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China

CSR-Stellenwert

In China wird das Thema "Corporate Social Responsibility“ (CSR) zunehmend thematisiert. Bisher spielt CSR für die große Masse insbesondere privater chinesischer Unternehmen allerdings nur eine marginale Rolle. In staatlichen Großunternehmen und auch bei Unternehmen, die im Inland Investionen tätigen, wird jedoch künftig wachsendes Engagement erwartet, was zu einer Signalwirkung auch bei kleineren und mittleren Unternehmen führen dürfte.

Ausländische Unternehmen sind traditionell in diesem Bereich stark aufgestellt und engagieren sich vermehrt in Umweltschutz- und Arbeitsschutzprojekten. Zumeist orientieren sich diese Unternehmen auch in China an ihren firmeneigenen Standards.
Im direkten Wettbewerb in- und ausländischer Privatunternehmen wird die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung langsam als ein Mittel des Marketings und der Produktausgestaltung entdeckt und trifft bei der wachsenden kaufkräftigen Mittelschicht zunehmend auf Anklang.

Medien greifen das Thema CSR nur gering auf. Im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Sichuan im Frühjahr 2008 wurde jedoch deutlich, dass das gesellschaftliche Engagement von inländischen und ausländischen Unternehmen geschätzt und auch gewürdigt wird.

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

CSR-Verständnis

Nachdem sich in den achtziger und neunziger Jahren die chinesische Regierung bei ihrer Reform- und Öffnungspolitik nicht mit dem Thema CSR beschäftigte, herrschte bis vor Kurzem eine eher skeptische Haltung vor. Das Thema CSR wurde von den chinesischen Behörden als eine Belastung wahrgenommen, mit dem chinesische Unternehmen, die auf diesem Gebiet über keinerlei Expertise verfügten, von den ausländischen Unternehmen ausgeschlossen werden sollten. Insofern wurde das Thema weder von Politik noch von der chinesischen Gesellschaft forciert.

Im Rahmen der Diskussion über den Aufbau einer harmonischen Gesellschaft wird CSR als eine Konkretisierung dieses Konzepts von staatlichen Stellen nun befürwortet. Jedoch wird bislang weniger die moralische Verpflichtung der Unternehmen in den Vordergrund gerückt. Abgestellt wird vielmehr auf wirtschaftliche Anreize und damit verbundene positive Effekte im sozialen und gesellschaftlichen Bereich.

Sowohl internationale Organisationen als auch Mittler spielen eine herausragende Rolle zur Förderung von CSR in China. Durch Informationsveranstaltungen, Trainingsprogramme und Fortbildungen tragen Mittlerorganisationen wie die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), Handelskammern und Stiftungen zur Förderung und zum Verständnis von CSR bei.

Die deutsche Bundesregierung fördert im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit mit China das "Chinesisch-Deutsche Projekt zu Corporate Social Responsibility (CSR, sozial, ökologisch un politisch verantwortungsvolle Unternehmensführung)". Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt mit einer Reihe von Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PPP) und CSR-Aktivitäten von Unternehmen. Mehr Informationen hier.

Auch für die Deutsche Botschaft ist das Thema ein zentraler Ansatzpunkt der eigenen Arbeit. Im Jahr 2007 fand in Peking ein Seminar statt, bei dem die Deutsche Handelskammer und die Hochschule Bremen eine wissenschaftliche Studie "Beyond Everyday Business - Corporate Social Responsibility - Survey of German Enterprises in China" vorstellten. Ferner hat die Botschaft im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine öffentlichkeitswirksame Kampagne "We're a Chinese company, too" initiiert, bei der das Thema CSR im Mittelpunkt stand.

Diverse Verbände in China beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema CSR. Beispielhaft seien hier CEEC (China Enterprise Evaluation Center), CFCSR (China Federation of CSR) und CCC (China Corporate Citizenship) genannt.

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Erwartung an Unternehmen

Die Erwartungen der chinesischen Regierung an deutsche Unternehmen sind schwer feststellbar. Chinesische Regierung, Öffentlichkeit und Medien stellen allerdings hohe Erwartungen bezüglich Sozial- und Umweltstandards an ausländische Unternehmen. Es ist ein zunehmendes Interesse an dem Thema CSR zu erkennen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Rahmenbedingungen

Umsetzung übergeordneter Referenztexte

ILO-Kernarbeitsnormen

China hat den UN-Wirtschafts- und Sozialpakt ratifiziert, zu Artikel 8 Abs.1 (a), der das Streikrecht und das Recht auf Bildung freier Gewerkschaften beinhaltet, aber einen Vorbehalt eingelegt.

Die ILO-Konventionen 87 und 98 zur Vereinigungsfreiheit und zum Recht auf Kollektiv-/Tarifverhandlungen hat die VR China nicht ratifiziert. Die Konventionen 138 und 182, die das Verbot und die Abschaffung der Kinderarbeit betreffen, hat China ratifiziert. Kinderarbeit ist aber immer wieder Gegenstand von Berichten in chinesischen Medien und spielt vor allem im ländlichen Bereich eine substantielle Rolle, wo es oft an materiellen Ressourcen für eine adäquate Schul- und Ausbildung der Kinder fehlt.

Die Konventionen zum Verbot der Zwangsarbeit (29 und 105) hat China nicht ratifiziert. Zwangsarbeit in Gestalt von Gefängnisarbeit und Umerziehung durch Arbeit ist staatlich legitimiert, Frauen- und Kinderhandel zum Zwecke von Zwangsarbeit und Zwangsprostitution sind ein auf Provinzebene verbreitetes und in den chinesischen Medien regelmäßig thematisiertes Problem. Die ILO-Konventionen 100 und 111 zum Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf wurden von China ratifiziert und auch gesetzlich flankiert, allerdings je nach Region und Wirtschaftsbereich mit erheblichen Differenzen zwischen Recht und Praxis.

Initiativen der Wirtschaft

GLOBAL COMPACT - Netzwerk vorhanden

Kontakte:
China Enterprise Confederation CEC
Chen Ying (Ms)
chenying (at) cec-ceda.org (dot) cn
http://www.cec-ceda.org.cn
http://www.cec-ceda.org.cn/english_version/  
All China Federation of Industry and Commerce
China Society for the Promotion of the Guangcai Programme
Hao Chen (Mr)
gco3 (at) 263 (dot) net
http://www.cspgp.org.cn/13_English/4.htm

UN / UNDP
Luan Liying (Ms)
liying.luan (at) undp (dot) org

GC Office Country Coordinator
Mr. Fred Dubee
dubee (at) un (dot) org
Ms. Meng Liu
lium (at) un (dot) org
+1 917 367-2186

WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT 

Netzwerk seit 2004 vorhanden

Ansprechpartner vor Ort 
ZHAI Qi , Executive Director
Ji Qing, Project Dept Manager
China Business Council for Sustainable Development
A6 Huixin East St. Chaoyang District,
100029 Beijing, China
Tel: +86 10 64990660
Fax: +86 10 84643582, 84645727
E-mail: info (at) cbcsd.org (dot) cn
Website: www.cbcsd.org.cn

Handlungsfelder

Armut

Link zum CSR WeltWeit-Dossier "Entwicklungsgeschäfte"

