16 Jahren.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die algerische Arbeitsgesetzgebung auf dem Papier  fortschrittlich wirkt. Ob die gesetzlichen Rahmenbedingungen jedoch in der Praxis adäquat umgesetzt werden, lässt sich nicht abschließend beantworten. Es bestehen zumindest nicht unerhebliche Zweifel.

Wirtschaftsinitiativen - CSR-Instrumente der Wirtschaft

Initiativen zur Regulierung oder Standardsetzung von Unternehmen sind nicht bekannt. Standards zur Berichterstattung wie, etwa die Global Reporting Initiative, gibt es in Algerien nicht. Gleiches gilt für Foren zur Etablierung von Standards und kollektiven Handelns.

Eine Ausnahme bildet ein Abkommen zwischen dem Umweltministerium und 40 algerischen Unternehmen aus Metall-, Elektro-, Zement-, Keramik- und Lebensmittelindustrie, das am 25.07.2007 auf freiwilliger Basis unterzeichnet wurde und ein verstärktes gemeinsames Engagement im Umweltschutz vorsieht.

Einzelne Unternehmen (z.B. Sonatrach) orientieren sich an den zehn Prinzipien des Global Compact. Allerdings gibt es kein Netzwerk vor Ort.

 Chambre Algérienne de Commerce et d’Industrie
 1er novembre – Place des Martyrs
 16003 Alger
 Tel: +213 021 96 77 77 / 021-96 66 66
 Fax: +213 021 96 70 70
 Internet: www.caci.dz

WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT 

Netzwerk vor Ort seit 2000

Ansprechpartner vor Ort 
APEQUE
(Association pour la Promotion de l'Eco- Association pour la Promotion de Efficacité et la Qualité des Entreprises)
Mr.  Bentir Mohamed, Secretary General
Lot El Bina No. 07
Postal address 16320
DELY IBRAHIM
Algiers, Algeria
Tel: +213 021 919 379
Fax: +213 021 919 679
Mobile: +213 061 513 393
E-mail: m_bentir (at) gecos (dot) net

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

Handlungsfelder

Armut

Im Bereich Armut lassen sich für Unternehmen grundsätzlich zahlreiche Handlungsfelder identifizieren. Gesellschaftliches Engagement könnte sich beispielsweise auf die Bereiche Nahrungsmittelversorgung - nicht zuletzt wegen des deutlichen Anstiegs der Preise für Güter des täglichen Bedarfs - Sicherheit, Gesundheit, Grundbildung sowie Aus- und Fortbildung erstrecken.

Es ist üblich, dass Unternehmer im Rahmen der Zakat (Die Zakat bzw. Zakah ist im Islam eine Verpflichtung, die auf den Koran zurückgeht. Dabei wird Muslimen vorgeschrieben, einen bestimmten Anteil ihres Besitzes Armen und Bedürftigen sowie anderen festgelegten sozialen Gruppen zur Verfügung zu stellen) Geld spenden. Diese Mittel werden dann über das Ministerium für religiöse Angelegenheiten an Bedürftige verteilt.  

Eckdaten

  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Gesamt Population: 73,77 Jahre, Männlich: 72,13 Jahre, Weiblich: 75,49 Jahre (2008 est.)
  • Säuglingssterblichkeit: Total: 28,75 Tote/1000 Geburten, Männlich: 31,95 Tote/1000 Geburten, Weiblich: 25,39 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Unterernährung: 96% (2002/04)
  • Zugang zu sauberem Wasser: 85% (2004)
  • Zugang zu sanitären Einrichtungen: 92% (2004)
  • Human Poverty Index: Rang 51 von 108 (2007/2008)
  • Gini Index: 35,3 (1995)
  • Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 25 % (2005 est.)

Der Aspekt Bildung ist dabei sicherlich als einer der grundlegenden Bereiche zu nennen, da ein entsprechendes Bildungsniveau immer auch eine der Hauptvoraussetzungen für die Bekämpfung von Armut und für eine mittel- bis langfristige gesamtgesellschaftliche Entwicklung darstellt. Das algerische Bildungssystem entlässt bis heute eine Flut von Schulabgängern in Ermangelung ausreichender Schlüsselqualifikationen in die Arbeitslosigkeit.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

