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Indien

CSR-Stellenwert

Vielfach gilt Indien als ein Land, in dem die Durchdringung der Wirtschaft mit dem Gedanken der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen seit langem weit fortgeschritten ist. Die Debatte in Wirtschaft und Medienöffentlichkeit wird unter Beteiligung internationaler und nationaler Nicht-Regierungsorganisationen sowie UN-Organisationen geführt. Das Engagement der Wirtschaft konzentriert sich aber auf einige wenige alteingesessene Familienunternehmen, die in dem Bereich theoretisch und praktisch Erhebliches leisten. Die Niederlassungen deutscher Firmen in Indien sind an die Leitlinien der Mutterhäuser für sozial verantwortliches Handeln gebunden, wie das Engagement tatsächlich umgesetzt wird, ist nicht festgelegt und liegt in der Verantwortung der jeweiligen Niederlassung. Ihre CSR-Schwerpunkte liegen bei der Verantwortung für die Beschäftigten (Fortbildung, verbesserter Sozialschutz), der ökologischen Verantwortung und bei Hilfsmaßnahmen in Indien oder der Region mit derzeitiger Konzentration auf Tsunamihilfe. Die Politik strebt „inclusive growth“ und „sustainable growth“ an und fordert die Privatwirtschaft auf, ihren Beitrag dazu zu leisten.

Aus dem informellen Sektor der indischen Wirtschaft, der etwas weniger als zur Hälfte zum BNP beiträgt, und wo etwa 93% der Arbeitskräfte beschäftigt sind, sind keine Beiträge zur CSR bekannt. Im Gegenteil, dort herrscht absolute Recht- und Schutzlosigkeit und Überlegungen hinsichtlich Armutsbekämpfung, Förderung von Bildung und Gesundheit, Umweltschutz und Teilhabe an der betrieblichen Entwicklung gemäß vorliegenden Informationen spielen keine Rolle.

Der UN Global Compact will CSR-Aktivitäten der Unternehmen in Indien fördern. Es ist aber nicht gelungen, wichtige NGOs und vor allem die Gewerkschaften einzubinden. In der Wirtschaft und der NGO-Szene ist der UN Global Compact wenig bekannt. Die deutschen Organisationen der Entwicklungspolitik (GTZ, InWent) engagieren sich seit einiger Zeit erheblich, auch in enger Zusammenarbeit mit den wichtigen Wirtschaftsverbänden des Landes. Die deutsch-indische Handelskammer hat ein eigenes CSR-Konzept und unterstützt deutsche Unternehmen in Indien konzeptionell und beratend.

Bei den deutschen politischen Stiftungen steht das Thema nicht im Vordergrund, gewinnt aber in Einzelfällen an Gewicht. Unter Federführung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bemüht sich die Bundesregierung im Zuge des Heiligendammprozesses, an dem Indien als einer der fünf Outreach-Staaten teilnimmt, um eine stärkere internationale Zusammenarbeit im Bereich CSR. Dazu gehören auch Gespräche über eine formalisierte deutsch-indische Zusammenarbeit. Jährlich findet im Rahmen der monatlichen Business Lunches mindestens ein Treffen der Botschaft mit Vertretern der deutschen Wirtschaft über CSR statt.

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

CSR-Verständnis

Die sozialistisch geprägte Wirtschaftspolitik bis Ende der 80er Jahre forderte von indischen Unternehmen erhebliche Leistungen gegenüber der Gesellschaft und übte diesbezüglich starken Kontroll- und Lenkungsdruck aus.

Dies hat sich seit dem Beginn der Wirtschaftsreformpolitik deutlich geändert; die Unabhängigkeit der Wirtschaft von gesellschaftspolitischen Vorgaben wird heute wenig angetastet. Dies trifft in der Bevölkerung überwiegend auf Zustimmung.

Kulturelle und religiöse Gründe, die das persönliche Leben der Menschen prägen, haben für die Unternehmenstätigkeit offenbar wenig Gewicht. Religiös und kulturell induzierte Verhaltensmaßregeln spielen vor allem im individuellen Bereich eine Rolle (Reinlichkeit, Respekt vor den Mitmenschen und der Natur usw.), nicht aber für das Verhalten in der größeren Gemeinschaft und im Rahmen des Staatswesens.