Mehr als 30 Jahre marktwirtschaftliche Reformen haben China stark verändert. Die rasche Industrialisierung hat den Lebensstandard gehoben, gut ausgebaute Straßennetze haben die Infrastruktur verbessert. Trotz der wirtschaftlichen Erfolge leben weiterhin vier von fünf Chinesen von weniger als 3.000 Dollar im Jahr (gemessen in Kaufkraft).
Die Regierung hat verschiedene staatliche Maßnahmen zur Armutsbekämpfung initiiert: Das Wirtschaftswachstum im Inland wird durch regionale Förderprogramme angeregt, und Konsum-Förderprogramme gewähren Bauern 10 bis 50 Prozent Rabatte auf Autos und elektrische Geräte. Die Abschaffung der Agrarsteuer 2006 verbesserte die Einkommenssituation der Bauern.
Die Kluft zwischen Stadt und Land ist eines der größten Hindernisse für eine ausgewogene Entwicklung der Volkswirtschaft. 560 Millionen Chinesen leben in der Stadt und 750 Millionen auf dem Land. In den Städten besuchen dreimal so viele Kinder weiterführende Schulen wie auf dem Land, beim Universitätsbesuch beträgt diese Quote sogar das 68-fache. 300 Millionen Chinesen auf dem Land haben kein sauberes Trinkwasser, das genossenschaftliche Gesundheitssystem versorgt nur rund 25 Prozent der ländlichen Gebiete.

Eckdaten

  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Gesamt Population: 73,18 Jahre; Männlich: 71,37 Jahre: Weiblich: 75,18 Jahre (2008 est.)
  • Säuglingssterblichkeit: Total: 21,16 Tote/1000 Geburten; Männlich:. 19,43 Tote/1000 Geburten, Weiblich:. 23,08 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Unterernährung: 12% (2002/04)
  • Zugang zu sauberem Wasser: 77% (2004)
  • Zugang zu sanitären Einrichtungen: 44% (2004)
  • Human Poverty Index: Rank 29 von 108 (2007/2008)
  • Gini Index: 47 (2007)
  • Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 8 %; 21,5 Millionen der Landbevölkerung leben unter der offiziellen “absoluten Armutsgrenze” (von ca. 90 USD/63 Euro pro Jahr); weitere 35,5 Millionen der Landbevölkerung sind Geringverdiener (ca. 125 USD/88 Euro pro Jahr) (2006 est.)

Finanzielle Unterstützung von Projekten und Spenden an nationale und internationale NGOs, die sich mit Armutsbekämpfung befassen, ist eine Möglichkeit, sich zu engagieren. Dabei verdienen auch sog. Mikrofinanzierungen von Kleinstprojekten, die Kommunen und Dörfern unmittelbar zugute kommen, Aufmerksamkeit. Unterstützung von akademischem Studien und Bildungsprogrammen helfen eine Wissensbasis für langfristige Projekte der Armutsbekämpfung zu schaffen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit bezüglich der zukünftigen Herausforderungen zu schärfen. Sog. “Multistakeholder Partnerships”, also Projekte, die zusammen mit Gemeinden zur Verbesserung von Bildung, Gesundheit und Entwicklung von Kindern umgesetzt werden, sind ebenfalls nötig. Als Folge der Erdbeben in Sichuan im Mai 2008 besteht erhöhter Bedarf an Wiederaufbaumaßnahmen von Häusern und Schulen, Bildung und Armutsbekämpfung.
Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Armut
Unternehmen ihr “Sozialkapital” und Einfluss innerhalb ihrer Lieferkette nutzen, um bei ihren Lieferanten Einkommensunterschiede, Wohnungsnot und andere armutsrelevanten Probleme zu lindern. Während die chinesische Regierung weiterhin verstärkt Beiträge aus dem privaten Sektor zur sozialen Entwicklung begrüßt, müssen Unternehmen vorsichtig sein, ihre „soziale Lizenz“ nicht zu überschreiten. Unternehmen sollten jedes Projekt individuell betrachten und sich an Kooperationsabkommen halten.
Für deutsche Unternehmen bieten sich auch Verkaufschancen, die gleichzeitig eine armutsbekämpfende Wirkung haben: Durch die rasche Industrialisierung sowie den Anstieg des individuellen Lebensstandards steigen der Energiebedarf und die Umweltverschmutzung in China ständig an. China ist zweitgrößter Emittent von Treibhausgasen, das Wasser in vielen Flüssen ist untrinkbar, die Böden sind ausgelaugt. Gerade die Kleinbauern haben mit diesen Folgen zu kämpfen. Hier bieten sich Ansatzpunkte für Projekte und den Verkauf von umweltfreundlichen Technologien
Mehrere hundert Millionen Kleinbauern können Lebensmittelproduzenten als breite Lieferquelle dienen. Alle Dienstleistungen und Produkte, die die Produktivität der Bauern erhöhen, wie die Bereitstellung von Informationsdiensten oder robustem Saatgut, treffen auf einen großen Markt.

Akteure

  • State Council Leading Group of Poverty Alleviation and Development (Staatliche Entwicklungshilfe-Organisation, gegründet 1986): Erstellen von Studien und Richtlinien sowie Projektumsetzung und Politikberatung für Bildung, Frauen und Kinder.
    http://en.cpad.gov.cn/
  • Mercy Corps (NGO/Internationale Stiftung für humanitäre Hilfe und Entwicklung): Aktiv in zivilgesellschaftlichen Projekten zur Stärkung lokaler NGOs und als Bindeglied zwischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Behörden. Projekte in den Bereichen Nothilfe, wirtschaftliche Entwicklung, Zivilgesellschaft und Frauen.
    http://www.mercycorps.org/chinaearthquake/
  • The China Foundation for Poverty Alleviation (CFPA; NGO/ gemeinnützige Stiftung, gegründet 1989, Chinas größte und bekannteste gemeinnützige Organisation): Projekte zur Kapazitätsbildung, Einkommenssteigerung und nachhaltigen Entwicklung sowie in den Bereichen Community Development,  Nothilfe, Bildung, Gesundheit und Ernährung, IT und Obdachlosigkeit.
    http://www.fupin.org.cn/en/index.asp
  • UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen; gegründet 1946, seit 25 Jahren Zusammenarbeit mit chinesischer Regierung): Hilft Kindern und Müttern in Entwicklungsländern und Krisengebieten, sorgt für Bildung, medizinische Versorgung, Trinkwasser und Ernährung. Schutz der Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch.
    http://www.unicef.org/china/
  • Peking University (Forschungs- und Bildungseinrichtung seit 1898): Gibt Seminare und erstellt Studien im Bereich CSR.
    http://en.pku.edu.cn/
  • Plan International (NGO): setzt sich für die Rechte von Kindern ein. Unterstützt Projekte in den Bereichen Öko-Tourismus, Bewusstseinsbildung, IT, Lernzentren, Wasser, Hygiene sowie Schulen.
    http://www.plan-international.org/wherewework/asia/china/
  • China Association of Microfinance (CAM; Kooperative): Aktiv in der Mittelbeschaffung und Stärkung von Institutionen der Mikrofinanzierung; CAM besteht aus nationalen MFIs (Microfinance Institutions), nationalen und internationalen Institutionen sowie Individuen; Unterstützt Finanzierung, CSR Investitionen und Philanthropie.
    http://www.chinamfi.net/en/index.asp
  • International Poverty Reduction Centre in China (IPRCC)
    http://www.iprcc.org.cn/subject.php/en/9

