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Russische Föderation
CSR-Stellenwert
CSR ist in Russland weitgehend neu, kann aber durch die globale Ausrichtung der russischen Wirtschaft zunehmende Bedeutung erlangen. CSR–Konzepte und -Strategien stehen am Anfang. Entsprechende internationale Rahmen und Strukturen werden wenig genutzt. Ein Grundverständnis für die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen ist vor allem in russischen Großbetrieben vorhanden, aber noch entwicklungsfähig. Ansätze zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung gibt es in russischen Firmen, wenn diese auch nicht im Rahmen von Initiativen wie dem Global Compact zu sehen sind und keine entsprechenden Strukturen aufweisen.
Es gibt Großunternehmen, die karitative Projekte unterstützen und dies auch in die Öffentlichkeit kommunizieren. Dabei werden vor allem Einrichtungen unterstützt, die sich um Anliegen von Kindern kümmern. Einige dieser Firmen haben dazu entsprechende Infrastrukturen eingerichtet und Personal beschäftigt. Auch ausländische Unternehmen bringen sich punktuell und /oder in bestimmten Feldern gesellschaftlich in Russland ein.
Großbetriebe sind in etlichen Regionen, vor allem in strukturschwachen Gebieten, über ihre Funktion als größte Steuerzahler hinaus wichtige Akteure in der Gestaltung sozialen und gesellschaftlichen Lebens in den entsprechenden Gebiets- und kommunalen Strukturen. In diesem Kontext fördern sie, indem sie ihre Infrastrukturen und personelle Ressourcen für gesellschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen. Diese Art der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ist vor allem in Betrieben vorzufinden, die sich unter staatlichem Einfluss befinden.
Das diesbezügliche Handeln geschieht oftmals aus einem Selbstbild heraus, das seine Wurzeln in sowjetischer Tradition hat, in der gesellschaftliches Engagement als Teil einer staatsnahen Unternehmenskultur selbstverständlich war. Diese CSR – Aktivitäten haben jedoch keine Anbindung an internationale Rahmen und Strukturen und basieren daher auch nicht auf entsprechenden konzeptionellen Grundlagen. Ob diese Unternehmen ihre bisherigen Aktivitäten konzeptionell weiterentwickeln und sie zu einem Teil ihrer unternehmerischen Strategie ausbauen, wird davon abhängen, ob sie international aktiv werden, ob die zukünftige wirtschaftliche Situation dies zulässt und ob es zukünftig entsprechende Erwartungen an sie geben wird.
Derzeit sind nach Informationen von UNDP 30 Partner im Global Compact registriert. Davon sind 20 Unternehmen (9 KMU), 5 Unternehmensvereinigungen und 5 NROen. Lediglich 4 Unternehmen beteiligen sich mit den entsprechend vorgesehenen Berichten und Informationen über ihre CSR-Maßnahmen. Auf der Webseite von Global Compact (www.undp.ru) finden sich NROen. Art und Umfang ihrer Beteiligung kann nicht beurteilt werden.
Insgesamt besteht der Eindruck, dass Unternehmen ihre CSR-Aktivitäten öffentlich darstellen, um damit Medienaufmerksamkeit zu erzielen, ohne dass ein tatsächliches Engagement nachweisbar wäre.
2004 entstand eine Sozialcharta der russischen Wirtschaft, die durch die Russische Vereinigung von Industriellen und von Unternehmern (RSPP) erarbeitet und 2008 verabschiedet wurde. Sie beschreibt freiwillige Selbstverpflichtungen, deren Einhaltung teilnehmende Unternehmen durch Unterzeichnung der Charta bekunden können. Derzeit haben 106 Unternehmen unterschrieben.