Deshalb wird CSR-Verhalten eher von stark religiös und/oder philantropisch verpflichteten Minderheiten wie den Parsi oder den Jain geprägt, die allerdings in der privaten Wirtschaft eine weit über ihren Anteil an der Bevölkerung hinaus gehende Rolle spielen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Erwartung an Unternehmen

Die Erwartungen an Unternehmen von Seiten der Politik und der Gesellschaft beschränken sich in erster Linie auf erfolgreiches Wirtschaften und auf die Produktion von Gütern, die von der Gesellschaft nachgefragt werden. Die Beziehung zwischen NGOs und Unternehmen hingegen ist zum Teil konfliktbelastet, da sich viele der großen Industrieunternehmen der Gesellschaft gegenüber patriarchalisch verhalten.

Die Bemühungen der deutschen Wirtschaft in Indien um Aus- und Fortbildung ihrer Beschäftigten genießen großen Respekt, gehen aber mit Ausnahme zweier Maßnahmen der Deutsch-Indischen Handelskammer nicht über den betrieblichen Rahmen hinaus. An der von den großen indischen Wirtschaftsverbänden getragenen Diskussion über CSR beteiligen sich deutsche Unternehmen – im Gegensatz zu Unternehmen aus dem englischsprachigen Raum - noch wenig.

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Rahmenbedingungen

Umsetzung übergeordneter Referenztexte

ILO-Kernarbeitsnormen

1. Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen
Die Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen  sind gesetzlich geschützt und werden im organisierten (formalen) Sektor respektiert. Gerichtliche Streitregelung ist möglich und wird praktiziert, aber ist aufgrund der Verfahrensdauer problematisch. Im unorganisierten (informellen) Sektor existieren keine Gewerkschaften oder Tarifverträge. Rechtsdurchsetzung wird oft brutal unterbunden. Staatliches oder gewerkschaftliches Eingreifen ist nicht bekannt, das Thematisieren der Probleme wird von NGO übernommen.

2. Beseitigung der Zwangsarbeit
Zwangsarbeit ist verboten, aber im unorganisierten Sektor wird sie trotzdem praktiziert. Von staatlichen oder gewerkschaftlichen Gegenmaßnahmen ist nichts bekannt. Im organisierten Sektor spielt Zwangsarbeit keine Rolle.

3. Abschaffung der Kinderarbeit
Kinderarbeit verstößt gegen das Verfassungsrecht auf kindgerechte Entwicklung, aber sie ist nicht verboten, sondern nur gesetzlich geregelt (Verbot in bestimmten risikogeneigten Bereichen). Implementierung ist schlecht. Gelegentlich gibt es spektakuläre „Befreiungen“ durch die Polizei, aber sie bleiben ohne Folgen für Gesamtlage. Zustimmung zu ILO-Normen ist nicht zu erwarten.

4. Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf
Das Verbot ist formal geregelt, aber schlecht implementiert. Wegen Kastenwesen sowie Praktiken gegenüber religiösen und ethnischen Minderheiten ist diskriminierendes Verhalten eine überall gängige Praxis.

 

Initiativen der Wirtschaft

GLOBAL COMPACT-Netzwerk

Ansprechpartner vor Ort 

Mr. Uddesh Kohli
Global Compact Special Advisor in India/ GC Society in India
Tel: +91 9811273142
E-mail: uddeshkohli (at) gmail (dot) com

Mr. Arun Maira
Global Compact Special Advisor in India/ Chairman Boston Consulting Group, India
E-mail: Maira.Arun (at) bcg (dot) com

Ms. Seema Arora
Principal Counsellor & Head
CII-ITC Centre of Excellence for Sustainable Development
E-mail : seema.arora (at) ciionline (dot) org

India Partnership Forum
(Collaboration between the Confederation of Indian Industry and UNDP India to promote and strengthen CSR in India.)
http://www.indiapartnershipforum.org/unglcomp_india.htm

UNDP
Momin Jaan
E-mail: momin.jaan (at) undp (dot) org

Harsh Singh
E-mail: harsh.singh (at) undp (dot) org

GC Office Country Coordinator
Ms. Melissa Powell
E-mail: Powell1 (at) un (dot) org
Tel:  +1 212-963-0566

WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT

Netzwerk vor Ort seit 2002

Ansprechpartner vor Ort 
TERI-BCSD India
Mr. R.K. Narang
Convenor, TERI-BCSD India
Distinguished Fellow
The Energy and Resources Institute
Darbari Seth Block
India Habitat Place, Lodhi Road
New Delhi, 110003 India
Tel: +91 11 2468 21 00
Fax: +91 11 2468 21 45
E-mail core (at) teri.res (dot) in
Website http://bcsd.teri.res.in/