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Armut

Unternehmen ihr “Sozialkapital” und Einfluss innerhalb ihrer Lieferkette nutzen, um bei ihren Lieferanten Einkommensunterschiede, Wohnungsnot und andere armutsrelevanten Probleme zu lindern. Während die chinesische Regierung weiterhin verstärkt Beiträge aus dem privaten Sektor zur sozialen Entwicklung begrüßt, müssen Unternehmen vorsichtig sein, ihre „soziale Lizenz“ nicht zu überschreiten. Unternehmen sollten jedes Projekt individuell betrachten und sich an Kooperationsabkommen halten.
Für deutsche Unternehmen bieten sich auch Verkaufschancen, die gleichzeitig eine armutsbekämpfende Wirkung haben: Durch die rasche Industrialisierung sowie den Anstieg des individuellen Lebensstandards steigen der Energiebedarf und die Umweltverschmutzung in China ständig an. China ist zweitgrößter Emittent von Treibhausgasen, das Wasser in vielen Flüssen ist untrinkbar, die Böden sind ausgelaugt. Gerade die Kleinbauern haben mit diesen Folgen zu kämpfen. Hier bieten sich Ansatzpunkte für Projekte und den Verkauf von umweltfreundlichen Technologien
Mehrere hundert Millionen Kleinbauern können Lebensmittelproduzenten als breite Lieferquelle dienen. Alle Dienstleistungen und Produkte, die die Produktivität der Bauern erhöhen, wie die Bereitstellung von Informationsdiensten oder robustem Saatgut, treffen auf einen großen Markt.

 

Unternehmensbeispiele

Bayer

Bayer fördert seit 2003 zusammen mit Mercy Corps, der China Foundation for Poverty Alleviation und anderen Unternehmen, Mikrofinanzierungen und Ausbildungsmaßnahmen für Landwirte in den Provinzen Fujian and Guizhou im Bereich Pflanzenschutz. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung des Lebensstandards.

FAW-VW Audi

2006 hat FAW-VW Audi zusammen mit UNICEF das „Driving Dreams“ Projekt ins Leben gerufen, dass Kinder und Jugendliche in den ärmeren Regionen im Westen Chinas langfristig unterstützt (bisher mit ca. 7 Mio. RMB). Angesichts des Erdbebens in Sichuan wurde das Projekt um einen “Special Relief Fund” für betroffene Kinder erweitert.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist in Kooperation mit der Peking University auf dem Gebiet der Armutsforschung aktiv.

TUI

TUI unterstützt über die Hapag-Lloyd Foundation “Plan International”  Kinder in China. Das Projekt bindet Mitarbeiter der Hapag-Lloyd Gruppe ein. Monatliche Zahlungen finanzieren „community projects“ wie Schulen, Brunnen und Krankenhäuser.

Siemens Ltd., China

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Disaster Relief

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Employee Volunteering

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Public Welfare

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Health Care

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Generation21 - Discovery Box / Education & Training 

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas

Bertelsmann AG

CSR WeltWeit-Fallstudie: Bertelsmann unterstützt Plan International beim Wiederaufbau chinesischer Schulen

 

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Bildung

Eckdaten

  • Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 1,9% (1999)
  • Schulpflicht 6 – 14 Jahre
  • Alphabetisierung (Definition: ≥ 15jährige können lesen und schreiben): Gesamtbevölkerung: 90,9 %; Männlich: 95,1 %; Weiblich: 86,5% (2000 census)
  • HDI Education Index: Rang 81 von 177: 0,837 (1 = max., 0 = keine Bildung)
  • Durchschnittliche Dauer des (Hoch-)Schulbesuchs: Gesamt: 11 Jahre; Männlich: 11 Jahre: Weiblich: 11 Jahre (2006)

Gerade in den westlichen Teilen Chinas ist der Zugang zu Bildungseinrichtungen nicht durchweg gewährleistet. Die chinesische Regierung ist zwar bemüht die Bildungsmöglichkeiten in den benachteiligten Gegenden zu verbessern, Handlungsbedarf besteht jedoch noch immer. Deutsche Unternehmen können dazu beitragen, Schülern eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen. Durch finanzielle Unterstützung und Stipendien kann guten Schülern der Universitätsbesuch ermöglicht werden.

Akteure

  • China Business Council for Sustainable Development (CBCSD, NGO; Gründung im Jahr 2003 von China Enterprise Confederation (CEC), World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und renommierten Unternehmen): Fördert den Informations- und Meinungsaustausch zwischen Unternehmen, Regierung und interessierten Organisationen;  Projekte in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, Lieferkette und Sozialstandards (Arbeitnehmerschutz)
    http://english.cbcsd.org.cn/
  • Chinese Academy of Sciences (at Beijing University; Führende Universität und Forschungsstätte im Bereich Naturwissenschaften und High-Tech-Innovation): Fördert den internationalen wissenschaftlichen Austausch und Zusammenarbeit mit anderen naturwissenschaftlichen und technischen Institutionen sowie die Zusammenarbeit mit Unternehmen im Rahmen von Workshops, Trainings und Seminare
    http://english.cas.ac.cn/
  • Shanghai Petrochemical Academy (Gründung 1978); Technische Ausbildung in Kooperation mit Bayer
    http://www.chemie.de/news/d/?ps=Shanghai+Petrochemical&didsearch=1&defop=and&wild=yes&d=none&dienst=news
  • UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen; gegründet 1946, seit 25 Jahren Zusammenarbeit mit chinesischer Regierung): Hilft Kindern und Müttern in Entwicklungsländern und Krisengebieten, sorgt für Bildung, medizinische Versorgung, Trinkwasser und Ernährung. Schutz der Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch.
    http://www.unicef.org/china/
  • China Association for NGO Cooperation (CANGO, Gründung 1992): Gemeinnütziger Verband für chinesische Nichtregierungsorganisationen mit über 100 Mitgliedsorganisationen landesweit; versteht sich als Mittlerorganisation zwischen internationalen und chinesischen Organisationen mit dem Ziel der Zivilgesellschaftsförderung in China; Projekte in den Bereichen: Kapazitätsentwicklung für NGOs, CSR, Armutsbekämpfung, Umwelt- und Klimaschutz, ländliche Entwicklung.
    http://www.cango.org/english/
  • China Corporate Citizenship Committee (NGO; Gründung 2003 von namhaften Unternehmen): landesweit tätige, vom Innenministerium anerkannte NGO im Bereich CSR; Projekte in den Bereichen Anti-Korruption & Transparenz, Bildung, Umwelt, Finanzen, Gesundheit & Sicherheit, Philanthropie, Arbeitnehmerschutz sowie Frauen & Kinder.

Großer Bedarf an Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten besteht auch innerhalb der chinesischen Unternehmen. Gerade wenn diese Unternehmen als Zulieferer oder Handelspartner für deutsche Unternehmen fungieren, sollte auf Fortbildungsmöglichkeiten und gute Arbeitsbedingungen sowie ökologische und soziale Verantwortung hingearbeitet werden.