Unter der Schirmherrschaft der Regierung wird ein Wettbewerb „Rating der sozialen Verantwortung der Wirtschaft“ durchgeführt, in dem die sozial verantwortlichsten Unternehmen „prämiert“ werden. Das Kriterium zur Feststellung sozialer Verantwortung ist die Häufigkeit der Erwähnung eines Unternehmens oder einer Person in Verbindung mit sozialem Engagement in den Medien. 2006 standen auf den ersten fünf Plätzen Putin, die russische Regierung, die Duma und Ministerien der RF. Erst auf dem 6. Platz erschien Gazprom gefolgt von anderen Unternehmen. Es darf bezweifelt werden, ob die Nennungshäufigkeit von sozialem Engagement in den Medien ein geeignetes Kriterium zur Messung sozialer Verantwortung ist.
Quelle: Deutsche Botschaft, Moskau
CSR-Verständnis
Auf Grund der wirtschaftlichen Transformationserfahrungen hat die russische Bevölkerung vielfach negative Bilder von Unternehmen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde oftmals verantwortungsloses Verhalten von Unternehmern erfahren. Dies hat eine desillusionierte Meinung zur Verantwortung von Unternehmen geprägt. Zu berücksichtigen ist auch, dass eine Zivilgesellschaft, die mit der deutschen vergleichbar wäre, bislang nicht existiert.
Quelle: Deutsche Botschaft, Moskau
Erwartung an Unternehmen
Von der Politik wird erwartet, dass sich die wirtschaftliche Tätigkeit von Unternehmen im Rahmen der Gesetze des Landes bewegt. In dieser Hinsicht stehen deutsche, sowie ausländische Unternehmen insgesamt generell stärker unter Beobachtung als inländische Firmen. Erwartungen richten sich dabei u.U. nach örtlichen Gegebenheiten.
Quelle: Deutsche Botschaft, Moskau
Rahmenbedingungen
Initiativen der Wirtschaft
GLOBAL COMPACT-Netzwerk
Ansprechpartner vor Ort
Farid Garakhanov
farid.garakhanov (at) undp (dot) org
GC Office Country Coordinator
Nessa Whelan
whelan (at) un (dot) org
Asel Abdurahmanova
asel.abdurahmanova (at) undp (dot) org
WORLD BUSINESS COUNCIL FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT
Netzwerk vor Ort seit 1995
Ansprechpartner vor Ort
Vernadsky Foundation
Kirill Stepanov
General Director
Vernadsky Foundation - Russia
off. 601, 23 Obrucheva s
117 630 Moscow, Russia
Tel: +7 095 334 1820
Fax: +7 095 334 1709
E-mail: stepanov (at) vernadsky (dot) ru
Website: www.vernadsky.ru
Handlungsfelder
Armut
Link zum CSR WeltWeit-Dossier "Entwicklungsgeschäfte"
Eckdaten
- Durchschnittliche Lebenserwartung: Gesamt Bevölkerung: 65,94 Jahre; Männlich: 59,19 Jahre;Weiblich: 73,1 Jahre (2008 est.)
- Säuglingssterblichkeit: Total: 10,81 Tote/1000 Geburten; Männlich: 12,34 Tote/1000 Geburten; Weiblich: 9,18 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
- Unterernährung: 3% (2002/04)
- Zugang zu sauberem Wasser: 97% (2004)
- Zugang zu sanitären Einrichtungen: 87% (2004)
- Gini Index: 41,3 (2007)
- Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 15,8% (2007)
Russland ist als größtes Land der Erde von krassen Gegensätzen geprägt: Es hat eine Millionärsmesse, aber 61,4 Prozent der Einwohner leben von weniger als 3.000 Dollar im Jahr. Es wird von Konzernen beherrscht, aber viele Russen gründen als Alternative zur Arbeitslosigkeit Kleinunternehmen. Das schnelle Wirtschaftswachstum der letzten Jahre hat zwar den Lebensstandard vieler Russen verbessert, doch an abgelegene Provinzen wie Inguschetien oder Kalmückien ist der Aufschwung weitgehend vorübergegangen. Auch die Situation von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen wie etwa Rentnern ist kritisch, da die Entwicklung der Renten nicht mit der Preissteigerung mithält.
