Website-Pfad
Kolumbien
CSR-Stellenwert
Das Thema „Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen“ (hier gebräuchlicher Begriff: „Responsabilidad Social Empresarial“ - RSE) hat in Kolumbien einen hohen Stellenwert, obwohl die Diskussion über dieses Thema noch relativ neu und vielleicht nicht ganz so fortgeschritten ist, wie andernorts. Bedingt durch die kolumbianischen Verhältnisse ist nicht immer klar, dass es um unternehmerisches Engagement jenseits des gesetzlich gebotenen Minimums (z.B. Pflicht, ordnungsgemäß Steuern abzuführen und gesetzlich vorgeschriebene Sozialstandards einzuhalten) geht.
Das Thema CSR ist regelmäßig Gegenstand von Symposien und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen und wird von den Medien häufig und prominent aufgegriffen. In- und ausländische Unternehmen, darunter auch deutsche, engagieren sich auf vielfältige Weise für gesellschaftliche Belange. Meinungsführer sind Unternehmerverbände und –Vereinigungen. Auch die kolumbische Regierung, insbesondere die im Präsidialamt angesiedelte Sozial- und Entwicklungsbehörde Acción Social, hat das Thema aufgegriffen und stark zur öffentlichen Bewusstseinsbildung beigetragen. Die Regierung verspricht sich von CSR positive Effekte v.a. bei der Armutsbekämpfung.
Internationale Organisationen spielen insbesondere im Rahmen der Konfliktbewältigung eine Rolle im Zusammenhang mit dem Thema CSR. Der UNHCR versucht, in- und ausländische Unternehmen für eine Initiative zur Beschäftigung von Binnenvertriebenen zu gewinnen. UNICEF engagiert sich im Rahmen eines PPP-Projekts mit dem Erziehungsministerium und einer Großbank im Bereich Schulbildung. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GTZ im Rahmen ihrer Projektarbeit, die sich in Kolumbien auf den Schwerpunkt Friedensförderung konzentriert, die Diskussion über CSR als Instrument zur Friedensentwicklung. In diesem Kontext fördert die deutsche EZ in Zusammenarbeit mit kolumbianischen Institutionen und Unternehmen sowie dem Global Compact ein Fortbildungsprojekt für Mitarbeiter von Unternehmen. Gemeinsam mit der Konrad Adenauer Stiftung verleiht die GTZ einen Friedenspreis für Unternehmer, der Leistungen im Bereich CSR würdigt.
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
CSR-Verständnis
Die Gründe für die Erwartungen seitens Politik und Gesellschaft gegenüber den Unternehmen sind zum einen in der wachsenden Sensibilität für die globale Debatte über CSR, zum anderen in der spezifischen Lage des Landes zu suchen. Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter einem internen Konflikt, der zum Teil gesellschaftliche Ursachen hat. Inzwischen ist es Allgemeingut, dass die Beseitigung dieser Ursachen Voraussetzung für die Überwindung des Konflikts ist und dass dabei alle gesellschaftlichen Kräfte einen Beitrag leisten müssen.
Da diese Konfliktursachen zum Teil sozio-ökonomischer Natur sind, kommt der Wirtschaft eine besonders wichtige Rolle zu. Einige Unternehmen haben in der Vergangenheit nicht immer eine positive Rolle gespielt und zum Teil zur Konfliktverschärfung (Schutzgeldzahlungen, Vertreibungen) beigetragen. Die Erwartung an die Wirtschaft ist, durch Beschäftigung von Binnenvertriebenen und demobilisierten Paramilitärs oder Guerilla-Kämpfern sowie durch die Schaffung von Entwicklungsperspektiven insbesondere im ländlichen Raum zur Beilegung des Konflikts beizutragen.
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá; BMZ, Bonn.
Erwartung an Unternehmen
Die Erwartungen von Politik und gesellschaftlichen Akteuren an ausländische Unternehmen und Investoren beschränken sich keineswegs auf rein wirtschaftliche Belange, auch wenn v.a. die Regierung ausländische Direktinvestitionen in erster Linie als Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Überwindung der sozio-ökonomischen Konfliktursachen sieht.