Unternehmensbeispiele

Viele deutsche Unternehmen vergeben Stipendien für Schüler und Studenten oder stellen finanzielle Mittel für Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen zur Verfügung.

Besonders erwähnt werden muss an dieser Stelle das Projekt „Schulbauinitiative in Sichuan“,  bei dem die deutsche Regierung und namhafte deutsche Firmen im Erdbebengebiet 8 Schulen auf- und ausbauen.

Siemens Ltd., China

Siemens China unterstützt seit 2008 die Pekinger Universitäten. U.a. hat Siemens 40 Studenten der Pekinger Sport-Universität ein Stipendium gewährleistet. Im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Sichuan hat Siemens zudem eine Spendenvereinbarung mit dem Mianyang Education Bureau getroffen, nach der Siemens die Ausbildung von 20 verwaisten Schülern finanziert (Spendenvolumen: 1 Mio. RMB = 115 200 Euro). Außerdem hat Siemens der Chengdu Paotongshu Grundschule 100 sogenannte „Discovery Boxes“ gestiftet, um das Interesse der Kinder an Wissenschaft und Bildung zu wecken.   

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Generation21 - Discovery Box / Education & Training (Englisch)

CSR WeltWeit-Fallstudie: Discovery Box - Experimentierkasten für die Vorschule (Deutsch)

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Employee Volunteering

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Public Welfare

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Health Care

BMW

BMW gründete das Langzeitprogramm "BMW Children's Traffic Safety Education", durch das bisher mehr als 2000 Kinder im Alter von vier und sechs Jahren in verschiedenen Städten den sicheren Umgang im Straßenverkehr erlernen konnten.

BASF

BASF initiierte das “1+3” SME CSR Projekt. Mit Hilfe dieses Projektes werden anderen Unternehmen die Grundlagen und Grundsätze von CSR vermittelt und damit die Anerkennung von CSR gefördert. Zudem unterstützt BASF Bildung, Kunst und Wissenschaft durch die Bereitstellung des „Kid´s Lab“: Mehr als 74.000 Schüler in China haben das erste interaktive chemische Labor für Kinder sowie andere Leistungen erhalten. 

Bayer

Bayer pflegt eine dauerhafte Vereinbarung mit der Chinese Academy of Sciences der Pekinger Universität durch die 20 Chemiestudenten der Akademie Stipendien erhalten. Bayer arbeitet zudem mit der Shanghai Petrochemical Academy zusammen und bildet dort Techniker im Chemiebereich aus. 36 Schüler der “Bayer SPA Class” nehmen an den Trainingskursen teil, arbeiten in einem “Trainingsstandort” und absolvieren ein 12-wöchiges Praktikum am Bayer-Standort Shanghai. Darüberhinaus ist Bayer an diversen Stiftungen für Bildung und wissenschaftliche Forschung beteiligt.

Audi

Das Audi “Driving Dreams” Projekt, das Audi in Zusammenarbeit mit UNICEF organisiert, hilft obdachlosen Kindern bzw. Schulabbrechern in den ärmeren Gegenden Chinas.
Von 2006 bis 2010 stattet Audi 140 “Village Knowledge and Information Centers” in 10 Provinzen mit Computern, Digitalkameras und Sportmöglichkeiten aus. Jedes Jahr stellt Audi mindestens 100.000 USD (= 79 397 Euro) für Bildungszentren zur Verfügung und ermöglicht damit ca. 30.000 Schülern bessere Lernbedingungen. Zudem klärt Audi dort über AIDS, Drogen und andere gesellschaftliche Faktoren auf.

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas

Bertelsmann AG

CSR WeltWeit-Fallstudie: Bertelsmann unterstützt Plan International beim Wiederaufbau chinesischer Schulen

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Bildung

Deutsche Unternehmen engagieren sich in einer Fülle von Bildungsprojekten, die zur Entwicklung von Kindern und besser ausgebildeten Arbeitskräften beitragen. Dies hat zu einem guten Verhältnis mit  lokalen Akteuren und höherer Projektaufnahmefähigkeit von Gemeinden geführt. Bildung reduziert Armut und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, die mit einer wachsenden Mittelschicht zu besseren Absatzchancen in der Zukunft  führt.

Risiken bestehen in unterschiedlichen Bildungsansätzen, die kulturell bedingt sind. Hier ist es wichtig die “soziale Lizenz” nicht zu überschreiten. Unternehmen sollten jedes Projekt individuell betrachten und sich an Kooperationsabkommen halten.

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Gesundheit

Eckdaten

  • Öffentliche Gesundheitsausgaben (Anteil am BIP): 1,8% (2004)
  • Medizinische Versorgung: 106 Ärzte pro 100 000 Einwohner (2000- 2004)
  • Säuglingssterblichkeit: Total: 21,16 Tote/1000 Geburten;männlich:. 19,43 Tote/1000 Geburten; Weiblich:. 23,08 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Müttersterblichkeit: 51 Tote/100 000 Geburten (1990-2004)
  • Kinderunterernährung: 8% der unter 5jährigen (1996- 2005)
  • HIV/AIDS Prevalence Rate (>15 Jahre): 0,1 % (2003)
  • HIV/AIDS Erkrankte: 840 000Erkrankte (2003 est.)
  • HIV/AIDS Tote: 44 000 (2003 est.)
  • Lebenserwartung: Gesamt Population: 73,18 Jahre; Männlich: 71,37 Jahre ; Weiblich: 75,18 Jahre (2008 est.)

China hat seit seiner Öffnung in den späten 1970ern große Fortschritte im Gesundheitssektor gemacht. Gerade in ländlichen Gegenden sind dennoch Hilfsmaßnahmen notwendig. Aufgrund von Armut und Arbeitslosigkeit ist der Zugang zu medizinischer Versorgung nicht immer gewährleistet. Die medizinische Ausstattung ist oft minderwertig oder verbesserungswürdig. Zudem werden Fortbildungsangebote im Gesundheitsbereich benötigt. Ferner werden Programme, die über Gesundheitsrisiken (AIDS etc.) oder gesunde Arbeitsbedingungen aufklären, benötigt.