Unternehmer können mit ihrem wirtschaftlichen Engagement in Russland Versorgungslücken schließen und so zur Armutsbekämpfung beitragen: Mit Elektrogeräten sind russische Haushalte gut ausgestattet, die Handyversorgung liegt sogar bei 114,9 Prozent. Allerdings ist bei anderen Services und Produkten der Markt zum Teil unterversorgt: Nur 21,5 Prozent der Russen haben einen Internetanschluss, nur 69 Prozent haben Zugang zu Finanzdienstleistungen. Auch in den Bereichen Wohnen und Bauen, Gesundheit sowie Bildung ist das Angebot nicht ausreichend.
Es gibt in Russland etwa 6 Millionen Kleinunternehmer. Diese brauchen für ein Wachstum ihres Unternehmens vor allem Zugang zu Finanzierung, die bisher häufig nicht verfügbar ist. Derzeit beträgt das Volumen von Mikrokrediten etwa 1 Milliarde Dollar, der Markt wird auf bis zu 7 Milliarden Dollar geschätzt.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
Nichtregierungsorganisationen (NRO): Es haben sich eine Reihe NROen entwickelt, die in diesem Bereich auf unterschiedlichen Ebenen tätig sind. Hervorzuheben sind die mit Hilfe aus Deutschland entstandenen Organisationen Zentrum für soziale Entwicklung und Selbsthilfe „Perspektive“, der Moskauer Verein der „Barmherzigen Schwestern“ und die Organisation „Phönix“.
Regierung: Präsident, Premierminister, Ministerium für Gesundheit und soziale Entwicklung und angeschlossene föderale Agenturen und Dienste, entsprechende Strukturen der Regionen und Kommunen; Staatsduma, föderale Parlamente, Russischer Rentenfond, wissenschaftliche Einrichtungen, Arbeitgeber, Gewerkschaften
Internationale Organisationen: ILO, UNDP, WHO
GTZ International Services in der Russischen Förderation
http://www.gtz.de/de/praxis/17042.htm
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
http://russland.ahk.de/
Konrad-Adenauer-Stiftung - Auslandsbüro Russland
http://www.kas.de/proj/home/home/49/1/index.html
CIM Russische Föderation
http://www.cimonline.de/de/weltweit/361.asp
Bildung
Eckdaten
- Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 3,8% (2005)
- Schulpflicht: 6 – 15 Jahre
- Einschulungsquote: 91% der schulpflichtigen Kinder (2004)
- Alphabetisierung (Definition: ≥ 15jährige können lesen und schreiben): Gesamtbevölkerung: 99,4%; Männlich: 99,7%, Weiblich: 99,2% (2002 census)
- HDI Education Index: Rang 67 von 177: 0,956 (1 = max., 0 = keine Bildung)
- Durchschnittliche Dauer des (Hoch-)Schulbesuchs: Gesamt: 14 Jahre; Männlich: 13 Jahre; Weiblich: 14 Jahre (2006)
Die russische Forschungs- und Bildungspolitik wird in den letzten Jahren hauptsächlich durch das Nationale Projekt „Bildung“ bestimmt. Eine der Hauptherausforderungen staatlicher Bildungspolitik ist es, die Bildungspolitik mit den die Bedürfnissen der Wirtschaft in Übereinstimmung zu bringen. Einer der Schwerpunkte der Modernisierung der Bildungsprogramme ist die Einbeziehung der Wirtschaft in den Bildungsprozess. Als ein Ergebnis dieser und anderer Maßnahmen sollen die Gehälter im Bildungsbereich von derzeit 65% (2007) auf 75 % (2010) des durchschnittlich in der Wirtschaft gezahlten Lohnes ansteigen, damit das Bildungssystem durch gut qualifiziertes und engagiertes Lehrpersonal gestaltet werden kann.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
Nichtregierungsorganisationen (NRO): Es haben sich eine Reihe NROen entwickelt, die in diesem Bereich auf unterschiedlichen Ebenen tätig sind. Hervorzuheben sind die mit Hilfe aus Deutschland entstandenen Organisationen Zentrum für soziale Entwicklung und Selbsthilfe „Perspektive“, der Moskauer Verein der „Barmherzigen Schwestern“ und die Organisation „Phönix“.