Das Spektrum der gesellschaftlichen Probleme, bei deren Überwindung man auch von ausländischen Unternehmen einen Beitrag erwartet, ist breit. An erster Stelle steht sicher die Bekämpfung der Armut, wobei gesellschaftlichen Randgruppen und vom Konflikt besonders betroffene Teile der Bevölkerung (Binnenflüchtlinge, Indigene, afrokolumbianische Bevölkerung) im Vordergrund stehen. Aufgrund der in der Vergangenheit nicht immer posiviten Rolle von Unternehmen vor allem auch die Bedeutung eines "Do-no-harm" Ansatzes zu nennen, um nicht konfliktverschärfend zu wirken.
Darüber hinausgehende konkrete Tätigkeitsfelder im Bereich CSR sind: Beschäftigung, Opferfürsorge, Nahrungsmittelversorgung, Schulbildung, Gesundheit. Ein weiterer, zunehmend wichtiger Bereich ist der Umweltschutz.
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá; BMZ, Bonn.
Rahmenbedingungen
Initiativen der Wirtschaft
GLOBAL COMPACT - Netzwerk
Ansprechpartner
Ms. Luis Ernesto Salinas
E-mail: luis.ernesto.salinas (at) undp (dot) org
GC Office Country Coordinator
Jonas Haertle
E-mail: haertle (at) un (dot) org
WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT
Netzwerk vor Ort seit 1997
Ansprechpartner vor Ort
BCSD Colombia (CECODES)
Santiago Madriñán, Executive Director
Jaime Moncada, Program Director
Carrera 12 No. 93-31
Officina 405
Bogotá D.C. Colombia
Tel: +571 622 1224, 622 1303
Fax: +571 622 1157
Santiago Madriñán: cecodes (at) etb.net (dot) co
Jaime Moncada: ciedes (at) etb.net (dot) co
Website: www.cecodes.org.co
Handlungsfelder
Armut
Eckdaten
- Durchschnittliche Lebenserwartung: Gesamtpopulation: 72,54%; Männlich: 68,71%; Weiblich: 76,5% (2008 est.)
- Säuglingssterblichkeit: Total: 19,51 Tote/1000 Geburten; Männlich:23,18 Tote/1000 Geburten; Weiblich: 15,7 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
- Unterernährung: 13% (2002/04)
- Zugang zu sauberem Wasser: 93% (2004)
- Zugang zu sanitären Einrichtungen: 86% (2004)
- Human Poverty Index: Rank 14 von 108 (2007/2008)
- Gini Index: 53,8 (2005)
- Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 49,2% (2005)
Zentrales Handlungsfeld ist sicher die Armutsbekämpfung und zwar mit Schwerpunkt auf Personengruppen, die vom Konflikt besonders betroffen sind. Das sind in erster Linie die 2 bis 3 Mio. Binnenvertriebenen, die sich in den Randgebieten der Großstädte angesiedelt haben. Dort leben sie unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen und bilden die Rekrutierungsmasse für illegale Gewaltgruppen. Daher ist ihre Betreuung und Integration nicht nur ein humanitäres Anliegen, sondern auch von großer Bedeutung für die Überwindung des Konflikts. Konkret geht es um Beschäftigungschancen, Aus- und Fortbildung, aber auch um die Befriedigung von Grundbedürfnissen wie Wohnung, Nahrung und Gesundheitsversorgung.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kolumbien
http://www.gtz.de/de/aktuell/636.htm
Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
http://www.fescol.org.co/
Cámara de Industria y Comercio Colombo-Alemana
http://www.ahk-colombia.com
http://kolumbien.ahk.de
Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial –CCRE
http://www.ccre.org.co
Grundsätzlich sind alle staatlichen Institutionen, die in irgendeiner Weise mit der Bewältigung des Konflikts und seiner Ursachen befaßt sind, ansprechbar. Das für die Koordination von Aktivitäten zu Gunsten von Binnenvertriebenen und Minenopfern zuständige Amt des Vizepräsidenten, das Erziehungsministerium, das Gesundheitsministerium, die staatliche Entwicklungsbehörde (mit Kabinettsrang) Acción Social; ferner die Stadtverwaltungen der Großstädte, der Industriellenverband ANDI, mehrere Universitäten und große Unternehmen wie das Energieversorgungsunternehmen „Empresas Públicas de Medellín“ und zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, die sich mit Fragen des Opferschutzes, der Betreuung von Opfern (z.B. Landminenopfer), den Rechten gesellschaftlicher Randgruppen oder Umweltfragen befassen.