Algerische Handelskammer
http://algerien.ahk.de

GTZ in Algerien
http://www.gtz.de/de/weltweit/maghreb-naher-osten/672.htm

Konrad-Adenauer-Stiftung
http://www.kas.de

CIM Algerien
http://www.cimonline.de/de/weltweit/377.asp

CARE ist eine gemeinnützige Organisation, deren Mitglieder aus Unternehmerkreisen sich in erster Linie für die Stärkung von Privatinitiativen kleiner und mittelständischer Unternehmen engagieren. Ziele sind die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sowie Erhalt und Schutz der Umwelt. Betont wird ebenfalls die ethische Komponente in der Geschäftspraxis. Zusätzliche Informationen zu CARE unter http://www.care.org/

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Armut

In der Theorie ließe sich aus dem gesellschaftlichen Engagement deutscher Firmen ein Vorteil bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen ableiten. Faktisch sind Erwägungen hinsichtlich CSR jedoch bei der Auftragsvergabe kaum von Bedeutung, so dass sich im Hinblick auf mögliche Chancen mangels relevanter Erfahrungen keine konkreten Aussagen treffen lassen.

Was gesetzliche Erschwernisse betrifft, so ist Art. 28 des Vereinsgesetzes Nr. 90-31 vom 04. Dezember 1990 einschlägig. Dieser besagt, dass sämtliche Spenden ausländischer Herkunft erst nach eingehender Prüfung durch die zuständigen algerischen Behörden an die begünstigten Vereine und Organisationen ausgezahlt werden dürfen.

Unternehmensbeispiele

Ein besonders gutes Beispiel für gesellschaftliches Engagement eines Unternehmens in Algerien ist sicherlich das algerische Staatsunternehmen "Sonatrach". Es unterstützt u.a. ein "Observatoir de l'emploi feminin", dieverse soziale Aktivitäten vor allem im Süden des Landes, eine Kunstgalerie, eine Umweltstifung und vieles mehr.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier; GTZ im Auftrag des BMZ, Bonn.

Bildung

Die Regierung Algeriens steht vor der schwierigen Aufgabe, die Hochschulen des Landes umfassend zu reformieren. Der Schwerpunkt wird dabei auf eine naturwissenschaftliche Ausrichtung gelegt.

Dringende Handlungsfelder für Unternehmen im Bereich Bildung sind Lehrlingsausbildung in technischen und handwerklichen Berufen sowie die post-akademsiche Ausbildung.

Eckdaten

  • Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 5,1% (1999)
  • Schulpflicht: 6 – 16 Jahre
  • Einschulungsquote: 97% der schulpflichtigen Kinder (2004)
  • Alphabetisierung (Definition: ≥ 15jährige können lesen und schreiben): samtbevölkerung: 69,9 %, Männlich: 79,6 %, Weiblich: 60,1 % (2002 est.)
  • HDI Education Index: Rang 104 von 177: 0,711 (1 = max., 0 = keine Bildung)
  • Durchschnittliche Dauer des (Hoch-)Schulbesuchs: Gesamt: 13 Jahre; Männlich: 13 Jahre, Weiblich: 13 Jahre (2005)

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Bildung

In der Theorie ließe sich aus dem gesellschaftlichen Engagement deutscher Firmen ein Vorteil bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen ableiten. Faktisch sind Erwägungen hinsichtlich CSR jedoch bei der Auftragsvergabe kaum von Bedeutung, so dass sich im Hinblick auf mögliche Chancen mangels relevanter Erfahrungen keine konkreten Aussagen treffen lassen. 

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

Algerische Handelskammer
http://algerien.ahk.de

GTZ in Algerien
http://www.gtz.de/de/weltweit/maghreb-naher-osten/672.htm

Konrad-Adenauer-Stiftung
http://www.kas.de

CIM Algerien
http://www.cimonline.de/de/weltweit/377.asp

CARE ist eine gemeinnützige Organisation, deren Mitglieder aus Unternehmerkreisen sich in erster Linie für die Stärkung von Privatinitiativen kleiner und mittelständischer Unternehmen engagieren. Ziele sind die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sowie Erhalt und Schutz der Umwelt. Betont wird ebenfalls die ethische Komponente in der Geschäftspraxis. Zusätzliche Informationen zu CARE erhalten Sie unter http://www.careinternational.org.

Unternehmensbeispiele

Siemens

Siemens fördert ein Projekt post-akademischer Ausbildung: Dabei werden Universitätsabgänger des Ingenieurwesens mit praktischen Fertigkeiten vertraut gemacht, die während des sehr theorielastigen Ingenieurstudiums in Algerien vernachlässigt werden. Absolventen dieses berufsbildenden Programms stellen im Anschluss nicht nur für Siemens, sondern auch für Wettbewerber angesichts des Fachkräftemangels in der algerische Wirtschaft begehrte Arbeitskräfte dar.

