Website-Pfad
Kasachstan
CSR-Stellenwert
Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen ist in Kasachstan noch ein fremdes Phänomen. Die Verantwortung für die soziale Versorgung der Bevölkerung ist weitgehend in staatlicher Hand. Die oligarchisch strukturierte Wirtschaft sieht, dieser Linie folgend, ihre Aufgabe überwiegend in ökonomischem Handeln. Die politische Führung erwartet aber, dass sich die Unternehmen für politisch gewünschte Projekte engagieren.
Soziales Engagement findet auf der Ebene der NGO’s statt, die aber weniger von Unternehmen als von staatlicher und internationaler Seite finanziert werden.
Eine der großen Ethnien der kasachischen Gesellschaft ist moslemisch, in moderater säkularer Ausprägung. In der islamischen Wertevorstellung ist die Verpflichtung des sozialen Einsatzes desjenigen verankert, der über ausreichende Ressourcen verfügt. Gleiches gilt für die russisch-orthodox geprägte zweite große Ethnie.
Von den internationalen Organisationen und Mittlern wird CSR wenig betrieben. Im Vordergrund stehen vielmehr Projekte zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Kasachstans.
Auf überwiegend lokaler Ebene gibt es vielfache Bestrebungen, soziale Strukturen aufzubauen und in der Zivilgesellschaft gesellschaftliche Verantwortung für soziale Fragen zu wecken. Die Beteiligung von in Kasachstan ansässigen Unternehmen ist jedoch eher zurückhaltend.
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
CSR-Verständnis
Die Politik hat soziale Erwartungen an die kasachischen Unternehmen, weil man noch mental der Epoche anhängt, als die Wirtschaft der Politik subordiniert war und zur Erreichung politischer Ziele eingespannt wurde.
Religiöse Faktoren spielen in Kasachstan fast keine Rolle: Wie Gallup Polls immer wieder zeigen, ist Kasachstan das einzige Land mit substantieller moslemischer Bevölkerung, in dem die Befragten nicht angeben, sie sähen Religion als wichtigen Teil ihres täglichen Lebens.
Für die kasachische Staatsführung und die kasachische Wirtschaft stehen noch immer die Umstrukturierung der inländischen Wirtschaft im Vordergrund. Das Streben nach einem beschleunigten Aufbau einer Verarbeitungs-, Hightech- und wissenschaftsintensiven Industrie läßt sozialpolitische Gesichtspunkte in den Hintergrund treten. Zudem ist in der Gesellschaft das Prinzip der staatlichen verantwortlichen Sozialfürsorge verhaftet.
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
Erwartung an Unternehmen
Die Politik erwartet von Unternehmen vor allem, dass sie profitabel wirtschaften und mit ihren Produkten der Gesellschaft dienen. Die Gesellschaft dagegen shat die moralische Erwartung an Unternehmen, dass diese sich gesellschaftlich engagieren.
An ausländische Unternehmen gibt es keine speziellen Erwartungen.
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
Rahmenbedingungen
Initiativen der Wirtschaft
WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT
Netzwerk vor Ort seit 2003
Ansprechpartner vor Ort
BCSD Kazakhstan
Kazakhstan Business Council for Sustainable Development
Gulsara Yedilbaeva
Executive Director, Kazakhstan
office #506
30 a, Kabanbai Batur street,
Astana 010000
Kazakhstan
Tel: +7 3172 59-20-19,
Fax: +7 3172 59-20-56
E-mail: g_edilbaeva (at) epa (dot) kz
Website: www.kap.kz
Handlungsfelder
Bildung
Eckdaten
- Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 2,3% (2005)
- Schulpflicht: 7 – 17 Jahre
- Einschulungsquote: 93% der schulpflichtigen Kinder (2004)
- Alphabetisierung (Definition: ≥ 15jährige können lesen und schreiben): Gesamtbevölkerung: 99,5%; Männlich: 99,8%; Weiblich: 99,3% (1999 est.)