Akteure

  • Chinese Ministry of Health: Koordiniert und reglementiert Gesundheitssektor. Arbeitet mit nationalen und internationalen Institutionen zusammen. Projekte in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Arbeitsschutzbestimmungen, Frauen und Kinder.
    http://www.gov.cn/english/2005-10/09/content_75326.htm
  • Red Cross Society of China (RCSC; Humanitäre Hilfsorganisation gegründet 1904): Einzige nationale Vereinigung des Roten Kreuzes in China; Aktiv in den Bereichen Katastrophenhilfe, Gesundheit, Blutspende, Gemeinschaftsservice und organisatorische Entwicklung. 
    http://www.redcross.org.cn/ywzd/
  • Lifeline Express: Der Lifeline Express ist ein medizinisch voll ausgestatteter Zug, in dem Augenkrankheiten, insbesondere in ländlichen Regionen, kostenlos behandelt werden.
    http://www.merinews.com/catFull.jsp?articleID=123984&catID=9&category=Potpourri
  • The National Press Foundation: Stiftung mit dem Ziel der Ausbildung von Journalisten. Seit 1976 hat die National Press Foundation mehr als 5.000 Reporter und Redakteure aus- bzw. weitergebildet.
    http://www.nationalpress.org/
  • Marie Stopes International (Gemeinnützige Organisation): Marie Stopes International ist eine gemeinnützige Organisation, die sich mit dem Thema Sex und Familienplanung beschäftigt. Projekte in den Bereichen Familienplanung, Unterstützung von Familien.
    http://www.mariestopes.org.uk/Home.aspx

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Gesundheit

Deutsche Unternehmen können indirekt den Gesundheitsbereich beeinflussen, indem sie ihre Mitarbeiter schulen und z.B. Aufklärungsveranstaltungen zum Thema HIV/AIDS durchführen. Dadurch können gesundheitliche Probleme und damit verbundene Kosten reduziert werden. Zudem können deutsche Unternehmen andere Organisationen bei ihrer Tätigkeit unterstützen oder finanzielle Hilfe in Katastrophenfällen leisten. Partnerschaften mit lokalen Gesundheitsorganisationen legitimieren Projekte in der Öffentlichkeit und können kulturellen Missverständnissen bezüglich dem Verständnis medizinischer Versorgung vorbeugen.

Unternehmensbeispiele

Siemens Ltd., China

2007 startete Siemens ein 5-Jahres-Gesundheitsprogramm mit einem Investitionsvolumen von 10 Mio. USD (= 7,9 Mio. Euro). Mit Hilfe dieses Programms – das vom chinesischen Gesundheitsministerium unterstützt wird – soll die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten verbessert werden.

Zudem hat Siemens dem Wuxi Red Cross ein mobiles Wasseraufbereitungssystem im Wert von 1 Mio. RMB (= 115 200 Euro) gestiftet. Seit 1987 hilft das Unternehmen zusammen mit chinesischen Partnern Hörgeschädigten. Mehr als 40.000 Hörgeschädigte konnten bisher von den medizinischen Maßnahmen und den teilweise kostenlosen Hörhilfen profitieren.  Im Zusammenhang mit dem Erdbeben im Mai installierte Siemens ein Tele-Diagnose-System, um für Verletzte vor Ort Soforthilfe leisten zu können. Ferner hat das Unternehmen 2 Mio. RMB (= 230 400 Euro) und medizinische Ausstattung im Wert von 4 Mio. RMB (= 460 800 Euro) gespendet.

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Disaster Relief

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Employee Volunteering

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Public Welfare

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Health Care

CSR WeltWeit-Fallstudie: Safe Water Kiosk – mobile Filteranlagen für eine nachhaltige Wasserversorgung

Bayer AG

2004 führte Bayer das "Tsinghua-Bayer Public Health and HIV/AIDS Media Studies Program” ein, um mit Hilfe der Medien für Verständnis zu werben und die Diskriminierung Infizierter zu verhindern.

Adidas AG

Adidas wird 2008 ein neues “HIV-AIDS and reproductive health programme” in der  Guangdong Provinz lancieren.

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas

Bertelsmann AG

CSR WeltWeit-Fallstudie: Bertelsmann unterstützt Plan International beim Wiederaufbau chinesischer Schulen 

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Politische Mitwirkung

Im Zuge der marktwirtschaftlichen Öffnung gibt es vermehrt Kooperationen zwischen deutschen Unternehmen und chinesischen Ministerien und Provinzregierungen.
Bei Projekten, die zur Entwicklung des Landes beitragen oder die den Lebensstandard in China verbessern, arbeitet die chinesische Regierung gerne und bereitwillig mit deutschen Unternehmen zusammen.

Eckdaten

  • Wahlrecht: 18 Jahre; universell
  • Rangliste der Pressefreiheit: Rang 163 von 169 (2007)

Wenn die Zusammenarbeit erfolgreich verläuft, besteht die Möglichkeit, dass die Verbesserungsvorschläge der Unternehmen in dem jeweiligen Bereich zukünftige Gesetze und Vorschriften beeinflussen. Einige deutsche Unternehmen haben dadurch wesentlich zur Verbesserung der sozialen Stabilität und des Lebensstandards beigetragen. “Round-Table”-Gespräche sind eine hervorragende Möglichkeit, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu erörtern.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM, etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ
http://www.gtz.de/de/weltweit/asien-pazifik/606.htm

CIM China
http://www.cimonline.de/de/weltweit/313.asp

Deutsche Handelskammer in China
http://china.ahk.de/

Auslandsbüro China Konrad Adenauer Stiftung
http://www.kas.de/proj/home/home/37/1/index.html

Friedrich-Ebert-Stiftung in China
http://www.feschina.net/

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich politischen Mitwirkung 

Deutsche Unternehmen haben immer öfter die Möglichkeit mit der chinesischen Regierung zusammenzuarbeiten. Allerdings sollten die Unternehmen nur zurückhaltend Einfluss auf die chinesische Politik ausüben. Es bietet sich an, Engagement zu zeigen und den Dialog mit den relevanten Gremien zu suchen, ohne dabei Druck auszuüben.

Unternehmensbeispiele

BASF

2007 haben BASF und die Chinese Research Academy of Environmental Sciences (CRAES) unter der Leitung der State Environmental Protection Administration (jetzt Ministry for Environmental Protection genannt) ein Diesel Testlabor gegründet, mit dessen Hilfe Vorschläge erarbeitet werden, wie China seine Kraftstoffemissionen verringern kann.

METRO Group

Die METRO Group kooperiert mit Zulieferern und lokalen Akteuren im Rahmen der Business Social Compliance Initiative (BSCI) und nutzt “Round-Table”-Gespräche, um mit Mitgliedern der chinesischen Regierung, Handelsgemeinschaften, NGOs, Universitäten, Redakteuren und anderen Organisationen über die Einführung von Regeln und Standards zu diskutieren.

Volkswagen Group China

2007 hat die Volkswagen Group China (VGC) zusammen mit dem Center for Environmental Education and Communications (CEEC) und der State Environmental Protection Administration of China Administration (jetzt Ministry for Environmental Protection genannt) eine dreijährige Kampagne mit dem Titel “The Green Future Environmental Education Initiative (GFEEI)” ins Leben gerufen. Volkswagen wird 8 Mio. RMB (= 921 600 Euro) investieren, um den Umweltschutz zu propagieren und um an 700 Schulen Kinder zu umweltfreundlichem Verhalten zu animieren.

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Teilhabe

In den letzten Jahren haben sich viele deutsche Unternehmen in diesem Bereich engagiert und sozialschwache bzw. benachteiligte Gruppen gefördert. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wurden die Schwachstellen im sozialen System deutlich und die Unternehmen versuchen seitdem diese Schwachstellen durch Spendenaktionen und Wohltätigkeitsveranstaltungen auszugleichen.