Gipswerkes Fleurus

Im Rahmen eines Investitionsprogramms zur Entwicklung des Gipswerkes Fleurus in Oran und zur Errichtung eines Gipsbauplattenwerkes am dortigen Standort hat die Firma Knauf ein Schulungszentrum errichtet (Grundsteinlegung September 2006), in dem Architekten, Ingeniere und Bauarbeiter in der Verarbeitung moderner Bauprodukte ausgebildet werden sollen. Das Schulungszentrum wird mit den Bauuniversitäten des Landes vernetzt. Die an den Universitäten erworbenen theoretischen Kenntnisse sollen durch die praktische Anwendung vertieft und verbessert werden.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

Teilhabe

Insbesondere im Hinblick auf die Integration von Behinderten in Unternehmen lassen sich in Algerien deutliche Defizite erkennen. Die Qualifizierung behinderter Menschen sowie deren Integration in den Arbeitsmarkt obliegt nahezu ausschließlich diversen Nichtregierungsorganisationen. Staatliche Akteure und Unternehmen agieren diesbezüglich zurückhaltend.

Eckdaten

  • Frauenanteil unter den Arbeitnehmern: 32% (1994-2005)
  • Ethnische Gruppen: Arabische Berber 99%, Europäer <1%

Gleiches gilt, wenn auch in geringerem Maße, für die Chancengleichheit von Frauen, deren Integration in die Arbeitswelt grundsätzlich weitgehend sichergestellt ist. Zur Situation ethnischer Minderheiten lassen sich keine verlässlichen Angaben machen.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

Algerische Handelskammer
http://algerien.ahk.de

GTZ in Algerien
http://www.gtz.de/de/weltweit/maghreb-naher-osten/672.htm

Konrad-Adenauer-Stiftung
http://www.kas.de

CIM Algerien
http://www.cimonline.de/de/weltweit/377.asp

CARE ist eine gemeinnützige Organisation, deren Mitglieder aus Unternehmerkreisen sich in erster Linie für die Stärkung von Privatinitiativen kleiner und mittelständischer Unternehmen engagieren. Ziele sind die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sowie Erhalt und Schutz der Umwelt. Betont wird ebenfalls die ethische Komponente in der Geschäftspraxis. Zusätzliche Informationen zu CARE erhalten Sie unter http://www.care.org

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Teilhabe

In der Theorie ließe sich aus dem gesellschaftlichen Engagement deutscher Firmen ein Vorteil bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen ableiten. Faktisch sind Erwägungen hinsichtlich CSR jedoch bei der Auftragsvergabe kaum von Bedeutung, so dass sich im Hinblick auf mögliche Chancen mangels relevanter Erfahrungen keine konkreten Aussagen treffen lassen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

Umwelt

Eckdaten

  • Emission CO2: 0,7% vom Weltgesamtausstoß (2004)
  • Emission CO2 pro Kopf: 5,5 t (2004)
  • Energieverbrauch: 27,52 Millionen  kWh (2005 est.)
  • Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 6,07 km3/Jahr (22%/13%/65%), Pro Kopf: 185 m3/Jahr (2000)
  • Wasser-, Solar-, Wind-, Geothermalengerie: 0,1 % des Primärengerieverbrauchs (2005)

In Algerien hat sich in den vergangenen Jahren in zunehmendem Maße ein Umweltbewusstsein herausgebildet. Dies ist u.a. der Einsicht geschuldet, dass Nordafrika durch zunehmende Wüstenbildung einer der Hauptleidtragenden des Klimawandels sein wird. So wurde beispielsweise im Jahr 2001 ein nationaler Plan zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes aufgelegt. Bei der Umsetzung der sehr ambitionierten Maßnahmen lassen sich jedoch deutliche Defizite ausmachen.

Akteure

Als Akteure kommen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, AFD, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände (z.B. Forum de Chefs d’Entreprises), Gewerkschaften (UGTA), zuständige Ministerien und politische Stiftungen (Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