Chancen von Engagement im Bereich Armut
Die Chancen sind nicht zu übersehen. Gesellschaftliches Engagement gehört mittlerweile nicht nur zum guten Ton, v.a. für ausländische Unternehmen, von denen teilweise mehr erwartet wird als von einheimischen. Es garantiert zweifellos auch Akzeptanz, die sich im Ergebnis geschäftsfördernd auswirkt. Z.T. eröffnet die Bereitschaft, sich sichtbar gesellschaftlich zu engagieren, gute Kontakte zu hohen politischen Instanzen, was bisweilen hilfreich sein kann.
Unternehmensbeispiele
Siemens Andina S.A.
Die Fa. Siemens Andina S.A. hat eigens eine Stiftung ins Leben gerufen hat, die diverse CSR-Projekte u.a. auch in diesem Bereich unterstützt. Compañia Electrica de Sochagota (Evonik, früher Steag; Unterstützung von Sozial- und Gemeindezentren).
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
Bildung
Eckdaten
- Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 4,7% (2006)
- Schulpflicht: 5 – 15 Jahre
- Einschulungsquote: 83% der schulpflichtigen Kinder (2004)
- Alphabetisierung (Definition: ≥ 15jährige können lesen und schreiben): Gesamtbevölkerung: 92,8%; Männlich: 92,9 %; Weiblich: 92,7% (2004 est.)
- HDI Education Index: Rang 75 von 177: 0,869 (1 = max., 0 = keine Bildung)
- Durchschnittliche Dauer des (Hoch-)Schulbesuchs: Gesamt: 12 Jahre; Männlich: 12 Jahre; Weiblich: 13 Jahre (2006)
Der Bereich Bildung bietet grundsätzlich Spielraum für CSR, beginnend bei der Verbesserung der materiellen Ausstattung von Grundschulen in den Armutsvierteln der Großstädte, auf dem Land oder in Konfliktzonen, über die Ausbildung von Facharbeitskräften bis hin zur Verbesserung insbesondere der materiellen Ausstattung eines Teils der Hochschulen insbesondere außerhalb der Ballungszentren.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kolumbien
http://www.gtz.de/de/aktuell/636.htm
Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
http://www.fescol.org.co/
Cámara de Industria y Comercio Colombo-Alemana
http://www.ahk-colombia.com
http://kolumbien.ahk.de
Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial –CCRE
http://www.ccre.org.co
UNICEF
http://www.unicef.de
Deutsche Schule Bogota
http://www.colegioandino.edu.co
Unternehmensbeispiele
Siemens Andina S.A., Bayer S.A.
div. Projekte, u.a. Stipendienprogramm in Zusammenarbeit mit der Nationaluniversität.
Compañia Electrica de Sochagota (Evonik, früher Steag)
Bau von Schulen und Sporteinrichtungen.
Siemens AG
CSR WeltWeit-Fallstudie: Discovery Box - Experimentierkasten für die Vorschule
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
Gesundheit
Eckdaten
- Öffentliche Gesundheitsausgaben (Anteil am BIP): 6,4% (2004)
- Medizinische Versorgung: 135 Ärzte pro 100 000 Einwohner (2000- 2004)
- Säuglingssterblichkeit: Total: 19,51 Tote/1000 Geburten; Männlich:23,18 Tote/1000 Geburten; Weiblich: 15,7 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
- Müttersterblichkeit: 84 Tote/100 000 Geburten (1990-2004)
- Kinderunterernährung: 7% der unter 5jährigen (1996- 2005)
- HIV/AIDS Prevalence Rate (>15 Jahre): 0,7 % (2003 est.)
- HIV/AIDS Erkrankte: 190 000 Erkrankte (2003 est.)
- HIV/AIDS Tote: 3 600 (2003 est.)