Ms Annapurna Vancheswaran
Associate Director Sustainable Development Outreach
The Energy and Resources Institute
E-mail avanche (at) teri.res (dot) in and core (at) teri.res (dot) in

Handlungsfelder

Armut

Link zum CSR WeltWeit-Dossier "Entwicklungsgeschäfte"

Die indische Wirtschaft ist seit der Deregulierung der Märkte im Jahr 1991 schnell gewachsen. Bis 2050 wird Indien nicht nur das bevölkerungsreichste Land der Welt sein, sondern hinter den USA und China auch die drittgrößte Volkswirtschaft. Indien ist eine stabile Demokratie mit einer hochqualifizierten Bildungselite.
Dennoch lebt über ein Viertel der indischen Bevölkerung unterhalb der offiziellen Armutsgrenze, die auf dem Land bei knapp 330 Rupien (Rs) (= 5,23 Euro) pro Monat liegt, in den Städten bei 455 Rs (= 7,21 Euro) pro Monat. Die beiden nächsten Einkommenskategorien über der Armutsgrenze, die „marginalen“ und die wirtschaftlich „gefährdeten“ Einkommensbezieher, haben im selben Zeitraum zugenommen. Eine Studie über „India´s Common People“ vom März 2008 fand heraus, dass etwa drei Viertel aller Inder entweder absolut arm sind oder über so geringe Einkommen verfügen, dass sie davon gerade noch das Existenzminimum finanzieren können.  Die Studie „Next 4 Billion“ geht davon aus, dass 95 Prozent der Inder von weniger als 8 Dollar am Tag leben. In Indien ist Armut überwiegend ein ländliches Problem: 78 Prozent der Armen leben auf dem Land.

Eckdaten

  • Durchschnittliche Lebenserwartung: Gesamt Population: 69,25 Jahre; Männlich: 66,87 Jahre; Weiblich:  71,9 Jahre (2008 est.)
  • Säuglingssterblichkeitsrate Total: 32,31 Tote/1000 Geburten; Männlich: 36,94 Tote/1000 Geburten; Weiblich: 27,12 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Unterernährung: 20% (2002/04)
  • Zugang zu sauberem Wasser: 86% (2004)
  • Zugang zu sanitären Einrichtungen: 33% (2004)
  • Human Poverty Index: Rang 62 von 108 (2007/2008)
  • Gini Index: 36,8 (2004)
  • Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 25 % (2007 est.)

Die Armut zeigt sich an vielen Stellen: 85 Prozent der Inder in ländlichen Gebieten haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen, 45 Prozent der Kinder sind untergewichtig, geschätzte 44 Prozent der Arbeitskräfte können kaum Lesen und Schreiben. Ausgaben für eine soziale Absicherung oder für unvorhergesehene Ausgaben etwa im Krankheitsfall können sich diese Menschen nicht leisten. Die Armut zwingt Menschen in Millionen von Fällen in Beschäftigungsverhältnisse von absoluter Rechtlosigkeit, sogenannter Schuldknechtschaft (bonded labour). Auch Kinderarbeit ist im ländlichen Indien weit verbreitet, obwohl das mehrheitlich keine Möglichkeit zur Gewinnung zusätzlichen Familieneinkommens, sondern häufig bedeutet, dass Kinder zu schlechteren Bedingungen Arbeitsplätze besetzen, die so den Erwachsenen nicht mehr offen stehen.
Derzeit findet etwa die Hälfte der indischen Wertschöpfung im informellen Sektor statt, der sich durch niedrige Produktivität auszeichnet. Die Einbindung von Kleinstunternehmen in Märkte durch die Vergabe von Mikrokrediten und Versicherungen oder die Bereitstellung von Infrastruktur wie Stromleitungen oder Internetzugängen kann einen enormen volkswirtschaftlichen Nutzen stiften und bietet einen großen Markt.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ Indien
http://www.gtz.de/de/aktuell/607.htm

InWent
http://www.inwent.org/v-ez/lis/indien/index.htm

Deutsch-Indische Handelskammer
http://www.indo-german.com/

Auslandsbüro Indien Konrad Adenauer Stiftung
http://www.kas.de/proj/home/home/38/1/index.html

Chancen eines Engagements gegen Armut

Den von Kinderarbeit betroffenen Jugendlichen kann die Möglichkeit geboten werden, durch Alphabetisierung und insgesamt bessere Bildung und später Ausbildung den Zugang zu attraktiveren Arbeitsplätzen zu gewinnen. Gleichzeitig öffnen sich Möglichkeiten für die Eltern, diejenigen Arbeitsplätze zu besetzen, die bisher – zu schlechteren Bedingungen – die Kinder innegehabt hatten.