Eckdaten

  • Frauenanteil unter den Arbeitnehmern: 52% (1994-2005)
  • Ethnische Gruppen: Hanchinesen 91,5%, Zhuang, Mandschuren, Hui, Miao, Uiguren, Tujia, Yi, Mongolen, Tibeter, Buyi, Dong, Koreaner, Andere 8,5% (2000 census)

Einige Unternehmen unterstützen hilfsbedürftige Familien sowohl finanziell als auch materiell. Auch das soziale Engagement der Mitarbeiter wird vielerorts gefördert. Zudem versuchen viele Unternehmen die sozialen Bedingungen der Arbeitnehmer ihrer Geschäftspartner zu verbessern, indem sie mit diesen zusammenarbeiten. Zudem gibt es diverse Public Private Partnerships (PPPs), die darauf abzielen, den sozialen Standard und die Arbeitsschutzbestimmungen zu verbessern.

Akteure

  • State Council Leading Group of Poverty Alleviation and Development (Teil der Staatsrats): Die Gruppe ist zuständig für die Koordinierung, die Begutachtung, die Recherche und das Erstellen von Richtlinien und Plänen zur Wirtschaftsentwicklung in ärmeren Gegenden Chinas; Projekte in den Bereichen Bildung, Frauen und Kinder.
    http://en.cpad.gov.cn/
  • Education Development Centre (EDC; Internationale gemeinnützige Organisation): EDC arbeitet mit diversen Partnern und Geldgebern, lokalen gemeinnützigen Organisationen, Regierungen, der UN, Universitäten und Stiftungen zusammen, um Bildung und Gesundheit zu fördern. Gründung 1958 als internationale gemeinnützige Organisation zur Entwicklung von Strategien zur globalen Verbesserung im Gesundheits-, Bildungs- und Arbeitsbereich,  Gesundheit und Entwicklung.
    http://main.edc.org/
  • Asia Foundation Stiftung: Die Stiftung unterstützt Programme in Asien, die die Regierung, das Recht, die wirtschaftliche Entwicklung, die Rechte der Frauen und internationale Verbindungen fördern. In China ist die Asia Foundation seit 1979 aktiv. Ihr CSR Programm konzentriert sich hauptsächlich auf die Unterstützung benachteiligter Wanderarbeiterinnen. Projekte in den Bereichen Bildung, Umwelt, Arbeitsschutzbestimmungen, Frauen und Kinder.
    http://asiafoundation.org/country/overview/china
  • Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH (Durchführungsorganisation der Bundesregierung): Unterstützt Bundesregierung bei Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.
    1975 als privatwirtschaftliches Unternehmen gegründet. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Projekte in den Bereichen Bildung, Umwelt, Armutsbekämpfung sowie nachhaltige Entwicklung.
    http://www.gtz.de/de/weltweit/asien-pazifik/606.htm
  • Beijing Charity Association (NGO): Die Beijing Charity Association (BCA) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der im Wohltätigkeitsbereich tätig ist. Projekte in den Bereichen Sozialfürsorge, Kinder, Bildung.
    http://www.bjcsh.org.cn/english/tabid/90/Default.aspx
  • UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen; gegründet 1946, seit 25 Jahren Zusammenarbeit mit chinesischer Regierung): Hilft Kindern und Müttern in Entwicklungsländern und Krisengebieten, sorgt für Bildung, medizinische Versorgung, Trinkwasser und Ernährung. Schutz der Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch.
    http://www.unicef.org/china/
  • FuPing Development Institute (FDI; Gemeinnützige Organisation, gegründet 2002): FDI fördert die nachhaltige Entwicklung und soziale Gleichheit. Das Institut unterstützt diverse NGOs und soziale Einrichtungen. Zudem hilft es bei der Reform des Bildungssystems. Seit 2006 ist FDI mit dem Institute for Environment and Development verschmolzen; Projekte im Bereich Bildung, Umwelt, Arbeitsschutzbestimmungen, Frauen und Kinder und Wohltätigkeitsarbeit.
    http://www.fdi.ngo.cn/front-page-en
  • Fair Labor Association (FLA; NGO): Die Fair Labor Association (FLA) ist als gemeinnützige Organisation Schnittstelle zwischen Industrie, NGOs, Schulen und Universitäten im Bereich Arbeits- und Arbeitsschutzbestimmungen. Projekte in den Bereichen Gesundheit, Arbeitsschutzbestimmungen, Frauen und Kinder.
    http://www.fairlabor.org/

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Teilhabe
Deutsche Unternehmen haben die Chance zur sozialen Entwicklung in China beizutragen, indem sie Einfluss auf ihre Zulieferer und Geschäftspartner ausüben. Hierdurch können sie Einkommensunterschiede, Arbeitsbedingungen, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in China verbessern. Unternehmen müssen jedoch darauf achten, dass sie keine unrealistische Anforderungen an die sozialen Standards in China stellen.

Unternehmensbeispiele

Adidas AG

Adidas hat mit dem Education Development Centre (EDC) ein Private Partnership gegründet, um den chinesischen Arbeitsmarkt zu verbessern. Hauptanliegen dieses Projektes ist es, faire Auswahlverfahren und bessere Arbeitsbedingungen für Wanderarbeiter in chinesischen Fabriken zu schaffen. Im Oktober 2008 wird ein Pilotprojekt starten, das von diversen lokalen und internationalen Organisationen, wie z.B. der GTZ, unterstützt wird.

Tchibo

Tchibo arbeitet mit der GTZ in einem Public Private Partnership Projekt zusammen, durch das lokale Trainingszentren für Zulieferer aufgebaut werden. In China konzentriert sich das Projekt auf Tchibo-Zulieferer aus den Regionen Guangdong und Shanghai. Den Zulieferern sollen in den Zentren Kenntnisse hinsichtlich der Themen Arbeitszeit, Gehalt, Kinderarbeit, Diskriminierung, Sicherheit, Gesundheit, soziale Absicherung und Kommunikation zwischen Management und Angestellten vermittelt werden.

Siemens AG

2008 hat Siemens 300 000 RMB (= 34 550 Euro) an einkommensschwache Familien im Wangjing District gespendet.

BASF AG

BASF hat bereits mehrere Veranstaltungen in Nanjing durchgeführt, bei denen Schlüsselthemen wie Umweltschutz, Sicherheit und lokale Wirtschaftsthemen besprochen wurden.

Audi AG 

Audi veranstaltete gemeinsam mit UNICEF ein Driving Dreams Charity Auction Banquet, um auf die Bedürfnisse von Kindern aufmerksam zu machen.

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Umwelt

Chinas Bevölkerung, Wirtschaftswachstum und verstärkte Güternachfrage führen zu Umweltbelastungen wie Degeneration von Land, Verschlechterung der Wasserqualität, starker Luftverschmutzung und Waldrohdung. Diese Probleme bedrohen die Gesundheit der chinesischen Bevölkerung und untergraben nachhaltiges Wachstum und Entwicklung. Deutsche Unternehmen können über Partnerschaften oder Beratungsaktivitäten das hiesige Umweltbewusstsein aktiv stärken. Hierbei ist die Kooperation mit chinesischen Behörden, Universitäten, Wohltätigkeitsorganisationen und Stiftungen ein beliebter Ansatz.