Hauptproblem ist die personelle und materielle Ausstattung von Krankenhäusern der öffentlichen Gesundheitsversorgung sowie der Gesundheitsinfrastruktur in ländlichen Gebieten. Darüber hinaus ist bes. dringend die gesundheitliche Versorgung der Opfer des Konflikts und der Binnenvertriebenen. Eine Personengruppe, die besondere Unterstützung benötigt, sind die Opfer von Landminen. Kolumbien ist weltweit das Land mit den meisten Minenopfern. Die Regierung engagiert sich zwar und es gibt verschiedene Organisationen, die sich um die Opfer von Landminen, zumeist Angehörige der unteren Gesellschaftsschichten, kümmern. Es fehlt jedoch an Mitteln, um flächendeckend eine adäquate Notfallversorgung, die Versorgung mit Hilfsmitteln (Prothesen) und therapeutische Betreuung sowie die Reintegration der Opfer sicherzustellen.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kolumbien
http://www.gtz.de/de/aktuell/636.htm
Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
http://www.fescol.org.co/
Cámara de Industria y Comercio Colombo-Alemana
http://www.ahk-colombia.com
http://kolumbien.ahk.de
Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial –CCRE
http://www.ccre.org.co
Chancen von Engagement im Bereich Gesundheit
Jedwedes Engagement zu Gunsten der Opfer des Konflikts erfährt in Kolumbien besondere Anerkennung, was das Engagement für Unternehmen in diesem Bereich besonders attraktiv erscheinen lässt.
Unternehmensbeispiele
Vereinzelt Spenden spezialisierter Unternehmen (Medikamente, Ausrüstung).
Merck
Die Fa. Merck ist im Bereich Prävention („Gesundheitstage“, Untersuchung, Aufklärung) für Mitarbeiter und Bewohner benachbarter Viertel aktiv.
Otto Bock Health Care
Otto Bock Health Care unterstützt in Zusammenarbeit mit Polizei und Streitkräften Projekte für Minenopfer.
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
Politische Mitwirkung
Eckdaten
- Wahlrecht: 18 Jahre; universell
- Rangliste der Pressefreiheit: Rang 126 von 169 (2007)
Kolumbien besitzt eine relativ gefestigte Demokratie mit vergleichsweise starken Institutionen und einem sehr lebhaften politischen Diskurs. Für eine direkte politische „Mitwirkung“ insbesondere von ausländischen Unternehmen besteht an sich kein Spielraum. Sie wäre auch nicht unproblematisch und im Zweifel nicht willkommen. Ausländische Unternehmen sollten sich daher in anderen Feldern im Wege der CSR zur Lösung einer Reihe gesellschaftlicher Probleme beitragen, die die politischen Verhältnisse und v.a. den Konflikt maßgeblich prägen bzw. mit verursachen.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kolumbien
http://www.gtz.de/de/aktuell/636.htm
Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
http://www.fescol.org.co/
Cámara de Industria y Comercio Colombo-Alemana
http://www.ahk-colombia.com
http://kolumbien.ahk.de
Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial –CCRE
http://www.ccre.org.co
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
Teilhabe
Eckdaten
- Frauenanteil unter den Arbeitnehmern: 50% (1994-2005)
- Ethnische Gruppen: Mestizen 58%, Weiße 20%, Mulatten 14%, Schwarze, Schwarz-Ureinwohner 3%, Ureinwohner 1%
Chancengleichheit und Teilhabe gesellschaftlich benachteiligter Gruppen zählt ohne Zweifel zu den dringlichsten Handlungsfeldern auch für ausländische Unternehmen. Dies hängt mit dem internen Konflikt und der sozialen Ungleichheit zusammen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Opfer des Konflikts, bspw. Binnenvertriebene und Minenopfer.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kolumbien
http://www.gtz.de/de/aktuell/636.htm
Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
http://www.fescol.org.co/
Cámara de Industria y Comercio Colombo-Alemana
http://www.ahk-colombia.com
http://kolumbien.ahk.de
Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial –CCRE
http://www.ccre.org.co
Teilhabe von Mitarbeitern an unternehmensinternen Entscheidungsprozesses ist ein Thema, dass bisher wenig Aufmerksamkeit genießt; das Betriebsverfassungsrecht kennt so etwas wie betriebliche Mitbestimmung nicht.
