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Südafrika

CSR-Stellenwert

Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist in Südafrika in Wirtschaft, Staat und Öffentlichkeit ein wichtiges Thema. Es wird von der Regierung sowie von in- und ausländischen Unternehmen aktiv gefördert. Bei einer Umfrage von Trialoge im Jahr 2005 unter mehr als 100 börsennotierten Unternehmen in Südafrika gaben 73,5 % an, dass sie Corporate Citizenship „sehr ernst“, 24,5%, dass sie es „ernst“ nehmen.

Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen in Südafrika geht auf die Zeit der sozialen Misstände während der Apartheid zurück. Zahlreiche Firmen investierten bis 1994 aktiv in soziale Initiativen, da der Staat keinen Handlungsbedarf für farbige Bevölkerungsgruppen sah. Die Wirtschaft hatte erkannt, dass die schlechten Lebensbedingungen der schwarzen Mehrheit die ökonomische Entwicklung bremsten. Die 1976 gegründete „Urban Foundation“ (heute; National Business Initiative, NBI) hatte sich in diesem Zusammenhang zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität der schwarzen Gemeinden zu verbessern.

Seit 1994 haben der politische Wandel und die Anstrengungen, die ungleiche Verteilung von Wohlstand aus den Zeiten der Apartheid auszugleichen, CSR in Südafrika vorangetrieben. Ausschlaggebend für das Engagement ist heute der von der Regierung aufgesetzte „Black-Economic-Empowerment Act“ (BEE) von 2003, der die Förderung von historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen festlegt. Vor allem die „Corporate Social Investment“-Vorgaben des BEE wirken unterstützend, da sich mit ihrer Hilfe CSR-Programme formalisieren und die Ergebnisse kommunizieren lassen.

Im Jahr 2003 wurden von Firmen 2,35 Milliarden RAND (ca. 193,4 Mio. Euro) für soziale Programme in Südafrika ausgegeben. Die Ausgaben von Unternehmen im Bereich CSR entsprachen damit ungefähr der Hälfte dessen, was internationale Geber für vergleichbare Aktivitäten aufbrachten, allerdings nur 1 % der Summe, die der Staat jährlich in soziale Projekte investiert. Der Trend zeigt steigende Ausgaben im Bereich CSR.

Quellen: Deutsche Botschaft, Pretoria / Stef Coetzee, CSR-Towards a new paradigm

CSR-Verständnis

Dem internationalen Trend folgend haben sich CSR-Programme in Südafrika seit 1994 von rein karitativen Programmen hin zu einem eher strategischen Investment in die gesellschaftliche Entwicklung Südafrikas ausgerichtete Aktivitäten entwickelt.

Die gesellschaftlichen Aktivitäten von Unternehmen sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Gefördert wird CSR vor allem durch folgende Faktoren:

  • Die neue Verfassung von 1994 und die Reform der Legislative haben soziale und Umweltthemen auf der Agenda der Unternehmen nach oben gerückt.
  • Der „Black-Economic-Empowerment Act“ (BEE) von 2003, der die Förderung von historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen festlegt, schreibt Unternehmen bestimmte Aktivitäten zur gerechteren Verteilung von Ressourcen vor.
  • Ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat zu einer intensiven Förderung von fachspezifischer Ausbildung geführt.
  • Die massive HIV/Aids-Problematik Südafrikas fördert das Engagement von Unternehmen im Handlungsfeld Gesundheit.

CSR-Verständnis von Unternehmen

Viele Unternehmen in Südafrika haben ein Verständnis für CSR. In Südafrika ansässige deutsche Unternehmen beschreiben den Nutzen von gesellschaftlichem Engagement wie folgt:

  • Aufbau eines sozialen Netzwerks; Erhöhung der gesellschaftlichen Integration des Unternehmens am Standort
  • Gewinn des Vertrauens der Investoren
  • Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber
  • Förderung der Kommune, in der sie tätig sind

Die meisten großen und multinationalen Unternehmen führen Projekte des gesellschaftlichen Engagements als Teil ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit durch. Das gilt auch für deutsche Unternehmen. Dieses Engagement geht meist über die staatlichen „Black-Economic-Empowerment“ (BEE)-Vorgaben hinaus. Diese Unternehmen planen CSR-Maßnahmen strategisch, messen ihre Fortschritte und veröffentlichen die Ergebnisse. In einigen Fällen nutzen Unternehmen „Public Private Partnership“-Modelle des BMZ, um gesellschaftliches Engagement umzusetzen.

Viele kleinere Firmen hingegen gehen ihr Engagement oft weniger geplant an und erfüllen nur soweit wie nötig die gesetzlichen Vorgaben. Sie spenden beispielsweise an Wohltätigkeitsorganisationen. Hier hat CSR einen eher philanthropischen Charakter.

Bei südafrikanischen Firmen, die keinen Markennamen vertreten oder nicht Zulieferer für multinationale Konzerne sind, werden häufig keine sozialen und ökologischen Mindeststandards eingehalten. Diese Situation findet man oft in der Landwirtschaft, inklusive dem Weinbau.

Eine starke Triebfeder von CSR ist der Johannesburg Stock Exchange (JSE), der für alle börsennotierten Unternehmen Standards im Bereich CSR setzt. Der „JSE Socially Responsible Investment Index“, der seit Mai 2004 ein Mal jährlich veröffentlicht wird, wurde in Anlehnung an den FTSE4Good-Index geschaffen und den südafrikanischen Rahmenbedingungen angepasst.

Es wäre für die Zukunft wünschenswert, dass die Programme des „Black-Economic-Empowerment“ (BEE) noch stärker in die CSR-Strategie von Unternehmen einfließen, da die Debatte um BEE weitgehend parallel zu den CSR-Aktivitäten läuft. Die Kombination der beiden Themen birgt erhebliche Synergiepotentiale.

Quellen: Deutsche Botschaft, Pretoria / Stef Coetzee, CSR-Towards a new paradigm

CSR-Verständnis der Politik

Der Staat spielt eine prominente Rolle in der CSR-Diskussion in Südafrika. Viele Herausforderungen der südafrikanischen Gesellschaft kann die junge Demokratie ohne Hilfe der Wirtschaft derzeit nicht zufrieden stellend bewältigen. Dazu gehören etwa die Armutsbekämpfung oder eine flächendeckende Bildungsoffensive. Daher werden Partnerschaften mit Unternehmen aktiv gesucht. 

Allerdings hat sich das Verständnis der Politik erst in jüngster Zeit weg von dem philanthropischen Ansatz hin zu einem umfassenden Konzept von sozialer, ökonomischer und ökologischer Entwicklung gewandelt.

Daher gibt es bisher (2008) auch noch kein festes Regelwerk, politische Vorgehensweisen oder Institutionen, die sich mit dem Thema CSR explizit beschäftigen.

Der wichtigste Beitrag der Politik sind die Regelungen des „Black-Economic-Empowerments“ (BEE). Die BEE-Vorgaben stellen an in- und ausländische Unternehmen besondere Anforderungen im Bereich CSR. Die BEE-Scorecard der Regierung fordert von Firmen, den durch die Apartheid „historisch benachteiligten“ Gesellschaftsgruppen u.a. bevorzugten Zugang zu Arbeitsplätzen und Firmenbeteiligungen, Managerpositionen sowie berufliche Weiterbildungsmaßnahmen zu gewähren.