Risiken eine Engagement gegen Armut

In Indien ansässigen deutsche Unternehmen halten sich mit Aussagen über ihr Engagement in diesem Bereich stark zurück, einige haben darum gebeten, mit den Informationen über ihr Engagement „nicht hausieren zu gehen“.

Ergänzung Beispiel

  • Der deutsche Anlagenhersteller EnviTec Biogas erstellte in Punjab eine Biogasanlage, die mit den landwirtschaftlichen Abfällen der Bauern vor Ort betrieben wird und als Insellösung eine Kleinstadt versorgt. Der Pilotversuch, gefördert als PPP vom BMZ, war erfolgreich, und das Modell wird nun weiter ausgerollt.

 

Unternehmensbeispiele

Bayer AG

Bayer CropScience hat ein „Learning for Life“-Programm entwickelt, um Kindern im ländlichen Indien den Ausweg aus dem Teufelskreislauf der Kinderarbeit und Unwissenheit zu eröffnen. Dabei wird insbesondere Einfluss auf Zulieferunternehmen genommen, damit dort Kinderarbeit unterbleibt und die betroffenen Kinder in das Programm von Bayer CropScience aufgenommen werden.

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Bildung

Die berufliche Bildung ist schon im formellen Sektor der Wirtschaft mangelhaft, im informellen Sektor spielt sie praktisch keine Rolle.

Das Problem beginnt schon in den Schulen, für die Indien selbst im Vergleich mit den Entwicklungsländern insgesamt wenig Geld ausgibt. Es fehlt an Lehrern, Schulen und Unterrichtsmaterial. Die Hälfte der Kinder verlässt die Schule spätestens nach fünf Jahren, zwei Drittel der Grund- und Mittelschulabsolventen sind für die Berufsausbildung im staatlichen System nicht qualifiziert. Gleichzeitig ist die Mehrheit der Absolventen staatlicher und privater Berufsschulen nicht beschäftigungsfähig. Noch drei Jahre nach dem Abschluss haben 50 % keine Arbeit, der Rest hat mehrheitlich einen Arbeitsplatz, der mit der Ausbildung nichts zu tun hat.

Eckdaten

  • Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 3,2% (2005)
    Schulpflicht: 6 – 14 Jahre
  • Einschulungsquote: 90% der schulpflichtigen Kinder (2004)
  • Alphabetisierung (Definition: ≥ 15jährige können lesen und schreiben): Gesamtbevölkerung: 61 %; Männlich: 73,4 %; Weiblich: 47,8 % (2001 census)
  • HDI Education Index: Rang 128 von 177: 0,620 (1 = max., 0 = keine Bildung)
  • Durchschnittliche Dauer des (Hoch-)Schulbesuchs: Gesamt: 10 Jahre; Männlich: 11 Jahre; Weiblich: 9 Jahre (2005)

Die indische Regierung hat erkannt, dass dies ein Besorgnis erregendes Hemmnis für die weitere Entwicklung des Landes ist. Indien ist in diesem Feld nicht nur gegenüber dem China ins Hintertreffen geraten, sondern auch gegenüber den regionalen Konkurrenten wie Indonesien und Malaysia, in Teilbereichen sogar hinter Sri Lanka und Bangladesch. Sie hat eine Reihe von Programmen zur Verbesserung der Qualifikationsmöglichkeiten und zur Anerkennung informeller Ausbildung entwickelt, aber an den Grundlagen des bestehenden Systems soll nicht gerüttelt werden.

Dennoch sucht Indien eine intensive Zusammenarbeit mit Deutschland, um über best practises die indische Berufsbildung zu optimieren.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ Indien
http://www.gtz.de/de/aktuell/607.htm

InWent
http://www.inwent.org/v-ez/lis/indien/index.htm

Deutsch-Indische Handelskammer
http://www.indo-german.com/

Auslandsbüro Indien Konrad Adenauer Stiftung
http://www.kas.de/proj/home/home/38/1/index.html

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Bildung
Allgemeines Risiko bei der betrieblichen Ausbildung in deutschen Unternehmen liegt darin, dass die so Qualifizierten rasch mit hohen Einkommensangeboten „herausgekauft“ werden. Das führt in vielen deutschen Unternehmen zu einer ambivalenten Haltung gegenüber der betrieblichen Ausbildung.