Eckdaten

  • Emission CO2: 17,3% vom Weltgesamtausstoß (2004)

  • Emission CO2 pro Kopf: 3,8 t (2004)

  • Energieverbrauch: 3,271 Billionen kWh (2006)

  • Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 549,76 km3/Jahr (7%/26%/68%); Pro Kopf: 415 m3/Jahr (2000)

  • Wasser-, Solar-, Wind-, Geothermalengerie: 2,0 % des Primärengerieverbrauchs (2005)

Hinzu kommen Kooperationsabkommen zur Bildungsarbeit in den Bereichen Klimaschutz, Luftverschmutzung und nachhaltige Entwicklung. In einigen Fällen bieten Unternehmen konkrete Lösungen zur Verbesserung des Lebensstandards oder Emissionstests an, um politisch Entscheidungsbefugte entsprechend zu beraten. Benötigt werden mehr Workshops im Bereich Energieeffizienz und Sondermüll-Management sowie Umwelttechnologien in der Lieferkette der Unternehmen.

Akteure

  • Chinese Research Academy of Environmental Sciences (CRAES; Gemeinnützige Forschungseinrichtung): Aktiven mit Studien und Forschung im Bereich Umweltschutz mit übergeordnetem Ziel der nachhaltigen Entwicklung; Gründung 1978 als nationales gemeinnütziges Forschungsinstitut
    http://www.craes.cn/cn/english/welcome.html
  • Chinese Ministry of Commerce: Regulierung der Marktleistung und des Warenverkehrs und für die Verbesserung der Einrichtungen und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen; Zuständig für Umwelt, finanz- und sozialverantwortliches Investment, Gesundheit und Arbeitsschutzbestimmungen
    http://english.mofcom.gov.cn/
  • Center for Environmental Education and Communications (CEEC) ist das nationale Umweltschutzfernsehen und somit ein Partner für internationale Kooperationen im Bereich Umweltbildung und Kommunikation. Projekte u.a. Informationskampagne über Bio-Lebensmittel.
    http://www.chinaeol.net/en/
  • CEEC der Ministry for Environmental Protection (ehem. SEPA) ist das Zentrum für nationale Umweltbildung
    http://www.chinaeol.net/en/
  • China Environment and Sustainable Development Reference and Research Centre (CESDRRC): CESDRRC ist das größte Informationszentrum für den Bereich Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Die Aufgabe des CESDRRC besteht darin, das Wissen im Umweltbereich der Öffentlichkeit verfügbar zu machen, Wissen zu teilen und internationale Netzwerke zu bilden.
  • CESDRRC ist ein Projekt des Center for Environmental Education and Communication (CEEC) für die Bereiche Bildung, Umwelt und Wohltätigkeitsarbeit.
  • Ministry for Environmental Protection (ehem. State Environmental Protection Administration,  SEPA): Zuständig für die Entwicklung und Förderung des Umweltschutzes und der hierfür notwendigen Technologien
    http://english.mep.gov.cn/

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Umwelt

Chancen für Umweltprojekte bestehen v.a. in der Lieferkette der Unternehmen. Deutsche Projekte beschäftigen sich häufig mit Klimaschutz und deutsche Unternehmen sollten ihre Glaubwürdigkeit, Erfahrung und Expertise in diesem Bereich nutzen. Der Mangel an Ressourcen, Geld, Zeit und Erfahrung und die oftmals fehlenden Einflussmöglichkeiten stellen gerade für kleine und mittelständische Unternehmen die größte Hürde für die Umsetzung von Umweltprojekten dar. Zudem fehlt es oft an der Unterstützung und Anerkennung von staatlicher Seite, den eigenen Angestellten und den Kunden. Auch sehen sich Unternehmen, die gesellschaftliche Verantwortung in China übernehmen wollen, oftmals mit unklaren Behördenstrukturen, unnötiger Bürokratie und einer undurchsichtigen Gesetzeslage konfrontiert. Dazu kommt, dass gerade die Einhaltung von Umweltschutzbestimmungen von einigen Unternehmen als wirtschaftlich nachteilig empfunden wird und der Standard in China den westlichen Standard noch lange nicht erreicht hat. Leider gibt es keine Stelle, die alleinverantwortlich über Vorhaben im CSR-Bereich entscheiden kann und damit auch keine alleinzuständige Anlaufstelle. Schwierigkeiten ergeben sich auch aus den gegebenen Sprachbarrieren und den kulturellen Unterschieden, die sich unter anderem in einer unterschiedlichen Herangehensweise an Projekte etc. äußern.

Unternehmensbeispiele

Vaillant Heizungstechnik

Vaillant Heizungstechnik stellte im Rahmen der Olympischen Spiele 10.000 Fahrräder zur Verfügung.

Bayer AG 

Bayer veranstaltet über sein „Young Environmental Envoy Programme" Diskussionsveranstaltungen an zahlreichen Hochschulen in Zusammenarbeit mit der UNEP. Seit 4 Jahren fördert Bayer Jugend-Umweltprojekte. Die Alumni dieses Programms tragen in ihrem späteren Beruf aktiv zur Stärkung des Umweltbwusstseins bei. Ferner arbeitet Bayer mit der Animals Asia Foundation zusammen, die ein Kooperationsabkommen mit der China Wildlife Conservation Association zum Schutz von 500 Bären unterzeichnet hat. Bereits seit 2004 unterstützt Bayer den Asian Animal Fund’s Moonbear Rescue Center in Chengdu.

BASF AG 

BASF arbeitet im Rahmen eines MoUs direkt mit den chinesischen Umweltbehörden in den Bereichen Know-How Transfer Ökobilanzierung bei Wohngebäuden und Entwicklung sauberer Treibstoffe zusammen. 2007 haben BASF und die Chinese Research Academy of Environmental Sciences (CRAES) unter der Leitung der State Environmental Protection Administration (jetzt Ministry for Environmental Protection genannt) ein Diesel Testlabor gegründet, mit dessen Hilfe Vorschläge erarbeitet werden, wie China seine Kraftstoffemissionen verringern kann.

Volkswagen Group China

Volkswagen Group China (VGC) startete 2007 die dreijährige “Green Future Environmental Education Initiative (GFEEI)” , zur Stärkung des Umweltbewusstseins chinesischer Schulkinder. Die Initiative basiert auf einer Kooperation zwichen VGC und dem Center for Environmental Education and Communications (CEEC) der (damaligen) State Environmental Protection Administration of China (SEPA). Volkswagen wird 8 Mio. RMB (= 921 600 Euro) investieren, um den Umweltschutz zu propagieren und um an 700 Schulen Kinder zu umweltfreundlichem Verhalten zu animieren.

Siemens AG

Siemens hat das “Coping with Global Warming - 2008 Tree Planting Program" ins Leben gerufen. Zusammen mit der China Green Foundation und dem National Development of Reform Center (NDRC) konzentriert sich die Initiative auf die Folgen des Klimawandels. 2008 hat Siemens 100 000 RMB (= 11 514 Euro) an die Shanghai Charity Foundation in Yangpu gestiftet. Ferner engagiert sich Siemens für innovative Lösungen zur Trinkwasserversorgung und Energieeffizienz in ländlichen Gebieten, z.B. über sein dreijähriges (seit 2007) "Green Village Program".

CSR WeltWeit-Fallstudie: Safe Water Kiosk – mobile Filteranlagen für eine nachhaltige Wasserversorgung

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Employee Volunteering

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Environmental Protection and Sustainable Development

CSR WeltWeit-Fallstudie: Siemens Caring Hands - Disaster Relief

Adidas AG

Adidas sponsort konkrete Projekte im Bereich Energieeffizienz in China und Vietnam mit mehr als 100 seiner Lieferanten.