Umgekehrt ist die Politik durch die BEE-Kampagne für CSR Themen sensibilisiert und steht daher dem Engagement von Firmen positiv gegenüber.

Quellen: Deutsche Botschaft, Pretoria / Stef Coetzee, CSR-Towards a new paradigm / Bertelsmann Stiftung, CSR-Navigator

CSR-Verständnis der Gesellschaft

„Black-Economic-Empowerment“ (BEE) ist in der südafrikanische Politik und Gesellschaft fest verankert, gesellschaftliches Engagement von Unternehmen wird dagegen vor allem als philanthropische Initiativen im Bereich Bildung oder Gesundheit verstanden.

Trotz der noch jungen Demokratie besitzt das Land eine ausgeprägte Bürgergesellschaft mit mehr als 100.000 Organisationen. Die meisten NGOs, die soziale Dienstleistungen erbringen, stehen Unternehmen freundlich gegenüber. Der Druck auf Unternehmen in Richtung CSR wird daher weniger von der gesellschaftlichen Seite als durch die politischen Vorgaben aufgebaut. Nur NGOs, die sich als Anwalt ihrer Interessensgruppen sehen, haben eine kritische Haltung gegenüber der Wirtschaft.

Die Konsumenten haben in Südafrika kein so starkes Gewicht wie etwa in Europa, da die Kaufkraft noch kein relevanter Motor für CSR-Aktivitäten ist. Laut einer Studie des UNISA-Zentrums für Corporate Citizenship haben lediglich 22% der südafrikanischen Konsumenten auf Grund einer guten CSR-Reputation eines Unternehmens dessen Produkt gekauft.

In den Medien spielt CSR noch eine untergeordnete Rolle. BEE-Themen sind dagegen täglich Thema in der Presse. Einzelne Initiativen, wie etwa die Berichterstattung im Rahmen des „Mail & Guardian’s Invest in the Future“-Award, führen die CSI Berichterstattung an.

Ein wesentlicher Treiber für CSR sind die Gewerkschaften. Vor allem bei Arbeitsrecht und Arbeitsbedingungen haben sie eine einflussreiche Stimme. Zum Teil arbeiten die Gewerkschaften mit den Führungsetagen der Unternehmen zusammen, um etwa HIV/AIDS-Medikamente an Angestellte zu verteilen. Grundsätzlich befürworten die Gewerkschaften verpflichtende CSR-Richtlinien.

Erwartung an Unternehmen

Seitens der Gesellschaft wird von Unternehmen in Südafrika erwartet, dass sie mindestens die Vorgaben des „Black-Economic-Empowerment“ erfüllen. Die wirtschaftliche Förderung von historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist daher Pflicht für jedes Unternehmen. Dazu gehören auch Engagement im Gesundheitswesen, in der (beruflichen) Bildung sowie in der regionalen Entwicklung.

Vor allem von internationalen Konzernen wird darüber hinaus Engagement in Themenfeldern wie Armutsbekämpfung und kommunaler Entwicklung gefordert. Die Konzerne profitieren von den günstigen Arbeitskräften Afrikas, daher sollen sie einen Teil ihres Erfolges an das Land und seine Bürger zurückgeben.

Rahmenbedingungen

Staatliche Regulierung

Neben den Vorgaben des „Black-Economic-Empowerment“ (BEE) gibt es in Südafrika keine speziellen Gesetze, die CSR regeln. Allerdings greift eine Reihe von Gesetzen, wenn es um die Verantwortung von Unternehmen geht.

Zu den nationalen Gesetzen kommt eine Reihe von CSR-relevanten internationalen Verträgen und Abkommen, die Südafrika ratifiziert hat. Dazu gehören die ILO Normen, Umweltschutz- sowie Menschenrechtsverträge. Die Umsetzung dieser Verträge in nationales Recht geht allerdings nur langsam voran. Teilweise gibt es auch Schwierigkeiten bei der Einhaltung und der Überwachung etwa von Umweltschutzgesetzen.

CSR-relevante Gesetze

National Black Economic Empowerment Act No. 53 (2003)
Setzt die nationalen Rahmenbedingungen für die Förderung von BEE. Das Gesetz legt eine Reihe von semi-verpflichtenden und freiwilligen Maßnahmen fest, die durch das Ministerium für Handel und Industrie (DTI) durchgesetzt werden. Das DTI setzt Standards, gibt die Richtwerte für die Umsetzung von CSR vor und fordert von Unternehmen, BEE in ihr Handeln aufzunehmen. Nur wer die BEE-Kriterien erfüllt kann beispielsweise an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen.

Mineral and Petroleum Resources Development Act No. 28 (2002)
Schreibt alle Bergbaurechte dem Staat zu. Verlangt, dass Firmen sich immer wieder um Lizenzen bewerben müssen. Firmen, die die BEE-Vorgaben einhalten, werden hier bevorzugt. Zudem können Firmen für Umweltschäden haftbar gemacht werden. 

Promotion of Access to Information Act No. 2 (2000)
Gesetz, das das verfassungsgemäße Recht auf Zugang zu Informationen durchsetzt. Erlaubt Zugang zu fast jeder Information, die der Staat oder private Personen besitzen.

Promotion of Equality and Prevention of Unfair Discrimination Act No. 4 (2000)
Zielt darauf ab, Diskriminierung zu verhindern, Gleichheit zu fördern und ungleiche Behandlung zu beseitigen. Das Gesetz ist für alle Bereiche der Gesellschaft gültig.

National Water Act No. 36 (1998)
Erklärt Wasser zu einer nationalen Ressource und verlangt, dass Verbraucher sich um eine Lizenz vom Staat bewerben. Das Gesetz enthält zudem strenge Regeln für die Reinhaltung von Wasser.

Employment Equity Act No. 55 (1998)
Verbietet ungerechte Behandlung am Arbeitsplatz und legt Programme für bestimmte Gruppen wie Schwarze, Frauen und Behinderte fest.

Skills Development Act No. 97 (1998)
Dieses Gesetzt legt fest, dass Unternehmen einen bestimmten Prozentsatz ihrer Ausgaben für Löhne und Gehälter an den „National Skill Fund“ bezahlen. Aus diesem Fonds werden wiederum Trainingsmaßnahmen und Ausbildungen bezahlt.

National Environmental Management Act No. 107 (1998)
Fördert unter anderem nachhaltige Entwicklung, den Zugang zu natürlichen Ressourcen sowie die Beteilung der Öffentlichkeit an Entscheidungen im Umweltbereich. Hält fest, dass Firmen für Umweltschäden verantwortlich gemacht werden können.

Südafrikanische Verfassung (1996)
Südafrika hat eine sehr fortschrittliche Verfassung, die detaillierte Bürger- und Menschenrechte enthält. Unter anderem garantiert die Verfassung Zugang zu medizinischer Betreuung sowie ausreichend Lebensmitteln und Trinkwasser.