Unternehmensbeispiele

Indo-German Chamber of Commerce, Mumbai

Indo-German Training Centres (IGTC) der Deutsch-Indischen Handelskammer mit praxisorientierter 18-monatiger Ausbildung in Business Administration auf der Grundlage des deutschen dualen Systems in Partnerschaft mit der Berufsakademie Karlsruhe. Ansprechpartner: Director IGTC, Radhieka R. Mehta

Chancen:
Angebot praxisnaher qualitativ hochwertiger Ausbildung auf der Grundlage von Material und Curricula, die auf dem Stand der betrieblichen Entwicklungen sind. Der gute Ruf der deutschen Wirtschaft wird auch in der Öffentlichkeit weiter gefestigt.

Risiken: Ausstrahlung auf die Lage des indischen Berufsbildungswesens gering.

Daimler India, Pune, Government Polytechnic, Pune, CIM Deutschland

Zusammenarbeit von Daimler mit dem Polytechnic College, Pune, bei der Entwicklung von Curricula, der Ausbildung der Ausbilder, durch Einsatz zusätzlicher Ausbilder aus Deutschland und durch Stellung von Ausbildungsmaterial einschließlich MB-Fahrzeugen. Ziel ist, ein Beispiel für private und öffentliche Zusammenarbeit (Public-Private-Partnership) in Bildung und Ausbildung zu geben.

Chancen: Angebot wirtschafts- und arbeitsmarktrelevanter Bildung/Ausbildung von hoher Qualität, Basis für erfolgreiche private und öffentliche Zusammenarbeit.

Daimler AG, Metro-Gruppe, IHK Koblenz

Aktive Beteilung deutscher Privatunternehmen und Kammern an der Entwicklung einer kontinuierlichen deutsch-indischen Zusammenarbeit in der Berufsbildung. Bisher geschah dies durch Teilnahme am deutschen Auftritt bei einem Global Skill Summit in New Delhi und an Verhandlungen über eine Formalisierung der deutsch-indischen Zusammenarbeit. Künftig ist die Mitgliedschaft in einer deutsch-indischen Arbeitsgruppe vorgesehen.

Chancen: Lebensnahe Darstellung des nachhaltigen PPP-Charakters der deutschen Berufsbildung, Einbringung wichtiger Aspekte in die indische Entwicklung in diesem Bereich, allgemeine Vertiefung und Verbreiterung der deutsch-indischen Beziehungen.

Risiken: Umsetzungsprobleme, Mangel an ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen indischen Unternehmen.

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Gesundheit

Eckdaten

  • Öffentliche Gesundheitsausgaben (Anteil am BIP): 0,9% (2004)
  • Medizinische Versorgung: 60 Ärzte pro 100 000 Einwohner (2000- 2004)
  • Säuglingssterblichkeit: Total: 32,31 Tote/1000 Geburten; Männlich: 36,94 Tote/1000 Geburten; Weiblich: 27,12 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
  • Müttersterblichkeit: 540 Tote/100 000 Geburten (1990-2004)
  • Kinderunterernährung: 47% der unter 5jährigen (1996- 2005)
  • HIV/AIDS Prevalence Rate (>15 Jahre): 0,9% (2001)
  • HIV/AIDS Erkrankte: 5,1 Mio. Erkrankte (2001 est.)
  • HIV/AIDS Tote: 310 000 (2001)
  • Lebenserwartung: Gesamt Population: 69,25 Jahre; Männlich: 66,87 Jahre; Weiblich:  71,9 Jahre (2008 est.)

Fraglos hat das Gesundheitswesen in den 60 Jahren indischer Unabhängigkeit Fortschritte gemacht. Dennoch leidet ein im internationalen Vergleich hoher Anteil der Bevölkerung an leicht vermeidbaren Krankheiten. Sterblichkeit und Mangelernährung bei Kindern gehören zu den höchsten der Welt. Es steht zu befürchten, dass Indien die Milleniumsziele in diesem Bereich nicht erreicht.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ Indien
http://www.gtz.de/de/aktuell/607.htm

InWent
http://www.inwent.org/v-ez/lis/indien/index.htm

Deutsch-Indische Handelskammer
http://www.indo-german.com/

Auslandsbüro Indien Konrad Adenauer Stiftung
http://www.kas.de/proj/home/home/38/1/index.html

Die regionalen und Standesunterschiede beim Gesundheitsstatus der Bevölkerung haben sich verschärft, die nordindischen Staaten sind in einer besonders schlechten Lage. Krankheiten wie AIDS, Lepra u.a. sind stark stigmatisiert, die Betroffenen werden geächtet. Wegen der Struktur- und Qualitätsschwäche des staatlichen Gesundheitswesens geht der Großteil der Ausgaben der Menschen für Gesundheit in den privaten Sektor, auf dem Land sehr oft an unqualifizierte Anbieter. Unvorhergesehene krankheitsbedingte Ausgaben gehören zu den Hauptursachen für finanzielle Unsicherheit und für die Verarmung von Haushalten.