Eon AG

Eon unterstützt in China ein “Biomasse-Projekt”. Zusammen mit anderen Projekten weltweit soll sich die  CO2  Reduktion zwischen 2008 und 2012 auf 3.2 Mio. Tonnen belaufen.

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas

Quelle: Deutsche Botschaft, Peking

Sonstiges

Andere Handlungsfelder, in denen sich deutsche Unternehmen bisher engagierten sind Katastrophenhilfe, sportliche und kulturelle Veranstaltungen.

Katastrophenhilfe

Bei der Katastrophenhilfe können deutsche Unternehmen finanzielle und materielle Unterstützung leisten, beim Aufbau der Infrastruktur helfen und Hilfestellung beim Aufbau von Krankenstationen, Schulen, sozialen Diensten etc. geben.

  • Volkswagen spendete 6 Millionen RMB (= 691 000 Euro) für die Opfer des Erdbebens in der Provinz Sichuan.
  • Siemens spendete mehr als 15 Millionen RMB (= 1,7 Mio. Euro) an das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen, die sich mit den Auswirkungen des Erdbebens in Sichuan befassten. Anfang 2008 spendete Siemens zugunsten der Opfer der Schneekatastrophe.
  • Zusammen mit der China Charity Foundation (CCF) hat BMW China den “BMW Warm-Heart Fund” gegründet, der den Wiederaufbau in der Erdbebenregion Sichuan unterstützen wird.
  • Das Audi Driving Dreams Projekt gründete einen Fond für Kinder im Erdbebengebiet.

Kulturelles Engagement

Der kulturelle Austausch ist ebenfalls wichtig und die Unternehmen können durch Veranstaltungen, die sich mit dem kulturellen Erbe und der Geschichte befassen, um interkulturelle Verständigung zwischen Nationen verbessern. 

  • 2007 hat Siemens Energiesparprodukte im Wert von 2 Millionen RMB (= 230 400 Euro) gespendet, um die Renovierung des Wenyuan Gebäudes an der Tongji Universität zu unterstützen.
  • BMW hat das “China Culture Journey programme" gestartet. Mit Hilfe des Programms sollen begabte Künstler gefördert werden.  Die 11-tägige “BMW China Culture Journey 2007" ging von Peking nach Dunhuang. Auf der Reise wurden 11 "Material Cultural Heritage Projects" und 17 "Non-Material Cultural Heritage Projects" besichtigt und ca. 1 Million RMB (= 115 200 Euro) gespendet.


Engagement für den Sport

Die Olympischen Spiele haben bereits eine Plattform für Freiwilligenleistungen, Spenden und gemeinsame Aktivitäten im Bereich Bildung und Gesundheit gegeben.

  • Als olympischer Partner hat Adidas 70.000 freiwillige Helfer während der Olympiade mit Uniformen ausgestattet.
  • Bayer lancierte im Juni 2004 das “Soccer-in-a-Box” Programm mit Partnern wie World Vision und DHL. Das Programm integriert Sport, Bildung und Teamwork für Kinder in ländlichen Regionen. 2006 hatte Bayer 617 Boxen, die Fußball-Ausrüstung enthalten in ländliche Regionen entsandt, wodurch mehr als 7000 chinesische Kinder in den Genuß von gesundem Mannschaftssport gekommen sind. Seit 2002 ist Bayer Partner der Special Olympics. Durch sein Adopt-a-School Program unterstützt Bayer derzeit drei sog. „Special Schools“.

Akteure

  • Cultural Communication Center for Facilitators (CCCF): NGO mit Projekten in den Bereichen Teilhabe, Armutsbekämpfung, Interessenvertretung vor allem der armen und ländlichen Bevölkerung; Gründung 2003 als unabhängige lokale NGO. Prinzip: "Solidarity and Cooperation, Helping Others and Yourself".
    http://www.facilitator.ngo.cn/cn/eglish_%20jianjie%201.htm
  • Red Cross Society of China (RCSC): Humanitäre Hilfsorganisation; Einzige nationale Vereinigung des Roten Kreuzes in China; Gründung 1904 mit Projekten in den Bereichen Katastrophenhilfe, Gesundheit, Blutspende, Gemeinschaftsservice, Dissemination und organisatorische Entwicklung
    http://www.redcross.org.cn/ywzd/
  • China Charity Foundation (CCF): NGO; Nationale wohltätige Organisation getragen von Individuen, Unternehmen und sozialen Institutionen; Gründung 1994 mit Zustimmung der chinesischen Regierung; Tätig in den Bereichen Katastrophenhilfe, Unterstützung von Behinderten, Senioren, Waisen, medizinische Hilfe, Armutsbekämpfung und Bildung
    http://cszh.mca.gov.cn/article/english/
  • UNICEF: Internationale Organisation, Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen; Hilft Kindern in Entwicklungsländern und Krisengebieten, sorgt für Bildung, medizinische Versorgung, Trinkwasser und Ernährung. Schutz der Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch. Gründung 1946. Seit 25 Jahren Zusammenarbeit mit chinesischer Regierung. Projekt in den Bereichen Nothilfe, Gesundheit, Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch auch von Frauen sowie HIV/AIDS
    http://www.unicef.org/china/
  • World Vision International: NGO in den Bereichen Armutsbekämpfung, Bildung, Nothilfe, medizinische Versorgung v.a. von betroffenen Kindern; Zwischen 1989 und 2005 wurden Projekte im Wert von  91.15 Mio. USD in China umgesetzt. World Vision International wurde 1950 gegründet und ist seit 1993 in China aktiv
    http://www.wvi.org/wvi/wviweb.nsf

Chancen und Risiken von Engagement in sonstigen Bereichen

Unternehmen haben eine soziale Verantwortung, Hilfe zu leisten. Deutsche Unternehmen haben diese z.B. effektiv und schnell nach den Erdbeben im Mai diesen Jahres in Sichuan gezeigt.  Generell sollten kulturelle und kontextabhängige Auffassungen von Soforthilfe beachtet werden. So hatte man sich in China z.B. nach den Erdbeben im Mai v.a. auf finanzielle Hilfe konzentriert.

 

Daten & Fakten

Land: Volksrepublik China
Hauptstadt: Peking
Fläche: 9 597 995 km²
Bevölkerung: 1,3 Mrd.
Wirtschaftssystem: sozialistisches Wirtschaftssystem marktwirtschaftlicher Prägung
Politisches System: Sozialistische Volksrepublik
Arbeitslosenquote: 4,0 % (2007 est.)
Inflationsrate (CPIX): 4,8 % (2007 est.)
BIP: 4,222 Bio. USD (2007 est.) = 3 Mrd. Euro
BIP/Kopf: 5 300 USD (PPP, 2007 est.) = 4 205 Euro
Religionen: Buddhismus, Daoismus, Islam, protestantisches und katholisches Christentum
HDI: Rang 81 von 177 (2007/2008)
CPI: Rang 72 von 179 (2007)
BTI: Status Index: Rang 85 von 125; Management Index: Rang 67 von 125 (2008)