Labor Relations Act No. 66 (1995) / Basic Conditions of Employment Act No. 75 (1997)
Beide Gesetze legen die grundlegenden Arbeitsbedingungen fest, fördern Abschlüsse von Tarifverträgen und Mitbestimmung am Arbeitsplatz.

Occupational Health and Safety Act No 85 (1993) /Mine Health and Safety Act No. 29 (1996)
Der „Occupational Health and Safety Act” umfasst die Anforderungen an die Systeme für Gesundheit- und Sicherheitsmanagement am Arbeitsplatz. Der „Mine Health and Safety Act” richtet den Fokus auf die Notwendigkeit, Unfälle und Todesfälle im Bergbau zu reduzieren.

Quellen: Deutsche Botschaft, Pretoria / Bertelsmannstiftung, CSR-Navigator, Hamann et al. 2005

Wirtschaftsinitiativen

Neben dem „Black-Economic-Empowerment“ (BEE)-Rahmenwerk gibt es wenige freiwillige Standards, die CSR in Südafrika unterstützen. Einige Brancheninitiativen – etwa im Bergbau – sehen vor, dass Unternehmen ihre Umwelt-Management-Pläne bei der Regierung einreichen. Das müssen sie allerdings nur erfüllen, wenn sie nicht ISO 14100 zertifiziert sind.

Auch die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) spielen eine Rolle, vor allem der Staat schätzt diese Form der Berichte. Im lokalen Netzwerk des Global Compact der Vereinten Nationen (GC) werden die Prinzipien des Paktes an Unternehmen in Südafrika getragen.

Ein international anerkannter Standard ist der „King 2 Report on Corporate Governance“. Er enthält unter anderem ein breit angelegtes Regelwerk für die Berichte über die CSR-Aktivitäten von Unternehmen.

CSR-Instrumente der Wirtschaft

Index des Johannesburg Stock Exchange (JSE):
Der “JSE Socially Responsible Investment Index” setzt Standards im Bereich CSR und nachhaltiger Investitionen. http://www.jse.co.za/sri/

King 2 Report on Corporate Governance in South Africa (2001)
Berichte über die Grundsätze von verantwortungsvoller Unternehmensführung; sie verlangen von Unternehmen ausdrücklich, über ihre nicht-finanziellen Leistungen zu berichten. http://www.iodsa.co.za/king.asp

Human Rights Compliance Assessment Tool
Dänisches Werkzeug, das derzeit gemeinsam mit dem “African Institute of Corporate Citizenship” und der Unterstützung der “South African Human Rights Commission“ an die südafrikanischen Rahmenbedingungen angepasst wird. www.humanrightsbusiness.org

International Trade Administration Commission of South Africa (2003)
Das Ziel der Kommission ist es, günstige Rahmenbedingungen für „Fairen Handel“ zu schaffen. http://www.itac.org.za/

National Anti-Corruption Forum
Das 1999 gegründete Forum bringt die Regierung und die Wirtschaft zusammen, um Korruption zu verhindern und zu bekämpfen. Unter anderem koordiniert es Branchen-Strategien gegen Korruption und veröffentlicht Best Practice Beispiele. www.nacf.org.za

Kimberley Process Certification Scheme (seit 2002)
Internationale Initiative, um den Handel mit Diamanten aus Konfliktgebieten einzudämmen. Die südafrikanische Regierung spielt eine wesentliche Rolle in diesem Prozess. http://www.dfa.gov.za/foreign/Multilateral/profiles/kimberly.htm

Business Against Crime
Die Organisation unterstützt seit 1996 die Anstrengungen der Regierung in der Verbrechensbekämpfung mit Wissen im unternehmerischen und technologischen Bereich. http://www.bac.co.za/

Global Compact South Africa
Das im Jahr 2000 gegründete lokale Netzwerk des UN Global Compact in Südafrika wird von der National Business Initivate koordiniert. Das aktive, ständig wachsende Netzwerk hat in den vergangenen Jahren beispielsweise Seminare zu den Themen nachhaltige Investitionen, Antikorruption und HIV/AIDS veranstaltet. http://www.nbi.org.za

Quellen: Bertelsmann Stiftung, CSR-Navigator

 

 

Handlungsfelder

Armut

Link zum CSR WeltWeit-Dossier "Entwicklungsgeschäfte"

Südafrika ist die stärkste Volkswirtschaft südlich der Sahara. Seit den ersten allgemeinen Wahlen im Jahr 1994, die das Ende der Apartheid markierten, ist das Land Teil der globalen Wirtschaft geworden, die Wirtschaft wächst. Die Regierung hat mit dem Gesetz zum „Black Economic Empowerment“ die Grundlage für ein Förderprogramm verabschiedet, das die „historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen“ in die Wirtschaft einbeziehen soll, die während der Apartheid weitgehend ausgeschlossen waren. So sollen die wirtschaftliche Basis des Landes erweitert und die Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum sowie neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Eckdaten

  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 49 Jahre
  • Kindersterblichkeitsrate: 87,4/1.000 (Kinder unter 5 Jahren)
  • Unterernährung: 12 % der unter 5jährigen
  • Zugang zu sauberem Wasser: 87 % der Einwohner
  • Zugang zu sanitären Einrichtungen: 67% der Einwohner
  • Human Development Index (HDI): Rang 121 von 177
  • Human Poverty Index (HPI-1): Rang von 56, mit einem Wert v. 30,9 % (0% minimale, 100% maximale Armut)
  • Gini-Index (Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen): 2000: 57,8 (0 = komplette Gleichverteilung, 100 = komplette Ungleichverteilung)

Trotzdem leben drei von vier Südafrikanern von weniger als 3.000 Dollar im Jahr. Der Prozentsatz der Armen unter den Farbigen ist historisch bedingt erheblich höher als unter den Weißen. Ungefähr die Hälfte davon lebt in ländlichen, die andere Hälfte in urbanen Gebieten. Die stadtnahen Armenviertel haben sich aus den Townships entwickelt, den Wohngebieten der Farbigen während der Apartheid. Die Versorgung mit ausreichend Wohnraum, Strom und Wasser in den Townships ist eine immense Herausforderung. Auch an anderen grundlegenden Diensten mangelt es: So haben nur 46 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Akteure