Unternehmensbeispiele

Deutsche Post/DHL zusammen mit UNICEF

Integriertes Projekt für das Überleben und die Entwicklung von Kindern im Nandurbar District im Bundesstaat Maharashtra, wo 60% der Menschen in absoluter Armut leben. Maßnahmen sind: Feste Gesundheits- und Ernährungstage, Tageskindergruppen, systematische Ausbildung von 2000 Gesundheitsarbeitern und Hebammen in Neugeborenen und Kinderpflege. Ziele bis 2010 sind Reduktion der Unterernährung der unter 6jährigen um 50% sowie der Kindersterblichkeit auf unter 30 pro 1000 Lebendgeburten, und der Müttersterblichkeit um 30%, Reduktion der Verheiratung im Kindesalter um 75%.

Chancen: Öffentliche Anerkennung für das Projekt
Risiken: Keine bekannt, möglicherweise Nachhaltigkeitsprobleme

Siemens AG

Landesweiter „Aids Walk for Life“ unter Beteiligung von Mitarbeitern, mit Unterstützung eines mobilen Gesundheitsfahrzeugs

Chancen: Entwicklung öffentlichen Bewusstseins für Aids und andere stigmatisierte
Krankheiten, öffentliche Anerkennung für das Unternehmen
Risiken: Nachhaltigkeitsproblem, Kurzfristcharakter

CompWare Medical GmbH

CSR-WeltWeit Fallstudie: Flächendeckende hochwertige Methadonetherapie als Mittel der AIDS/HIV-Prävention und Versorgung

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas  

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Teilhabe

Mitarbeiterbeteiligung

Im formalen (organisierten) Sektor der indischen Wirtschaft besteht ein differenziertes Arbeitsrecht, das die Anforderungen an die Arbeitsplätze (Licht, Luft, Sicherheit, Sanitärräume, Aufenthaltsräume/Kantinen, soziale Sicherung, Mindesteinkommen) regelt. Die Vertretung der Beschäftigteninteressen obliegt im Prinzip der – auf betrieblicher Ebene organisierten – zuständigen Gewerkschaft, die aber über eine betriebsratsähnliche Funktion hinaus auch tariffähig ist und deshalb Verhandlungen über Einkommen, Arbeitszeiten, Urlaubszeiten usw. führen kann. Die deutschen Unternehmen haben ein distanziertes Verhältnis zu den Gewerkschaften und ziehen es vor, sie aus ihren Unternehmen heraus zu halten, weil das Verhältnis zu ihnen häufig von Konflikten geprägt ist und es nicht allzu selten auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen gekommen ist. Schon aus diesem Grunde, vor allem aber wegen der Knappheit an qualifizierten oder auch nur beschäftigungsfähigen Arbeitnehmern bieten die deutschen Unternehmen in aller Regel Einkommen und Leistungen, die deutlich über den gesetzlich oder tarifrechtlich vorgegebenen Rahmen hinaus gehen.

Eckdaten

  • Ethnische Gruppen: Indo-Arier 72%, Indo-Germanen 25%, Mongolen und andere 3% (2000)

Schwerbehindertenrechte

Die Behindertenpolitik steht erst am Anfang. Nur in knapp 130 der über 600 Bezirke gibt es Behinderteneinrichtungen. Die Weltbank beklagt, dass Behinderte vielfach vom öffentlichen, kulturellen und sozialen Leben ausgeschlossen sind. Haushalte mit behinderten Familienangehörigen sind bedeutend ärmer als der Durchschnitt. Besonders schlecht ist die Lage der geistig Behinderten und Menschen mit psychischen Störungen; ihre Stigmatisierung ist besonders intensiv, auf dem Land stärker als in der Stadt. Per Augenschein ist Barrierefreiheit so gut wie nirgendwo gegeben. Die Bereitschaft der Privatwirtschaft zur Beschäftigung von Behinderten ist marginal.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ Indien
http://www.gtz.de/de/aktuell/607.htm