Regierung: Präsident, Premierminister, Ministerium für Gesundheit und soziale Entwicklung und angeschlossene föderale Agenturen und Dienste, entsprechende Strukturen der Regionen und Kommunen; Staatsduma, föderale Parlamente, Russischer Rentenfond, wissenschaftliche Einrichtungen, Arbeitgeber, Gewerkschaften
Internationale Organisationen: ILO, UNDP, WHO, UNESCO
Programme “Dinastija” und weitere derartige Stiftungen.
Stiftung “Otkrjitoje Obrazowanije“ (Offene Bildung“)
GTZ International Services in der Russischen Förderation
http://www.gtz.de/de/praxis/17042.htm
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
http://russland.ahk.de/
Konrad-Adenauer-Stiftung - Auslandsbüro Russland
http://www.kas.de/proj/home/home/49/1/index.html
CIM Russische Föderation
http://www.cimonline.de/de/weltweit/361.asp
Wohltätigkeitsfonds „Wladimir Potanin Foundation“
http://eng.fund.potanin.ru
Russischer Unternehmerverband (AG Berufliche Bildung)
http://www.rspp.ru/Default.aspx.aspx?CatalogId=2879
InWent Russland
http://gc21.inwent.org/ibt/de/modules/gc21/ws-mtp-alumniportal/ibt/xhtml/rus_prog_ueberblick.sxhtml
ZfA - Zentrale für das Auslandsschulwesen
http://www.auslandsschulwesen.de
Goethe-Institut
http://www.goethe.de/ins/ru/lp/deindex.htm
Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD)
http://www.daad.de
Die wirtschaftliche Entwicklung Russlands wird in den kommenden Jahren wesentlich von der ausreichenden Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften abhängen. Bereits jetzt herrscht in den wirtschaftlich aufstrebenden Regionen Fachkräftemangel.
Die russische Regierung hat den Reformbedarf im Bereich der beruflichen Bildung erkannt und diesen in das „Nationale Projekt“ Bildung integriert.
Unternehmensbeispiele
Schaffung eines Berufbildes und Einführung eines entsprechenden Ausbildungsganges.
Daimler AG
CSR-WeltWeit Fallstudie: Automotive Academy Network
Quelle: Deutsche Botschaft, Moskau
Gesundheit
Eckdaten
- Öffentliche Gesundheitsausgaben (Anteil am BIP): 3,7% (2004)
- Medizinische Versorgung: 425 Ärzte pro 100 000 Einwohner (2000- 2004)
- Säuglingssterblichkeit: Total: 10,81 Tote/1000 Geburten; Männlich: 12,34 Tote/1000
- Geburten; Weiblich: 9,18 Tote/1000 Geburten (2008 est.)
- Müttersterblichkeit: 32 Tote/100 000 Geburten (1990-2004)
- Kinderunterernährung: 3% der unter 5jährigen (1996- 2005)
- HIV/AIDS Prevalence Rate (>15 Jahre): 1,1 % (2001 est.)
- HIV/AIDS Erkrankte: 860 000 Erkrankte (2001 est.)
- HIV/AIDS Tote: 9 000 (2001 est.)
- Lebenserwartung: Gesamt Bevölkerung: 65,94 Jahre; Männlich: 59,19 Jahre; Weiblich: 73,1 Jahre (2008 est.)
Theoretisch ist die ärztliche Behandlung kostenfrei, in der Praxis müssen Patienten/innen jedoch regelmäßig verdeckte Zuzahlungen leisten, um angemessen und zeitnah behandelt zu werden. Auch wenn die Einkommen des medizinischen Personals in den vergangenen Jahren angestiegen sind, sind sie noch immer vergleichsweise niedrig.
Nach Angaben des föderalen statistischen Amtes Rosstat betrug der Monatsdurchschnittslohn des medizinischen Personals im vorigen Jahr rund 10 Tausend Rubel (ca. 300 Euro) mit starken regionalen Abweichungen.