  • National Business Initiative (NBI)
    Die NBI (gegründet 1995) ist die Nachfolgeorganisation der “Urban Foundation” und des “Consultative Business Movement”. Sie ist die bekannteste wirtschaftsgetriebene CSR-Vereinigung in Südafrika. Sie koordiniert Projekte und fördert freiwillige Handlungsvereinbarungen der Wirtschaft in Bezug auf nachhaltige Entwicklung. www.nbi.org.za
  • New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) und NEPAD Business Foundation (NBF)
    Sie vereinigt die afrikanischen Wirtschaftsverbände der NEPAD-Länder; Organisation mit vornehmlich südafrikanischen Mitgliedern, die den “Corporate Governance Principles” (inklusive dem King 2 Report) folgt. www.nepadbusinessfoundation.org  /   http://www.nepad.org/
  • African Institute of Corporate Citizenship (AICC)
    Nonprofit Organisation (gegründet 2000); Fördert verantwortliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Afrika; Veranstaltet Kongresse zum Thema „Corporate Citizenship“ (2002 und 2004) und ist lokaler Partner für internationale CSR-Initiativen. www.aiccafrica.org
  • Centre for Development and Enterprise (CDE)
    Das CDE ist eine der wichtigsten unabhängigen Forschungs- und Beratungsorganisationen Südafrikas. Es untersucht nationale Entwicklungsthemen und deren Beziehung zu wirtschaftlichem Wachstum und demokratischer Entwicklung. Dabei ist vor allem interessant, welche Rolle Unternehmen in der Entwicklung des Landes spielen können. http://www.cde.org.za/
  • Southern African Regional Poverty Network (SARPN)
    Das SARPN ist eine Non-Profit-Organisation, die wirkungsvolle Politikrichtlinien, Strategien und Beispiele im Bereich der Armutsbekämpfung schaffen will. Dafür moderiert SARPN den Austausch von Ideen, fördert das Netzwerken und sammelt Wissen zu diesem Thema. http://www.sarpn.org.za/focus.php
  • Centre for the Analysis of South African Social Policy (CASASP)
    Der CASASP der Universität Oxford hat sich zum Ziel gesetzt, die Beseitigung von Armut und den Aufbau eines Bürgertums in Südafrika zu unterstützen. Das Centre betreibt empirische Forschung auf höchstem Niveau und Trainigsmaßnahmen auf internationalem Level. http://www.casasp.ox.ac.uk/

Mit der Einkommensarmut geht auch ein mangelnder Zugang zu sozialer Grundversorgung und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten einher sowie hohe Kriminalitätsraten und eine hohe HIV-Infektionsrate. Alle seit 1994 gewählten Regierungen machten die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit im Rahmen ihres nationalen Aufbau- und Entwicklungsprogramms deshalb zur Priorität.

Unternehmensbeispiele

Otto

„Cotton made in Africa“  

BMW Group

In Südafrika ist AIDS bereits die häufigste Todesursache. HIV/AIDS behindert die gesellschaftliche Entwicklung gerade dort am meisten, wo - wie in Südafrika - Wohlstand und soziale Sicherheit dringend gebraucht werden. Die BMW Group sieht sich aufgrund dieser besorgniserregenden Situation in ihrem Selbstverständnis als "Corporate Citizen" aufgerufen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zur Bekämpfung des Problems zu leisten. Die BMW Group bietet in Südafrika ihren Mitarbeitern, deren Familien und den Gemeinden durch Aufklärung, Vorbeugung und medizinische Versorgung umfassende Unterstützung im Kampf gegen HIV/AIDS. 

Ausführliche CSR WeltWeit-Fallstudie

Peter Riegel Weinimport GmbH

CSR-WeltWeit Fallstudie: Menschenwürdige und sozial faire Lebens– und Arbeitsbedingungen auf dem Bioweingut Stellar Organics

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas 

2006 haben Unternehmen begonnen, sich zum Handlungsfeld Armut auszutauschen: Die National Business Initiative (NBI) hat mit der Universität Stellenbosch Business School (USB) ein „Bottom of the Pyramid Learning Lab“ gegründet. Es gilt als Forum, in dem sich Unternehmen zu den Möglichkeiten der Erschließung der „Märkte der Armen“ austauschen können. Hauptidee ist hierbei, benachteiligte Bürger mit notwendigen Gütern zu versorgen und sich auf diese Weise den Zugang zu neuen und unterversorgten Märkten zu erschließen.

Quelle: Auswärtiges Amt (u.a.); UNDP

Bildung

Die Verbesserung und Förderung von Bildung ist eines der Hauptanliegen der südafrikanischen Regierung, da mangelnde Bildung und berufliche Ausbildung die größten Hindernisse auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung und Zukunftsfähigkeit des Landes darstellen.

Eckdaten

  • Öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (Anteil am BIP): 5,4 %
  • Schulpflicht: zwischen 7-16 Jahren
  • Einschulungsquote: Grundschule: 89 %; Sekundarschule: 66 % (2002/2003)
  • Analphabetenrate: Männer 16 %, Frauen 19 %
  • Universitäten: 21, die größten in Johannesburg und Pretoria
  • HDI Education Index: Rang 121 von 177: 0,806 (1 = max., 0 = keine Bildung)

Das durch die Apartheid-Politik nach Rassen getrennte Erziehungssystem galt stets als augenfälliges Symbol für Unterdrückung und Diskriminierung. Im April 1994 öffneten sich die staatlichen Schulen allen Kindern. Ziel ist seither die Schaffung eines einheitlichen, nicht rassen-orientierten Erziehungssystems, die Berücksichtigung der sprachlichen Vielfalt des Landes sowie die Einführung der allgemeinen Schulpflicht.
Der Schwerpunkt des unternehmerischen Engagements in Südafrika liegt im Bereich Bildung speziell auf Schulbildung und weiterführender Bildung. Hier wird besondere Aufmerksamkeit auf die Lese- und Schreibfähigkeit gelegt. Zudem fördern Unternehmen die berufs- und fachliche Ausbildung. Die CSR-Aktivitäten deutscher Firmen im Bereich Bildung sind ein wichtiger Beitrag zur Beseitigung des Fachkräftemangels.

Akteure

  • Readucate
    Der Readucate Trust ist eine Non-Profit-Organisation, die die Bildung von Schwarzen fördert. http://www.readucate.org/pages/our_trust.htm 
  • Unicef South Africa
    Das Kinderhilfswerk der UN fördert eine Reihe von Bildungsprojekten in Südafrika. http://www.unicef.org/infobycountry/southafrica.html 
  • Department of Trade and Industry (DTI)
    Das DTI ist der wichtigste staatliche Akteur im Bezug auf Black Economic Powerment (BEE) und Themen der „Corporate Governance“. Das DTI fördert wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch ein positives Investitionsklima. www.thedti.gov.za 
  • Department of Labour
    Das Arbeitsministerium hat die Initiative „Nedlac“ gegründet, die Wirtschaftsverbände, Arbeitnehmervereinigungen und Community Groups für Diskussionen und Verhandlungen über Themen der Wirtschafts- und Sozialpolitik an einen Tisch bringt. www.ppp.gov.za 
  • Department of Social Development
    Das Ministerium für gesellschaftliche Entwicklung unterhält zum Teil Partnerschaften mit Firmen, vor allem in Bereichen des „Corporate Social Investments“, also rein karitativen Projekten. www.welfare.gov.za 
  • National Business Initiative (NBI)
    NBI ist die bekannteste wirtschaftsgetriebene CSR-Vereinigung in Südafrika. Sie koordiniert Projekte und fördert freiwillige Handlungsvereinbarungen der Wirtschaft im Bezug auf nachhaltige Entwicklung. www.nbi.org.za 
  • NEPAD Business Foundation (NBF)
    Sie vereinigt die afrikanischen Wirtschaftsverbände der NEPAD-Länder; Organisation mit vornehmlich südafrikanischen Mitgliedern, die den “Corporate Governance Principles” (inklusive dem King 2 Report) folgt. www.nepadbusinessfoundation.org 
  • African Institute of Corporate Citizenship (AICC)
    Nonprofit Organisation (gegründet 2000); Fördert verantwortliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Afrika; Veranstaltet Kongresse zum Thema „Corporate Citizenship“ (2002 und 2004) und ist lokaler Partner für internationale CSR-Initiativen. www.aiccafrica.org

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Bildung
Unternehmen sehen in ihrem Engagement die Chance, dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften aktiv zu begegnen. Damit die geschulten Arbeiter nach Ende der Ausbildung das Unternehmen nicht verlassen, werden weitere Leistungen wie etwa eine kostenlose Gesundheitsversorgung als Anreize für den Verbleib im Betrieb geboten.