Unternehmensbeispiele
Otto Bock Health Care
Otto Bock Health Care unterstützt in Zusammenarbeit mit Polizei und Streitkräften Projekte für Minenopfer.
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
Umwelt
Eckdaten
- Emission CO2: 0,2% vom Weltgesamtausstoß (2004)
- Emission CO2 pro Kopf: 1,2 t (2004)
- Energieverbrauch: 38,91 Millionen kWh (2005)
- Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 10,71 km3/Jahr (50%/4%/46%); Pro Kopf: 235 m3/Jahr (2000)
- Wasser-, Solar-, Wind-, Geothermalengerie: 12,0 % des Primärenergieverbrauchs (2005)
Der Umweltschutz ist vergleichsweise unterentwickelt. Gleichwohl gewinnt dieses Thema stark an Gewicht. Besonders aktuell sind im Falle Kolumbiens die Themen erneuerbare Energien und Schutz natürlicher Ökosysteme vor Zerstörung durch Drogenanbau. Ein wesentlicher Anknüpfungspunkt ist hier der Entwurf von alternativen Entwicklungen, die Alternativem im Kampf gegen Drogenanbau und –handel aufzeigen. Somit ist dieses Thema von entscheidender Bedeutung für die Überwindung des internen Konflikts dessen Akteure sich überwiegend über die Drogenökonomie finanzieren. Konkrete Ansatzpunkte für CSR: Finanzierung und Entwicklung alternativer Produktionsprojekte in vom Drogenanbau betroffenen Gebieten.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
GTZ Kolumbien
http://www.gtz.de/de/aktuell/636.htm
Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
http://www.fescol.org.co/
Cámara de Industria y Comercio Colombo-Alemana
http://www.ahk-colombia.com
http://kolumbien.ahk.de
Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial –CCRE
http://www.ccre.org.co/
UNODC
http://www.unodc.org
Acción Social
http://www.accionsocial.gov.co/portal/default.aspx
Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Umwelt
Das Thema Alternative Entwicklung genießt höchste Aufmerksamkeit; Engagement in diesem Bereich dürfte entsprechend auf starke Anerkennung treffen. Es gibt allerdings in diesem Bereich auch Risiken: Das Thema ist teilweise stark ideologiebeladen, vor allem die internationalen NGOs kritisieren vorhandene Projekte der Regierung stark. Darüber hinaus bringt Engagement in diesem Bereich zwangsläufig gewisse Sicherheitsrisiken mit sich, zumindest soweit dieses Engagement mit Reisen in die betroffenen Regionen verbunden ist (was nicht zwangsläufig der Fall sein muss).
Unternehmensbeispiele
Bayer AG
CSR WeltWeit-Fallstudie: Bayer AG - Strategische Partnerschaft mit United Nations Environment Programme im Bereich Jugend und Umwelt
Compañia Electrica de Sochagota
Compañia Electrica de Sochagota (Evonik, früher Steag) unterstützt Aufforstungsprojekte sowie den Bau gemeindlicher Wasserreservoirs.
Bayer S.A.
Bayer S.A. unterstützt Projekte, die die Wiederverwertung von Plastikabfall fördern.
Quelle: Deutsche Botschaft, Bogotá
Daten & Fakten
Weiterführende Links
- BCSD Colombia (CECODES)
- Bertelsmann Transformation Index - Kolumbien
- BMZ-Länderinformation - Kolumbien
- Centro Colombiano de Responsabilidad Empresarial (CCRE)
- Corruption Perceptions Index 2008 (CPI)
- Das CERCAPAZ-Programm der GTZ (deutsch)
- Das CERCAPAZ-Programm der GTZ (spanisch)
- Deutsch-Kolumbianische Industrie- und Handelskammer
- Deutsche Botschaft Bogotá
- Friedenspreis für Unternehmer (spanisch)
- Friedrich-Ebert-Stiftung in Kolumbien
- GTZ Kolumbien
- Human Development Index - Kolumbien
- Interamerican Developmet Bank - Publikationen und Konferenzen zu CSR
- Konrad-Adenauer-Stiftung Kolumbien
- Länderinformationen Kolumbien des Auswärtigen Amtes
- UNDP - Programa de las Naciones Unidas para el Desarrollo
- Univesidad de los Andes - Program on Social Initiatives