Weitere strukturelle Schwächen liegen in einer zu stark auf klinische Behandlung ausgerichteten Gesundheitsversorgung bei gleichzeitigem Mangel an Allgemeinmedizinern, dem weitgehenden Fehlen von präventiven Gesundheitskonzepten, Effizienzverlusten durch unterschiedliche Kompetenzen im Gesundheitswesen auf föderaler, regionaler und kommunaler Ebene, sowie einer strukturellen Unterfinanzierung des Gesundheitssystems aufgrund der geringen Beiträge zur Krankenversicherung.
Eine große Herausforderung liegt in der demographischen Entwicklung, die durch präventiv ausgerichtete Gesundheitskonzepte mit Strategien zur Förderung von gesunder Lebensweise, insbesondere im Hinblick auf Alkohol- und Tabakkonsum positiv beeinflusst werden könnte.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
Nichtregierungsorganisationen (NRO): Es haben sich eine Reihe NROen entwickelt, die in diesem Bereich auf unterschiedlichen Ebenen tätig sind. Hervorzuheben sind die mit Hilfe aus Deutschland entstandenen Organisationen Zentrum für soziale Entwicklung und Selbsthilfe „Perspektive“, der Moskauer Verein der „Barmherzigen Schwestern“ und die Organisation „Phönix“.
Regierung: Präsident, Premierminister, Ministerium für Gesundheit und soziale Entwicklung und angeschlossene föderale Agenturen und Dienste, entsprechende Strukturen der Regionen und Kommunen; Staatsduma, föderale Parlamente, Russischer Rentenfond, wissenschaftliche Einrichtungen, Arbeitgeber, Gewerkschaften
Internationale Organisationen: ILO, UNDP, WHO
GTZ International Services in der Russischen Förderation
http://www.gtz.de/de/praxis/17042.htm
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
http://russland.ahk.de/
Konrad-Adenauer-Stiftung - Auslandsbüro Russland
http://www.kas.de/proj/home/home/49/1/index.html
CIM Russische Föderation
http://www.cimonline.de/de/weltweit/361.asp
Politische Mitwirkung
Eckdaten
- Wahlrecht: 18 Jahre; universell
- Rangliste der Pressefreiheit: Rang 144 von 169 (2007)
Der freie Wettbewerb von politischen Alternativen und die aktive Partizipation der Zivilgesellschaft an politischen Prozessen sind für die Gestaltung einer stabilen Demokratie unverzichtbar, jedoch in Russland bislang nur schwach entwickelt. Präsident Medwedew hat daher wiederholt zu mehr bürgerlicher Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit aufgerufen. Sein Aufruf stößt allerdings auf weit verbreitete apolitische Grundeinstellung, Desinteresse und Politikverdrossenheit in der Bevölkerung. Teilweise sind institutionelle rechtliche Beteiligungsmöglichkeiten – zumindest theoretisch – vorhanden, spielen in der Praxis allerdings eine untergeordnete Rolle.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
Nichtregierungsorganisationen (NRO)und Stiftungen:
Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, z.B. gegen bestimmte Bauprojekte; Selbsthilfegruppen, z.B. der Autofahrer; NROen, die sich mit Bürgerrechten und gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigen, z.B. Institut "Kollektives Handeln", Memorial, Golos; Verbände der kommunalen Selbstverwaltungsorgane; Journalistenverbände; politische Stiftungen, z.B. die Gorbatschow-Stiftung; die Gesellschaftskammer als staatlich geschaffenes Institut zur Einbringung zivilgesellschaftlicher Impulse in den Gesetzgebungsprozess.