Unternehmensbeispiele

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Peter Riegel Weinimport GmbH

CSR-WeltWeit Fallstudie: Menschenwürdige und sozial faire Lebens– und Arbeitsbedingungen auf dem Bioweingut Stellar Organics

Daimler AG

CSR-WeltWeit Fallstudie: Automotive Academy Network

- u.a.: Baja Competition (zur Förderung von Wissenschaft, Mathematik und Technologie)
- Dinaledi Schools (Ausstattung von 102 Schulen mit tech. Equipment; in Zusammenarbeit mit Telkom Foundation)
- Unterstützung und Sponsoring der Rhodes University in Grahamstown, der Uni Witwatersrand in Johannesburg und der University of Cape Town

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas  

Deutsche Schule Johannesburg

Allgemein:
- Angebot an zusätzlichen Schulstunden (in Englisch, Kunst und Mathematik) für 75 Schüler aus 43 verschiedenen Grundschulen in Soweto an Samstagen
- Ausbildung von Lehrern
- Etablierung bestimmter Projekte (z.B. Experimente in wissenschaftlichen Laboratorien)

Diversity Management (aktive Integration von deutschen und südafrikanischen Schülern und somit Beitrag zur besseren interkulturellen Verständigung):
- Bei der Anmeldung und Zulassung in der fünften Klasse werden Bewerber aus sogenannten unterprivilegierten Gebieten bevorzugt (vor allem nicht-deutschsprachige schwarze und farbige Kinder)
- Wochenendfahrten und Ferienlager zur Entwicklung von Teamgeist und –fähigkeit

Weitere Informationen: www.dsj.co.za/site

Siemens AG

Globales Bildungsprogramm namens „Generation21“: Informiert junge Leute über die Firma Siemens und versucht ihr Interesse an Innovation, Technologie, Mathematik und an Wissenschaft generell zu wecken.

- Siemens hat über ZAR 180 Mio. (13,6 Mio. Euro) in den letzten 10 Jahren für berufliche Weiterbildung ausgegeben, wobei der Großteil des Geldes den historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu Gute gekommen ist
- Interne Programme schulen Mitarbeiter im Verwaltungs- und Managementbereich
- Siemens investiert jedes Jahr ZAR 1 Mio. (0,8 Mio. Euro) in Studenten, die an Unis und Fachhochschulen Ingenieurwesen studieren (80% der Mittel für Studenten, die aus historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen stammen)
- Um dem Fachkräftemangel im Telekommunikationssektor in der gesamten Region südlich der Sahara entgegenzutreten, hat Siemens ein Informations- und Kommunikationsinstitut in Pretoria etabliert
- Gemeinsame Ausbildungsprogramme mit Telkom, Regierungsinstitutionen, Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Institutionen
- Siemens Business Services arbeitet daran, mit Hilfe von „learnerships“ die Fähigkeiten und Kompetenzen im IT-Sektor zu verbessern. Diese bilden Studenten am Arbeitsplatz aus und vermitteln zugleich theoretisches Wissen
- „Sitrain“, Teil des Siemens Parks in Midrand, koordiniert Trainingseinheiten für die Kunden der Energie- und Industriegruppe

Gesundheit

Im Bereich Gesundheit konzentriert sich das unternehmerische Engagement im Wesentlichen auf das Thema Kampf gegen HIV/AIDS. Die HIV/AIDS Pandemie hat in Südafrika erschreckende Dimensionen erreicht: Laut WHO waren im Jahr 2004 21,5 % aller Erwachsenen mit dem Virus infiziert. Von den Betroffenen erhielten jedoch nur 21 % die Möglichkeit einer antiretroviralen Therapie. Der Einfluss von HIV/AIDS auf die Wirtschaft ist massiv, da Firmen z.B. durch den Verlust von Mitarbeitern und Fachwissen, erhöhten Gesundheits- und Ausbildungskosten sowie geringere Produktivität unmittelbar betroffen sind.

Eckdaten

  • Öffentliche Gesundheitsausgaben (Anteil am BIP): 3,5 %
  • Medizinische Versorgung: Ärzte: 0,8/1000 Einwohner
  • Säuglingssterblichkeit: 55/1.000 Geb.
  • Müttersterblichkeit: 230/100.000 Geb.
  • Kinderunterernährung: 11,5 %
  • HIV/AIDS: 21,5 % der 15-49 Jährigen (2003 est.)/ 5,3 Mio. Menschen
  • HIV/AIDS Tote: 370.000 / Jahr (2003 est.)

Die meisten Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern deshalb Aufklärungs-Maßnahmen, kostenlose Tests und Beratungen sowie antiretrovirale Medikamente zur Verfügung. Eine Vielzahl deutscher Firmen führt eigenverantwortlich ein HIV/AIDS-Programm durch oder unterstützt Informationskampagnen von Krankenversicherungen. 

Akteure

  • Rural Health Initiative (RHI)
    Die RHI und die “Rural Doctors Association of South Africa” (RuDASA) laden Ärzte und medizinisches Fachpersonal ein, in ländlichen Gegenden in Krankenhäusern zu arbeiten. Dieses Projekt ist vor allem in den Provinzen angesiedelt, in denen die medizinische Versorgung mangelhaft ist. http://www.rhi.org.za/index.php?ref=contact 
  • Health System Trust (HST)
    Der HST betreibt Forschung im Gesundheitsbereich, treibt die Entwicklung des Gesundheitssystems voran und gilt als führender Wissensträger in diesem Bereich. Das HST hat seit 1992 erheblich zur Entwicklung eines effektiven Gesundheitswesens in Südafrika beigetragen und ist auch in anderen Ländern der SADC-Region tätig. http://www.hst.org.za/generic/1 
  • South African Business Coalition on HIV and AIDS
    Wirtschaftverband mit Fokus auf HIV/AIDS; Stellt Unternehmen Werkzeuge und Wissen zur Verfügung, damit sie HIV/AIDS wirkungsvoll begegnen können. www.sabcoha.co.za 
  • Department of Social Development
    Das Ministerium für gesellschaftliche Entwicklung unterhält zum Teil Partnerschaften mit Firmen, vor allem in Bereichen des „Corporate Social Investments“.  www.welfare.gov.za 
  • National Business Initiative (NBI)
    NBI ist die bekannteste wirtschaftsgetriebene CSR-Vereinigung in Südafrika. Sie koordiniert Projekte und fördert freiwillige Handlungsvereinbarungen der Wirtschaft in Bezug auf nachhaltige Entwicklung. www.nbi.org.za

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Gesundheit
Umfragen unter Unternehmen in Südafrika zeigen, dass insbesondere bei den großen Firmen der Handlungsdruck groß ist, die negativen Effekte der Pandemie auf ihre Geschäftstätigkeit zu begrenzen. Kleinere Unternehmen benötigen hingegen noch große Unterstützung bei der Integration einer HIV/AIDS-Politik in ihre Unternehmenskultur. In den seltensten Fällen können KMUs die finanziellen Mittel für die konkrete Unterstützung der eigenen Mitarbeiter, deren Familien oder gar Betroffene in der Kommune des Unternehmens selber aufbringen. 