- HDI Education Index: Rang 73 von 177: 0,973 (1 = max., 0 = keine Bildung)
- Durchschnittliche Dauer des (Hoch-)Schulbesuchs: Gesamt: 15 Jahre; Männlich: 15 Jahre; Weiblich: 16 Jahre (2007)
Zentrale Handlungsfelder im Bereich Bildung in Kasachstan sind Bildungs- und Ausbildungsinitiativen. Dabei stehen Berufsbildungsvorhaben im Vordergrund.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kasachstan
http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/654.htm
Auslandshandelskammer
http://www.ahk.de/index.php?id=kasachstan
European Business Association of Kazakhstan
http://www.eurobak.kz/indexfull.php
Friedrich-Ebert-Stiftung - Auslandsbüro Kasachstan
http://www.fes.de/international/moe/in_moe/kasa.htm
Unternehmensbeispiele
Vorhaben gibt es auf bilateraler staatlicher Seite und in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit, z.B. Fortbildung von Führungskräften in der Wirtschaft, Managerfortbildungsprogramm (InWent auf deutscher Seite und Turan Profi auf kasachischer Seite), oder Berufsausbildung für Frauen und Mädchen (GTZ-Projekt).
Aktiv sind auch die Knauf Gips AG und die Handwerkskammer Trier.
Randstad Deutschland GmbH & Co.KG
CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
Politische Mitwirkung
Eckdaten
- Wahlrecht: 18 Jahre; universell
- Rangliste der Pressefreiheit: Rang 125 von 169 (2007)
Die kasachische Gesellschaft ist trotz der Vielzahl der unterschiedlichen religiösen, ethnischen Gruppierungen, eine relativ homogene Gesellschaft, in der offensichtliche Ausgrenzungen von Gruppen oder Instabilitäten nicht zu Tage treten.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kasachstan
http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/654.htm
Auslandshandelskammer
http://www.ahk.de/index.php?id=kasachstan
European Business Association of Kazakhstan
http://www.eurobak.kz/indexfull.php
Friedrich-Ebert-Stiftung - Auslandsbüro Kasachstan
http://www.fes.de/international/moe/in_moe/kasa.htm
Der Bereich Politische Mitwirkung ist daher als Handlungsfeld für unternehmerisches Engagmenet nicht sehr relevant.
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
Teilhabe
Die kasachische Gesellschaft ist trotz der Vielzahl der unterschiedlichen religiösen, ethnischen Gruppierungen, eine relativ homogene Gesellschaft, in der offensichtliche Ausgrenzungen von Gruppen oder Instabilitäten nicht zu Tage treten.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kasachstan
http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/654.htm
Auslandshandelskammer
http://www.ahk.de/index.php?id=kasachstan
European Business Association of Kazakhstan
http://www.eurobak.kz/indexfull.php
Friedrich-Ebert-Stiftung - Auslandsbüro Kasachstan
http://www.fes.de/international/moe/in_moe/kasa.htm
Der Bereich Teilhabe ist daher für unternehmerisches Engagement nicht sehr relevant.
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
Umwelt
Im Umweltbereich, hier vor allem dieim Bereich der nuklearen Altlasten, besteht in Kasachstan Handlungsbedarf.
Eckdaten
- Emission CO2: 0,7% vom Weltgesamtausstoß (2004)
- Emission CO2 pro Kopf: 13,3 t (2004)
- Energieverbrauch: 76,43 Millionen kWh (2005)
- Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 35 km3/Jahr (2%/17%/82%); Pro Kopf: 2,360 m3/Jahr (2000)
- Wasser-, Solar-, Wind-, Geothermalengerie: 1,3 % des Primärengerieverbrauchs (2005)
Bei Investitionen deutscher Firmen, wie bei Investitionen in Deutschland, sind strenge Maßstäbe einzuhalten, die sich auch an Vorgaben aus Deutschland orientieren.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kasachstan
http://www.gtz.de/de/weltweit/europa-kaukasus-zentralasien/654.htm
Auslandshandelskammer
http://www.ahk.de/index.php?id=kasachstan
European Business Association of Kazakhstan
http://www.eurobak.kz/indexfull.php
Friedrich-Ebert-Stiftung - Auslandsbüro Kasachstan
http://www.fes.de/international/moe/in_moe/kasa.htm
Ein Beispiel für Engagement im Bereich Umwelt ist die Bewirtschaftung der Region um die Kultivierung des verlandeten Aralsees; ein Akteur ist hier die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ).
Unternehmensbeispiele
Randstad Deutschland GmbH & Co.KG
CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas
Quelle: Deutsche Botschaft, Astana
Daten & Fakten
Weiterführende Links
- Bertelsmann Transformation Index - Kasachstan
- Corruption Perceptions Index 2008 (CPI)
- Deutsche Auslandshandelskammer Kasachstan
- Deutsche Botschaft Astana
- European Business Association of Kazakhstan
- GTZ Kasachstan
- Human Development Index - Kasachstan
- Kasachstan - Anti-Korruptions-Informationen
- Länderinformationen Kasachstan des Auswärtigen Amts