InWent
http://www.inwent.org/v-ez/lis/indien/index.htm

Deutsch-Indische Handelskammer
http://www.indo-german.com/

Auslandsbüro Indien Konrad Adenauer Stiftung
http://www.kas.de/proj/home/home/38/1/index.html

Unternehmensbeispiele

SAP Ltd., Bangalore

SAP bietet seinen qualifizierten Beschäftigten weit über dem Tarif liegende Löhne mit hohen jährlichen Steigerungsraten, dazu kostenloses Kantinenessen und sozial integrierende Leistungen wie Familientage u.a. Nach 5-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht Anspruch auf ein Firmenfahrzeug. Es besteht ein firmeneigener Busservice, Frauen werden nach Einbruch der Dunkelheit bis zur Haustür gebracht.

Dies führt zu einer Verbesserung und Verstetigung der sozialen Lage der Beschäftigten und ihrer Familien, zur Steigerung des Verantwortungsgefühls und des Zugehörigkeitsgefühls zum Betrieb sowie zu einer Senkung der Fluktuationsbereitschaft.


Siemens Ltd. India und Gurgaon, Ability Foundation (NGO)

Die Siemens-Betriebe in Indien eröffnen proaktiv Beschäftigungsmöglichkeiten für Behinderte mit Berufsqualifikationen. Derzeit (Stand: 2007) werden 45 Behinderte beschäftigt, außer 2 Hörgeschädigten alles Körperbehinderte.

Auf diese Weise werden Behinderten in Gesellschaft und Arbeitswelt eingegliedert. Zudem wird die gesetzlich vorgeschriebene Behindertenquote erfüllt.

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Umwelt

Eckdaten

  • Emission CO2: 4,6% vom Weltgesamtausstoß (2004)
  • Emission CO2 pro Kopf: 1,7 t (2004)
  • Energieverbrauch: 488,5 Millionen kWh (2005)
  • Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 645,84 km3/Jahr (8%/5%/86%); Pro Kopf: 585 m3/Jahr (2000)
  • Wasser-, Solar-, Wind-, Geothermalengerie: 1,7 % des Primärengerieverbrauchs (2005)

Weite Teile Indiens sind stark umweltbelastet. Die ohnehin knappen Wasserreserven (4 % des Weltwasseraufkommens bei 17 % Weltbevölkerungsanteil) sind in großem Umfang verschmutzt, das Grundwasser wird vor allem in den Ballungszentren viel zu stark in Anspruch genommen.

Akteure

Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.

GTZ Indien
http://www.gtz.de/de/aktuell/607.htm

InWent
http://www.inwent.org/v-ez/lis/indien/index.htm

Deutsch-Indische Handelskammer
http://www.indo-german.com/

Auslandsbüro Indien Konrad Adenauer Stiftung
http://www.kas.de/proj/home/home/38/1/index.html

Die Entwaldung ist weit fortgeschritten, die Luftverschmutzung hoch. Trotz der auf breiter religiöser und kultureller Basis ruhenden Forderung nach Respekt vor der Natur tritt der Umweltschutz deutlich hinter das Wirtschaftswachstum zurück. Die Energieknappheit betrifft Indien aus Mangel an einheimischen Rohstoffquellen und wegen des laxen Umgangs (veraltete Produktion, schadhafte Verteilsysteme, veraltete und energieintensive Verbrauchsmuster, Maschinen und Kfz) in besonders hohem Maß. Die Suche nach anderen Energien (Kernkraft, Substitution durch erneuerbare, nachwachsende Energien) genießt hohe politische Priorität.

Unternehmensbeispiele

Bayer AG

CSR WeltWeit-Fallstudie: Bayer AG - Strategische Partnerschaft mit United Nations Environment Programme im Bereich Jugend und Umwelt

Daimler India

Kooperation zwischen Daimler India, Pune, Universität Hohenheim und Council on Scientific & Industrial Research, New Delhi

Jatropha-Biodieselprojekt zur Gewinnung von Biodiesel aus der Frucht der Jatropha-Pflanze, die auf erodierten und nicht anbaufähigen Böden wächst. Die Prüfung der technischen Machbarkeit (Verwendbarkeit in Kfz-Motoren) ist abgeschlossen, die Wirtschaftlichkeitsprüfung im Gange.

Chancen: Arbeitsbeschaffung und zusätzliche Einkommensbeschaffung in ländlichen Gebieten, Einsparung fossiler Energien und von CO²-Ausstoß, Nutzung und Rekultivierung erodierter Böden, Konsolidierung des Kfz-Marktes.