Unternehmensbeispiele

BMW Group

In Südafrika ist AIDS bereits die häufigste Todesursache. HIV/AIDS behindert die gesellschaftliche Entwicklung gerade dort am meisten, wo - wie in Südafrika - Wohlstand und soziale Sicherheit dringend gebraucht werden. Die BMW Group sieht sich aufgrund dieser besorgniserregenden Situation in ihrem Selbstverständnis als "Corporate Citizen" aufgerufen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zur Bekämpfung des Problems zu leisten. Die BMW Group bietet in Südafrika ihren Mitarbeitern, deren Familien und den Gemeinden durch Aufklärung, Vorbeugung und medizinische Versorgung umfassende Unterstützung im Kampf gegen HIV/AIDS. 

Ausführliche CSR WeltWeit-Fallstudie

Peter Riegel Weinimport GmbH

CSR WeltWeit-Fallstudie: Menschenwürdige und sozial faire Lebens– und Arbeitsbedingungen auf dem Bioweingut Stellar Organics

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR WeltWeit-Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas 

Daimler AG

CSR WeltWeit-Fallstudie: Das Siyakhana-Projekt: HIV/AIDS Arbeitsplatzprogramm für kleine und mittlere Zulieferbetriebe

- u.a.: Victim Empowerment Centre Soshanguve (Traumazentrum)
- Hillcrest HIV/AIDS Center (Bereitstellung von Transportmitteln; in Zusammenarbeit mit Deutsche Welthungerhilfe und der Provinzregierung von Kwa-Zulu Natal)
- House on the Rock (Betreuung von HIV positiven Kindern)

Siemens AG

- HIV/Aids soll am Arbeitsplatz kein Tabu mehr sein: Ziel der Kampagne ist es, das Risiko, das die Krankheit die Beschäftigten, Kunden oder Zulieferer trifft, zu minimieren
- Arbeitsverhältnis von Beschäftigten, die HIV+ sind, wird aufgrund der Krankheit nicht gekündigt
- Alle Programme nutzen jugendliche freiwillige Helfer, die Beratungen für Mitarbeiter anbieten, Probleme lösen und Mythen aufklären, die sich mit der Krankheit verbinden
- Hauptelemente des HIV/Aids-Programms: Zugang zu einer 24h-Hotline bei gesundheitlichen Problemen, Kondomautomaten an strategisch relevanten Plätzen, Liste mit Kontaktdetails von Kliniken und Beratungsstellen, regelmäßige Überwachung des Krankheitsfortschritts und weitgehende Patientenfürsorge durch Krankenschwestern
- Effektivität des HIV/Aids-Programms wurde international anerkannt: 2004 hat Siemens Südafrika den „Global Business Coalition on HIV/Aids Award“ für „Business Excellence in the Workplace“ bekommen
 

Teilhabe

Der südafrikanische Staat setzt sich - aufgrund der Erfahrungen aus der Zeit der Apartheid - aktiv für die Förderung historisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen ein (sog. „Black-Economic-Empowerment“ - BEE). Das Engagement von Unternehmen im Bereich BEE ist demnach durch vielfältige Richtlinien und Gesetze bereits vorgegeben (wie z.B. die BEE-Scorecard, die King-Berichte und der Index des Johannesburg Stock Exchange (JSE)). Die BEE-Scorecard der Regierung verlangt von Firmen beispielsweise, den in Zeiten der Apartheid benachteiligten Südafrikanern (Historically disadvantaged South Africans oder HDSAs) u.a. bevorzugten Zugang zu Firmenbeteiligungen, Managerpositionen, Gerechtigkeit bei der Arbeitsplatzvergabe und Förderung der Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen. Mit der Implementierung der gesetzlichen Vorgaben zum BEE leisten viele Unternehmen bereits einen wichtigen Beitrag. Jedoch sorgen fehlende Kontrollinstanzen und zu geringe öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema dafür, dass zwischen angestrebter und tatsächlicher Umsetzung eine deutliche Lücke bleibt. Genauere Erkenntnisse über die Einhaltung der BEE Vorgaben fehlen deshalb.

Eckdaten

  • Frauenanteil an den Beschäftigten: 38,2 %
  • Ethnische Gruppen: Afrikaner 79 %, Weiße 9,6 %, Farbige 8,9%, Inder/Asiaten 2,5% (2001 census)

Wünschenswert erscheinen Unternehmensstrategien, die BEE in die breitere Firmenpolitik im Bereich CSR inkorporieren. Die Kombination von BEE und CSR bietet Erfolgspotentiale. Regierung, Investoren und Öffentlichkeit sind durch die BEE-Kampagne und das Armutsproblem sensibilisiert und stehen CSR-Initiativen somit positiv gegenüber.
Laut dem African Institute for Corporate Citizenship besteht jedoch die Gefahr zu einseitiger Konzentration auf BEE und die spezifisch südafrikanischen Herausforderungen. Dies könnte Investoren abschrecken. BEE sollte daher mit dem internationalen Trend im Bereich CSR verbunden werden.

Akteure

  • BEE Expert Group
    Die “BEE Expert Group” unterstützt ihre Mitglieder bei der Umsetzung der Vorgaben des BEE-Act. http://www.bee-expert-group.co.za/
  • Department of Trade and Industry (DTI)
    Das DTI ist der wichtigste staatliche Akteur im Bezug auf BEE und Themen der „Corporate Governance“. Das DTI fördert wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch ein positives Investitionsklima. www.thedti.gov.za
  • Department of Labour
    Das Arbeitsministerium hat die Initiative „Nedlac“ gegründet, die Wirtschaftsverbände, Arbeitnehmervereinigungen und Community Groups für Diskussionen und Verhandlungen über Themen der Wirtschafts- und Sozialpolitik an einen Tisch bringt. www.ppp.gov.za
  • African Institute of Corporate Citizenship (AICC)
    Nonprofit Organisation (gegründet 2000); Fördert verantwortliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Afrika; veranstaltet Kongresse zum Thema „Corporate Citizenship“ (2002 und 2004) und ist lokaler Partner für internationale CSR-Initiativen. www.aiccafrica.org
  • National Business Initiative (NBI)
    NBI ist die bekannteste wirtschaftsgetriebene CSR-Vereinigung in Südafrika. Sie koordiniert Projekte und fördert freiwillige Handlungsvereinbarungen der Wirtschaft im Bezug auf nachhaltige Entwicklung. www.nbi.org.za
  • NEPAD Business Foundation (NBF)
    Sie vereinigt die afrikanischen Wirtschaftsverbände der NEPAD-Länder; Organisation mit vornehmlich südafrikanischen Mitgliedern, die den “Corporate Governance Principles” (inklusive dem King 2 Report) folgt. www.nepadbusinessfoundation.org 

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Teilhabe
Unternehmen, die sich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus für die Teilhabe historisch benachteiligter Gruppen einsetzen, sehen den Nutzen ihres Engagements hauptsächlich in der Verbesserung des Firmenimages und der Integration sowie Förderung der Kommune, in der sie tätig sind. Auch begegnen sie hiermit proaktiv dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, dem das Unternehmen durch eine gezielte Förderung der HDSAs entgegenwirken kann.