  • GTZ-Umweltprogramm
    Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
    13, rue Guerouard El Mouradia
    Algier
    Tel.: 00213-21-69 15 33
    Fax: 00213-21-60 40 39
    E-Mail: gtz-algerie (at) gtz (dot) de
  • Umweltministerium
    Ministère de l’Aménagement du Territoire, de l’Environnement et du Tourisme
    Rue des 4 Canons Alger
    Tel. 021 43 28 44 à 99
    Fax : 021 43 28 61, 021 43 28 12
    Internet: www.matet.dz
  • REME
    (gegründet 2004) ist ein Netzwerk tunesischer, marokkanischer und algerischer Unternehmen aus dem Privatsektor, das die Konkurrenzfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen aus der Region unter Berücksichtigung zugrunde liegender Qualitäts- und Umweltstandards stärken will. REME liefert Wirtschaftsinformationen grundsätzlicher Art und bietet Schulungsmaßnahmen an. Darüber hinaus versucht REME, den einschlägigen Unternehmen Zugang zu zusätzlichen Mitteln zu verschaffen. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte des Netzwerks liegt, wie der Name bereits andeutet, auf der umweltverträglichen Ausgestaltung der regionalen Wirtschaft. Algerische Partner sind die Handelskammer sowie die Ministerien für Umwelt und Industrie. Auf internationale Ebene arbeitet REME u.a. mit der EU, der Union Méditerranéenne des Confédérations d’Entreprises (UMCE), der GTZ und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zusammen. Zusätzliche Informationen zu REME unter www.reme.info.
  • CARE ist eine gemeinnützige Organisation, deren Mitglieder aus Unternehmerkreisen sich in erster Linie für die Stärkung von Privatinitiativen kleiner und mittelständischer Unternehmen engagieren. Ziele sind die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sowie Erhalt und Schutz der Umwelt. Betont wird ebenfalls die ethische Komponente in der Geschäftspraxis. Zusätzliche Informationen zu CARE erhalten Sie unter http://www.care.org

Unternehmen werden bislang vom Staat nicht in die Pflicht genommen, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Entsprechend umfangreich sind die möglichen Handlungsfelder für deutsche Unternehmen im Bereich Umwelt.

Als Beispiel für die staatliche Unterstützung von Unternehmen bei der Umsetzung ihres gesellschaftlichen Engagement ist lediglich das Abkommen vom 25.07.2008 zwischen dem Umweltministerium und 40 algerischen Unternehmen zu nennen. Die Unterstützung seitens des Umweltministeriums ist jedoch in seiner Rolle als zuständiges Fachministerium begründet und dient aus diesem Grunde nur bedingt als Beispiel für eine grundsätzliche Unterstützung bei der Wahrnehmung von gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen.

Unternehmensbeispiele

Erwähnenswert ist das GTZ-Umweltprogramm sowie das Public-Private Partnership Projekt GTZ/RedMed (Dienstleistungsfirma) im Bereich Umwelt- und Arbeitsschutz im Umwelt der Ölförderung in Hassi Messaoud.

Siemens Algerien

Als Beispiel für gelungenes deutsches Engagement im Bereich Umwelt ist Siemens Algerien zu nennen. Wie viele andere algerische Tochterfirmen multinationaler Konzerne erfüllt Siemens Algerien im Rahmen der internationalen CSR Initiative Global Compact die CSR-Vorgaben der Konzernzentrale. So übernimmt das Unternehmen seit Mai 2007 Verantwortung für seine Zuliefererkette, indem von Lieferanten die Einhaltung interner und Global Compact konformer Verhaltensgrundregeln gefordert wird. Auch wird von allen Siemens Tochterfirmen gefordert, eine Verbesserung von Kohlendioxid-, Abfall- und Wassereffizienz zu erreichen und die Energieeffizienz in 5 Jahren um 20% zu steigern. 

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Umwelt

In der Theorie ließe sich aus dem gesellschaftlichen Engagement deutscher Firmen ein Vorteil bei der Vergabe von staatlichen Aufträgen ableiten. Faktisch sind Erwägungen hinsichtlich CSR jedoch bei der Auftragsvergabe kaum von Bedeutung, so dass sich im Hinblick auf mögliche Chancen mangels relevanter Erfahrungen keine konkreten Aussagen treffen lassen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Algier

Daten & Fakten

Land: Demokratische Volksrepublik Algerien
Hauptstadt: Algier
Fläche: 2,38 Mio. km²
Bevölkerung: 32 Mio.
Wirtschaftssystem: Staatswirtschaft mit marktwirtschaftlichen Komponenten
Politisches System: Präsidialrepublik
Arbeitslosenquote: 13 % (2007 est.)
Inflationsrate (CPIX): 3,7 % (2007 est.)
BIP: 171,3 Mrd. USD (2007 est.) = 122,85 Mio. Euro
BIP/Kopf: 6.500 USD (PPP, 2007 est.) = 5146,07 Euro
Religionen: Islam, sunnitisch (Staatsreligion), unter 3 % Christen
HDI: Rang 104 von 177 (2007/2008)
CPI: Rang 99 von 179 (2007)
BTI: Status Index: Rang 84 von 125, Management Index: Rang 97 von 125 (2008)