Regierung: Präsident, Premierminister, Ministerium für Gesundheit und soziale Entwicklung und angeschlossene föderale Agenturen und Dienste, entsprechende Strukturen der Regionen und Kommunen; Staatsduma, föderale Parlamente, Russischer Rentenfond, wissenschaftliche Einrichtungen, Arbeitgeber, Gewerkschaften
Internationale Organisationen: ILO, UNDP, WHO, UNESCO
GTZ International Services in der Russischen Förderation
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Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
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CIM Russische Föderation
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Politische Parteien binden ihre Wählerschaft kaum in Meinungsbildungsprozesse ein und spielen darüber hinaus in der politischen Entscheidungsfindung eine untergeordnete Rolle. Die außerparlamentarische Opposition ist wahrnehmbar, aber schwach. Zivilgesellschaftliche Organisationen vertreten in einzelnen Bereichen ihre Interessen mit Engagement, aber bisweilen mit nur geringem Erfolg.
Unternehmensbeispiele
Unternehmen sind mit CSR-Projekten zur politischen Mitwirkung eher zurückhaltend, finanzieren aber beispielsweise den "Petersburger Dialog" als zivilgesellschaftliches Forum.
Daimler AG
CSR-WeltWeit Fallstudie: Automotive Academy Network
Quelle: Deutsche Botschaft, Moskau
Teilhabe
Eckdaten
Frauenanteil unter den Arbeitnehmern: 65% (1994-2005)
Ethnische Gruppen: Russen 79,8%, Tataren 3,8%, Ukrainer 2%, Baschkiren 1,2%, Chuvash 1,1%, Andere 12,1% (2002 census)
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
Nichtregierungsorganisationen (NRO): Es haben sich eine Reihe NROen entwickelt, die in diesem Bereich auf unterschiedlichen Ebenen tätig sind. Hervorzuheben sind die mit Hilfe aus Deutschland entstandenen Organisationen Zentrum für soziale Entwicklung und Selbsthilfe „Perspektive“, der Moskauer Verein der „Barmherzigen Schwestern“ und die Organisation „Phönix“.
Regierung: Präsident, Premierminister, Ministerium für Gesundheit und soziale Entwicklung und angeschlossene föderale Agenturen und Dienste, entsprechende Strukturen der Regionen und Kommunen; Staatsduma, föderale Parlamente, Russischer Rentenfond, wissenschaftliche Einrichtungen, Arbeitgeber, Gewerkschaften
Internationale Organisationen: ILO, UNDP, WHO
GTZ International Services in der Russischen Förderation
http://www.gtz.de/de/praxis/17042.htm
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
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Konrad-Adenauer-Stiftung - Auslandsbüro Russland
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CIM Russische Föderation
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Unternehmensbeispiele
Finanzielle Unterstützung einer Einrichtung zur Betreuung von Straßenkindern, finanzielle Unterstützung einer Einrichtung zur Betreuung gehörgeschädigter Kinder.
Quelle: Deutsche Botschaft, Moskau
Umwelt
Eckdaten
- Emission CO2: 5,3% vom Weltgesamtausstoß (2004)
- Emission CO2 pro Kopf: 10,6 t (2004)
- Energieverbrauch: 985,2 Millionen kWh (2005)
- Wasserverbrauch (Haushalte/Industrie/Landwirtschaft): Total: 76,67 km3/Jahr (19%/63%/18%); Pro Kopf: 535 m3/Jahr (2000)
Umwelt und Naturschutz haben offiziell eine hohe Priorität in RUS. Art 42 der RUS Verfassung legt fest, dass jeder RUS Bürger einen Rechtsanspruch auf eine saubere Umwelt sowie vertrauenswürdige Informationen über ihren Zustand hat. Eine entsprechende Umweltgesetzgebung existiert erst seit 1992. Eine kompromisslose Implementierung der vorhandenen Regeln und Bestimmungen bleibt eine große Herausforderung, insbesondere in einer für die verschiedenen Regionen vergleichbaren Schärfe. Im Konflikt zwischen Naturschutz und Wirtschaftsinteressen bleibt erster noch häufig Verlierer.
Akteure
Als Akteure kommen grundsätzlich Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, CIM etc.), Handels- und Außenhandelskammern, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Ministerien (Industrieministerium, Ministerium für kleine und mittelständische Unternehmen) und politische Stiftungen (beispielsweise Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung oder Konrad-Adenauer-Stiftung) in Frage.
Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Stiftungen:
In RUS existieren inzwischen eine Vielzahl an NROen und wissenschaftlichen Stiftungen die im Bereich der Umwelt aktiv sind: z. B. Allrussische Vereinigung für Naturschutz, “Naturschutzgebiete“, Russisches regionales ökologisches Zentrum, Russisches Netz der Flüsse, Sozio-ökologische Union u.a.Regierung:
Präsident, Premierminister, "Ministerium für Natürliche Ressourcen und Umwelt (MPRE)" mit nachgeordneten Behörden ("Föderaler Dienst für Hydrometeorologie und Monitoring der Umwelt (ROSGIDROMET)", "Föderaler Dienst für ökologische, technologische und nukleare Aufsicht (ROSTECHNADSOR)", Föderale Agentur für Wasserresourcen (ROSWODRESURGY), Föderale Agentur für Naturresourcen (ROSNEDRA), Föderale Agentur für Wald und Forsten (ROSLECKHOS), Föderaler Kontrolldienst für Naturnutzung (ROSPRINADSOR)
Internationale Organisationen: ILO, UNDP, WHO, WWF, Greenpeace, IUCN, UNESCO-Weltnaturerbe
GTZ International Services in der Russischen Förderation
http://www.gtz.de/de/praxis/17042.htm
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
http://russland.ahk.de/
Konrad-Adenauer-Stiftung - Auslandsbüro Russland
http://www.kas.de/proj/home/home/49/1/index.html
CIM Russische Föderation
http://www.cimonline.de/de/weltweit/361.asp
DENA - Deutsche Energie-Agentur
http://www.dena.de/themen/thema-international/schwerpunkte/russland
Mit Amtsantritt Präsident Medwedew ist Umwelt in Russland zur Chefsache geworden. Im Mittelpunkt stehen dabei Ressourceneffizienz, Kommunale Wasser- und Abwasserwirtschaft, Gebäudesanierung bzw. -neubau, Anlagensicherheit.
Daten & Fakten
Weiterführende Links
- Bertelsmann Transformation Index - Russland
- Corruption Perceptions Index 2008 (CPI)
- Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
- Deutsche Botschaft, Moskau
- Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
- GTZ Russland
- Human Development Index - Russland
- KfW Länderinformationen Russland
- Länderinformationen Russische Föderation, Auswärtiges Amt
- Russian Union of Industrialists and Entrepreneurs (RSPP)
- Russland - Anti-Korruptions-Informationen
- The Russian Microfinance Center
- UN Global Compact Russia
- UNDP Russia
- Vernadsky Foundation
Weiterführende Studien
- Emergia Institute, Entwicklungsgeschäfte - Geschäfte machen gegen Armut, PDF 4 MB
- From Russia with Love - A national chapter on the global CSR agenda (2008), PDF 539 KB
- Forschungs- und Technologiekompetenz für eine Nachhaltige Entwicklung in den BRICS Staaten. Studie des Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung für den Rat für Nachhaltige Entwicklung (05/2008), PDF 1 MB
- GTZ/Rat für Nachhaltige Entwicklung, BRICS+G Sustainability and Growth. Brazil, Russia, India, China, South Africa and Germany in Dialogue on Sustainability Strategies (2008), PDF 2 MB
- UN Global Compact, Russian Business and the UN Global Compact (2007), PDF 1 MB
- Memorandum – on principles of Corporate Social Responsibility. Russian Managers Association Corporate Responsibility Committee (2006), PDF 146 KB
- Russia: The Evolving Corporate Responsibility Landscape by Alexey Kostin, Exec. Director, Corporate Social Responsibility Russian Ctr, PDF 92 KB
- GTZ, PPPreport: Asien — Zwischen Wiederaufbau und High-Tech-Zentren, PDF 1 MB
- GTZ, PPPreport: Asien - Neue Ideen für höhere Lebensqualität, PDF 1 MB