Unternehmensbeispiele

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Peter Riegel Weinimport GmbH

CSR-WeltWeit Fallstudie: Menschenwürdige und sozial faire Lebens– und Arbeitsbedingungen auf dem Bioweingut Stellar Organics

Deutsche Schule Johannesburg

Diversity Management (aktive Integration von deutschen und südafrikanischen Schülern und somit Beitrag zur besseren interkulturellen Verständigung):
- Bei der Anmeldung und Zulassung in der fünften Klasse werden Bewerber aus sogenannten unterprivilegierten Gebieten bevorzugt (vor allem nicht-deutschsprachige schwarze und farbige Kinder)
- Wochenendfahrten und Ferienlager zur Entwicklung von Teamgeist und –fähigkeit

Weitere Informationen: www.dsj.co.za/site

Siemens AG

- Die diverse Bevölkerung Südafrikas erfordert tägliches „Diversity Management“ bei Siemens
- Politik der Firma im Bereich Personal will aktiv die historisch benachteiligten Mitglieder der Gesellschaft unterstützen: Agenda der Regierung, die Transformation der Gesellschaft durch Stärkung der schwächsten Mitglieder (auch mit Hilfe von Black Economic Empowerment) voranzutreiben, soll so unterstützt werden
- Struktur des „Diversity Managements“ bei Siemens erfüllt alle Vorgaben der BEE-Scorecard des Wirtschaftsministeriums
- Fortschritt von „affirmative action“ wird jährlich gemessen
- Ende September 2005 wurden 51% der Waren und Dienstleistungen von Zulieferfirmen, die entweder Schwarzen gehören oder von solchen, die die BEE-Scorecard erfüllen, geliefert: Gesamtvolumen von ZAR 792 Mio. (60 Mio. Euro).
- Drei Komitees innerhalb der Firma befassen sich mit „Diversity Management“

 

Umwelt

Eckdaten

  • Südafrika hat das Kyoto Protokoll unterzeichnet und ratifiziert.
  • Gesamte Emissionen: 2004: 436,8 Mio. t Kohlenstoffdioxid (CO2)
  • Mit 0,7 % der Weltbevölkerung trägt Südafrika zu 1,5 % der globalen Emissionen bei – durchschnittlich 9,8 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) pro Person.
  • Energieverbrauch/Kopf: 2829 kg
  • Geschützte Gebiete: 6,1 % der Landesfläche

Ökologische Gesichtspunkte spielen angesichts der scharfen sozialen Probleme des Landes eher eine untergeordnete Rolle. Dabei ist Umweltbewusstsein durchaus vorhanden. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sind in Kraft. Einen Überblick über den Umweltbereich liefert das Environmental Profile für Südafrika des United Nations Environment Programme (UNEP). Die nationalen Strategien zur Umweltpolitik werden vom Ministerium für Umwelt und Tourismus formuliert. Dazu gehört auch das National Framework For Sustainable Development, dessen Entwurf das Umweltministerium zur öffentlichen Diskussion ins Netz gestellt hat (http://www.environment.gov.za/nssd_2005/nssd_11082005_new.htm).

Südafrika ist bekannt für seine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Das einzigartige Ökosystem am Kap gehört zu den drei Weltregionen mit der größten Artenvielfalt. Erhalten wird diese durch ein dichtes Netz staatlicher und privater Schutzgebiete.

Akteure

  • Earthlife Africa
    Earthlife Africa ist eine Organisation, die sich seit 1988 in Südafrika und Namibia mit Umweltthemen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft auseinandersetzt. Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Lobbying bei der Regierung, Aufklärungskampagnen in den Gemeinden sowie der Bereitstellung von Informationen für Medien und Öffentlichkeit. http://www.earthlife.org.za
  • African Foundation
    Die Nonprofit Organisation ist die Stimme der Menschen, die in ländlichen Schutzgebieten der „Conservation Corporation Africa” oder in angrenzenden Gegenden leben. Die Stiftung schmiedet Partnerschaften zwischen den Gemeinden und den Initiativen, die die Schutzgebiete unterstützen.  http://www.africafoundation.org/
  • Endangered Wildlife Trust
    Die Non-Profit-Organisation widmet sich dem Erhalt von bedrohten Arten und dem Erhalt des Ökosystems Südafrikas. https://www.ewt.org.za/home.aspx
  • Wildlife and Environment Society of South Africa
    Die bereits 1926 gegründete Gesellschaft ist die älteste Umweltschutzorganisation in Südafrika. http://www.wessa.org.za/
  • South African Education and Environment Project (SEAP)
    SEAP wurde von dem amerikanischen Anwalt Norton Tennille 1994 gegründet und führt Projekte im Bereich Umweltschutz und Bildung durch. http://www.saep.org/
  • Ground Work / Friends of the Earth South Africa
    Ground Work kämpft dafür, die Lebensbedingungen von benachteiligten Menschen im südlichen Afrika zu verbessern, die besonders von Umweltverschmutzung betroffen sind. Die NGO gibt der Zivilgesellschaft eine Stimme bei Umweltschutzthemen, fordert strengere Regularien für multinationale Firmen und hält zu NGOs Kontakt, die CSR kritisch gegenüber stehen. http://www.groundwork.org.za/
  • Department of Environmental Affairs and Tourism
    Das Ministerium für Umwelt und Tourismus entwickelt und implementiert Umweltschutzgesetze. Dazu gehören Themen der nachhaltigen Entwicklung inklusive dem „National Framework for Sustainable Development“. www.environment.gov.za
  • National Business Initiative (NBI)
    NBI ist die bekannteste wirtschaftsgetriebene CSR-Vereinigung in Südafrika. Sie koordiniert Projekte und fördert freiwillige Handlungsvereinbarungen der Wirtschaft im Bezug auf nachhaltige Entwicklung. www.nbi.org.za
  • NEPAD Business Foundation (NBF)
    Sie vereinigt die afrikanischen Wirtschaftsverbände der NEPAD-Länder; Organisation mit vornehmlich südafrikanischen Mitgliedern, die den “Corporate Governance Principles” (inklusive dem King 2 Report) folgt. www.nepadbusinessfoundation.org 
  • African Institute of Corporate Citizenship (AICC)
    Nonprofit Organisation (gegründet 2000); fördert verantwortliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Afrika; veranstaltet Kongresse zum Thema „Corporate Citizenship“ (2002 und 2004) und ist lokaler Partner für internationale CSR-Initiativen. www.aiccafrica.org

Chancen und Risiken von Engagement im Bereich Umwelt

Durch seine vergleichsweise fortgeschrittene Industrialisierung leidet Südafrika an Luft- und Wasserverschmutzung etwa durch die chemische Industrie und Energieunternehmen. Auf diesem Feld gibt es erste Ansätze einer sauberen Produktion. Eines der größten Umweltprobleme Südafrikas ist die Wasserknappheit. Weniger als 10 Prozent des Regens ist als Oberflächenwasser nutzbar, eine der niedrigsten Raten weltweit.