Risiken: Die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in Indien sind sehr intensiv genutzt, deshalb besteht das Risiko der Konkurrenz zwischen Anbau von Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen, Konfrontationsgefahr mit Umweltschutzgruppen.

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas 

Metro Group

CSR-WeltWeit Fallstudie: Trainingsprogramme für Fischer und Landwirte im Bereich Qualitätssicherung und Umweltschutz

Quelle: Deutsche Botschaft, Neu-Delhi

Sonstiges

Katastrophenhilfe nach dem Tsunami

Der Tsunami hat eine unbekannte, aber weit über 100.000 liegende Zahl von Todesopfern gefordert, dazu Verletzte und Sachschäden in nicht bezifferbarer Höhe. Die indische Regierung hatte – wie stets bei Naturkatastrophen – staatliche Notfallhilfe abgelehnt, aber Hilfe auf privater Basis zugelassen.

„German Business Community“

Die „German Business Community“ mit Siemens, ThyssenKrupp, Bayer und Deutsche Bank an der Sitze hat zusammen mit der Deutschen Botschaft und den Deutschen Generalkonsulaten eine gemeinsame Stiftung eingerichtet, die zusammen mit einer indischen NRO (Srinivasan Services Trust, SST) den Wiederaufbau von fünf Dörfern in zwei Bezirken in Tamil Nadu finanziert und organisiert hat. Ziel ist, bis etwa 2010 80% der Betroffenen wieder über die Armutsgrenze zu führen. Folgende Maßnahmen im Wert von 2,2 Mio Euro werden gefördert:

  • Bau jeweils eines Zentrums für Erste Hilfe und Trauma-Behandlung mit einer Kapazität von 150-200 Patienten täglich;
  • Einrichtung jeweils eines Sozialzentrums;
  • Unterstützung zur Erzielung von Einkommen für den Lebensunterhalt durch
    Fischereiausrüstung und Ausbildungsprogramme für die langfristige Sicherung des Lebensunterhalts;
  • Ausbildung für die Reparatur beschädigter Ausrüstung;
  • Ausbildungsprogramme für andere Formen der Meeresbewirtschaftung (Anbau von Seetang, Fischzucht) durch genossenschaftliche Selbsthilfegruppen;
  • Bau von 150 Häusern pro Dorf zur Wohnraumbeschaffung;
  • Instandsetzung öffentlicher Einrichtungen wie Straßen und Kanalisation, Kindergärten und Schulen sowie Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften

Kontakt: German Business Community, c/o German Consulate General, Mumbai

Chancen und Risiken von diesem Engagement:

  • Chancen: Wiederherstellung einer Basis für die Sicherung des Lebensunterhaltes der betroffenen Menschen, öffentliche Anerkennung
  • Risiken: Nachhaltigkeit bei Beendigung des Projekts

Siemens

Soforthilfe in Höhe von 50.000 Euro für 5.000 Menschen in Zusammenarbeit mit dem indischen Roten Kreuz mit „Family Kits“ (Kleidung, Nahrung, die wichtigsten Gebrauchsgegenstände, Betten usw) bei freiwilligem Engagement von Beteriebsangehörigen. Langzeitaufbau gemeinsam mit German Business Group.

Chancen und Risiken von diesem Engagement:

  • Chancen: Soforthilfe im akuten Notfall, öffentliche Anerkennung
  • Risiken: Nachhaltigkeitsproblem

Daten & Fakten

Land: Republik Indien
Hauptstadt: Neu-Delhi
Fläche: 3 287 000 km²
Bevölkerung: 1,027 Mrd. (Volkszählung 2001)
Wirtschaftssystem: Marktwirtschaft mit hohem Anteil an Staatsunternehmen
Politisches System: Präsidiale Bundesrepublik
Arbeitslosenquote: 7,2 % (2007 est.)
Inflationsrate (CPIX): 6,4 % (2007 est.)
BIP: 1,099 Bio. USD (2007 est.) = 870 Mrd. Euro
BIP/Kopf: 2 800 USD (PPP, 2008 est.) = 2 000 Euro
Religionen: Hinduismus (ca. 80,5 %), Islam (ca. 13,4%), Christentum (ca. 2,3%), Sikhismus (ca. 1,8%) sowie Buddhismus, Jainismus, Parsen und andere
HDI: Rang 128 von 177 (2007/2008)
CPI: Rang 72 von 179 (2007)
BTI: Status Index: Rang 25 von 125; Management Index: Rang 19 von 125 (2008)