Trotz der hohen Priorität, die dem Umweltschutz auf der globalen Agenda eingeräumt wird, wird dieses Handlungsfeld von Unternehmen in Südafrika nur wenig angegangen sowie finanziell nur wenig unterstützt. Die Ausgaben seitens Unternehmen im Jahr 2002 machten nur 4% der gesamten Ausgaben für CSR-Aktivitäten aus (Quelle: Auswärtiges Amt).

Beim unternehmerischen Engagement im Bereich “Umwelt” ist das Thema “Umgang mit Abfall” vorherrschend, mit etwas Abstand folgen Maßnahmen zur Erhaltung wild lebender Tiere sowie Präventionsmaßnahmen zur Umwelterschmutzung. Kleinere Firmen sind hier selten aktiv.

Unternehmensbeispiele

Global Reporting Initiative

CSR WeltWeit-Fallstudie: Transparency in the Supply Chain

Peter Riegel Weinimport GmbH

CSR-WeltWeit Fallstudie: Menschenwürdige und sozial faire Lebens– und Arbeitsbedingungen auf dem Bioweingut Stellar Organics

Randstad Deutschland GmbH & Co.KG

CSR-WeltWeit Fallstudie: VSO – Voluntary Service Overseas 

Daimler AG

- Endangered Wildlife Trust (Programm zur Erhaltung heimischer, vom Aussterben bedrohter Tierarten)
- Sisal Fibre Project (Schaffung von Arbeitsplätzen und Technologietransfer): Anbau von Sisal zur Nutzung natürlicher Fasermaterialien bei der Automobilherstellung (Nachhaltige Entwicklung)

Sonstiges

Daimler AG

Kunst, Kultur und Sport
- Art Collection DCSA Zwartkop (Unterstützung aufstrebender Künstler historisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen)
- DISSA (Unterstützung körperlich behinderter Athleten)
- Border Cricket Development Programm (bringt Kindern aus benachteiligten Familien in ländlichen Gebieten Cricket nahe)

Business Against Crime
Die Organisation wurde 1996 als Antwort auf Präsident Nelson Mandelas Einladung an Firmen, dem Kampf der Regierung gegen Kriminalität beizutreten, gegründet. Daimler fördert hier Programme gegen organisiertes Verbrechen.

Business Fund
Partnerschaft, die Ressourcen von Firmen und Regierung kombiniert, um nationale Entwicklungsziele zu erreichen, wie z.B.: Schaffung von Arbeitsplätzen, Aufbau von Kapazitäten und Stärkung des Vertrauens.

CIDA (Community & Individual Development Association) City Campus:           
Die Universität bietet virtuelle Kurse für finanziell benachteiligte Studenten an, vor allem in den Bereichen IT, Finanzen, Vermarktung, Investitionen, HR, Geschäftsführung und Baugewerbe. Die Studenten bieten ihrerseits in mehreren Projekten verschiedener Gemeinden Hilfe bei der Förderung von Allgemeinbildung und fachspezifischer Ausbildung an. Zudem nehmen sie aktiv an Programmen teil, die HIV/AIDS-Patienten unterstützen.

Daimler Bildungs- und Besucherzentrum
Eine einzigartige ökotouristische Bildungsinstitution in East London, Provinz Eastern Cape, wo sich Daimler Montagewerk befindet. Das umgebende Naturreservat ist Teil einer unberührten Küstenlandschaft, die in diesem Gebiet einzigartig ist.

HIV & Aids Siyakhana Projekt
Eine Partnerschaft zwischen öffentlichem und privatem Sektor. Das öffentliche Gesundheitssystem wird in der Provinz Eastern Cape auf kommunaler Ebene gestärkt, KMU werden gefördert. Projekt wird auch von DEG und USAID unterstützt.

Laureus Foundation South Africa
Ziel ist die Förderung von sozialen Projekten in historisch benachteiligten Kommunen. Sport wird als wichtigste Interventionsstrategie verstanden. Internationale und lokale Prominente aus dem Sport werden als Freunde und Botschafter bzw. als Mentoren für Jugendliche eingesetzt.

Mdantsane Community Development Focus
Daimler unterstützt verschiedene Initiativen der Provinzial-Regierung, z.B. durch Hilfe bei der Erstellung des Entwicklungs- und Wachstumsplans der Provinz Eastern Cape, beim urbanen Erneuerungsprogramm, bei der Förderung von Institutionen, die sich um Waisen und schutzlose Kinder kümmern, sowie bei einem Projekt zur Verbesserung der städtischen Dienstleistungen.

Paralympisches Team
Das nationale Team wurde im Zeitraum 2005-2008 gesponsert. Unterstützung bei der Vorbereitung der olympischen/paralympischen Spiele.

Rally to READ
Daimler in East London hat diese jährliche Veranstaltung mit der Unterstützung des Bildungsministeriums etabliert. Der Fokus liegt auf Schulung der Lesefähigkeit. Bücher, ausgewählt auf Basis des Schulkurrikulums sowie Schreibwaren, Wintersachen, Ausrüstung für Klassenräume und sportliche Aktivitäten, wissenschaftliche Bausätze, etc. werden gestellt.

Siemens AG

Kunst und Kultur
Ziel ist die aktive Förderung verschiedener Kunstformen, vor allem in den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Musik, Ballet, Fotografie und Theater: Breitgefächerte Anzahl an Projekten zur Unterstützung junger Talente

Daten & Fakten

Land: Republik Südafrika
Hauptstadt: Tshwane/ Pretoria
Fläche: 1.219.912 qkm (= 3,4 mal Deutschland)
Bevölkerung: 49,32 Mio. Einw. (2009)
Wirtschaftssystem: Freie Marktwirtschaft
Politisches System: Präsidialdemokratie mit föderativen Elementen
Arbeitslosenquote: 24,9 % (2009)
Inflationsrate (CPIX): 2008: 11,5% 2009: 5,8%
BIP: BIP: 277,4 Mrd, USD (2009 est.)
BIP/Kopf: BIP (Kaufkraftbetrachtung pro Kopf, PPP): 10,244 USD (2009 est.)
Religionen: Christen: 75,5 %, mind. 17,5 %, davon u.a. Hindus: 1,4 %, Moslems: 1,4 %, Juden: 0,2 %
HDI: Rang 129 von 177 (2009)
CPI: Rang 55 von 145 (2009)
BTI: Rang 31 von 128 (2010)